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Barnimer Direktkandidaten für die Landtagswahlen in Brandenburg 2009 – heute: SPD und Linke

Mission completed? Na ja, noch nicht ganz. Aber der Kreis der Barnimer Direktkandidaten bekommt zunehmend Gesicht. Am Wochenende bestimmte die SPD-Barnim und die Linken des WK 14 ihr Personal.
Lasst Euch also berichten:

Eberswaldes Sozialdemokraten (Wahlkreis 13) erlebten ein „Herzschlagfinale“. Erst im dritten Wahlgang besiegte Daniel Kurth den Joachimsthaler Harald Lüderitz mit 11:10 Delegiertenstimmen. Rene Devrient der, (Zitat MOZ) „überhaupt nicht vorhatte hier zu kandidieren“, warf bereits nach Runde 1 das Handtuch.
Kurth ist 35 Jahre alt, 2-facher Vater und Zugführer im Technischen Hilfswerk. Ein Experte für Katastrophenschutz ist vielleicht wirklich der richtige Mann am richtigen Ort.

In Wahlkreis 14 nichts Neues. Britta stark wurde ohne Gegenkandidaten nominiert. Nachdem sich der Posten als Präsidentin des Landesrechnungshofes doch nicht so problemlos „zuschanzen“ ließ ist ein Landtagssitz allemal besser als nichts und dürfte auch perspektivisch für den Erwerb von Butter und Brot ausreichen. Ebenfalls (fast) widerstandslos durchgewinkt wurde Infrastrukturminister Reinhold Dellmann für Wahlkreis 15 .

Die Linke hatte die Wahl und tat sich schwer. Schließlich unterlag Andreas Müller dem „Landtags-Urgestein“ Ralf Christoffers relativ knapp.
Aus meiner Sicht hätte eine Kandidatur des Jugendrichters wesentlich mehr „Pfeffer ins Spiel gebracht“.Im Dezember 2006 hatte Müller die „qualitative Substanz“ der „Britta-Stark-Rechnungshof-Erstürmung“ mit einer witzigen Aktion bloßgestellt. Unter dem Motto „Ich möchte am Postengeschacher teilnehmen“ veröffentlichte er seine Bewerbung. Hier ein Auszug:
„Wie meine nunmehrige Mitkonkurrentin Britta Stark habe ich gleichfalls keine besonderen Erfahrungen in der Finanzverwaltung“.(…).“Ich bin jedoch in der Lage, den Haushalt meiner Familie (immerhin vierköpfig) hinsichtlich der Ausgaben und Einnahmen ordentlich zu führen.“ (Quelle: Berliner Zeitung)

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4 Kommentare » Schreiben Sie einen Kommentar

  1. Um Stefan´s Text aus linker Sicht zu komplettieren:

    Im Wahlkreis 13 (Eberswalde, Schorfheide, Joachimsthal) wird Margitta Mächtig (MdL) wieder für DIE LINKE ins Rennen gehen. Sie wurde Ende Januar mit 57 von 60 Stimmen gewählt.

    Noch deutlicher das Votum für den dritten LINKEN Kandidaten im Barnim. Mit 28 Ja-Stimmen von 28 Anwesenden wurde Dr. Michael Luthardt (parteilos) am Freitagabend (13.02.) zum Direktkandidaten für den Wahlkreis 15 (Gemeinde Ahrensfelde, Amt Biesenthal-Barnim, Amt Britz-Chorin-Oderberg, Gemeinde Wandlitz, Stadt Werneuchen) ernannt. Dieser Wahlkreis ist zwar von seiner Konstruktion her ein politisches Wirrwarr sondergleichen, aber Luthardt gibt sich gegenüber der MOZ optimistisch. Mit Reinhold Dellmann (Infrastruktur“los“minister) wird er es von Seiten der SPD zu tun bekommen.

  2. Bündnis 90/Die Grünen bestimmen ihre Barnimer Direktkandidaten (ich bin das in letzter Zeit öfters gefragt worden) übrigens im März.

  3. Herr Luthard ging ja gestern lt. Meldung der „Märkischen Oderzeitung“ schon im vorauseilenden Gehorsam gegenüber den Umweltvernichtern der Landesregierung davon aus, dass „wir“ (wohl die Linke oder wer ?) nicht alle Schutzgebiete erhalten können. Toller Einstieg. Und bei Frau Mächtig, die ja nun auch noch einen Sportverein „managed“ ( die „MOZ“ berichtete heute) fällt mir immer der alte DDR-Witz ein: Warum schleicht Erich Honecker in Frauenkleidern durch den Palast der Republik? Weil er auch noch Vorsitzende des Demokratischen Frauenbundes der DDR werden will ! Vorsitzender des Staatsrates, des Nationalen Verteidigungsrates und Generalsekretär der SED war er ja schon. Warum zieht Frau Mächtig wohl jetzt einen Sportdress an ?

  4. @Dr. Valentin
    Zu Dr. Luthardts Aussage gebe ich Ihnen Recht. Er handelt in diesem Fall als ein denkbar schlechter Anwalt und Interessenvertreter für eine ohnehin noch nie stark gewordene Lobby, dem Umwelt- und Naturschutz.
    Wer grün will, sollte eben die richtigen Leute wählen (wobei ich damit natürlich nicht zum Ausdruck bringen will, dass alle Grünen auch grün handeln; Hamburg hat es gezeigt).