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Industrieschwein, Gummiadler & Co.: Großmastanlagen nehmen rapide zu

Niederländische Investoren kommen mit riesigen EU-Subventionen im Gepäck nach Deutschland. Sie suchen offensichtlich absichtlich Standorte, wo eine hohe Arbeitslosigkeit vorhanden ist. Mit dem Versprechen von Jobs versuchen die Investoren, Einwände der Bevölkerung gegen mögliche Umweltschäden und Verletzungen von Tierschutzstandards zu unterbinden. Bauboom bei Großmastanlagen: Laut einer Umfrage liegen den Kreisverwaltungen bundesweit mehr als 1.000 Anträge für den Neubau oder die Erweiterung von Großmastanlagen vor, die sich zum größten Teil auf Stallungen für Schweine, Puten und Hähnchen beziehen. So entstehen in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Sachsen-Anhalt Mega-Schweinefabriken, teilweise mit mehr als 80.000 Schweinen pro Betrieb. Diese Infos entnehme ich einer Pressemitteilung von aktion tier e.V..

Auch im uckermärkischen Haßleben soll eine solche Anlage des Investors Harry van Gennip entstehen, gegen die die Bürgerinitiative Kontra Industrieschwein vehement – und mit hoffentlich erfolgreichen Ausgang – kämpft.

Am kommenden Sonntag strahlt die ARD die Krimireihe „Polizeiruf 110“ aus. Diesmal ermitteln die Polizeibeamten in Schwerin tatsächlich im Umfeld eines Großinvestors aus den Niederlanden, der in einer von Arbeitslosigkeit geprägten Region Jobs durch den Bau einer Schweinemastanlage verspricht. Ist die Behandlung dieses brisanten aktuellen Themas durch das öffentlich-rechtliche Fernsehen ein Zufall?

Der ernorme Anstieg des Fleischkonsums in Deutschland und Europa ist alarmierend. Im Vergleich zur Produktion pflanzlicher Nahrungsmittel wird für die Herstellung eines jeden Kilo Fleisches das Vielfache an Energie und Land verbraucht und die Umwelt überproportional verschmutzt.
Zugleich nimmt die Fettleibigkeit der Menschen zu und ihre Lebenserwartung ab. Die staatliche Rentenkasse wird sich freuen! Die geschundenen Tiere rächen sich damit auf ihre Weise an ihren Peinigern.

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Veröffentlicht von

Dr. Andreas Steiner, Diplom-Geograph und Waldökologe, lebt seit 1999 im Barnim. Als Fachgutachter ist er bei einem Projektträger des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie in Berlin beschäftigt, der innovative Forschungs- und Entwicklungsprojekte von klein- und mittelständischen Unternehmen im Bereich Technologie betreut. Seit mehr als 10 Jahren engagiert sich der Querdenker und -tuer ehrenamtlich in der Umwelt- und Sozialpolitik. Im Rahmen der Brandenburger Kommunalwahlen 2008 wurde er als Parteiloser für Bündnis 90/Die Grünen in die Eberswalder Stadtverordnetenversammlung gewählt. Ende 2011 musste er aufgrund eines Wohnsitzwechsels dieses Mandat niederlegen. Derzeit gehört er der Gemeindevertretung Schorfheide an und ist Vorsitzender der Fraktion Freie Wähler/Bürgergemeinschaft Kommunalabgaben (BKB). Steiner hat Mitgliedschaften der GRÜNEn LIGA Brandenburg und der NaturFreunde Oberbarnim-Oderland. Seine Hobbys sind Wandern, Radfahren, Schwimmen, Saunieren, Kochen – und natürlich der ehrenamtliche Journalismus, insbesondere wenn es um die Behandlung kritischer und brisanter Themen geht. Folgenden Leitspruch eines großen deutschen Gewerkschafters hat er sich zum Lebensmotto gemacht: „Nicht Ruhe, nicht Unterwürfigkeit gegenüber der Obrigkeit ist die erste Bürgerpflicht, sondern Kritik und ständige demokratische Wachsamkeit“ (Otto Brenner, 1968).

61 Kommentare » Schreiben Sie einen Kommentar

  1. Dein Beitrag erinnert mich daran, dass ich derzeit nicht auf dem Laufenden bin was unseren „Barnimer Fall“, der geplanten Ferkelmastanlage in Klein-Ziethen, anbelangt. Aber diese Infos werde ich demnächst mal nachreichen

  2. @A. Steiner

    Ist Ihnen schon mal aufgefallen, dass es in der gesamten Region nicht eine größere Schweinemast-Anlage gibt? Fragen Sie mal bei „Eberswalder“ woher die Ihre Schweine beziehen. Anscheinend gibt es nicht mal kleinere Mastbetriebe, wenn selbst die Fleischereien die Schweinehälften in Britz kaufen.
    Und bevor Sie wieder mit Ihrem Gequatsche vom Großkapital anfangen, wenn eine solche Anlage genehmigungsfähig ist, warum wollen Sie die dann verhindern?

  3. @Fleischesser
    Das hat doch nichts mit einer Genehmigungsfähigkeit zu tun!
    Auch die von der Theo Steil GmbH geplante Sondermüllverbrennungsanlage in Eberswalde wurde vom Landesumweltamt genehmigt. Mit dieser behördlichen Entscheidung müssen sich die Bürgerinnen und Bürger aber nicht zufrieden oder geschlagen geben! Und das ist auch gut so.

    Im Übrigen möchte ich, wie immer an angebrachter Stelle, den Leitspruch von Otto Brenner (1968) zitieren: Nicht Ruhe, nicht Unterwürfigkeit gegenüber der Obrigkeit ist die erste Bürgerpflicht, sondern Kritik und ständige demokratische Wachsamkeit.

  4. Ein Rechenbeispiel:
    In Ostbrandenburg und Vorpommern leben ca. eine Million Menschen, die wöchentlich ein Kilo Schweinefleisch essen. Angenommen ein Schwein hat 50 Kilo für den Verzehr verwertbares Fleisch, dann müssten demnach 20.000 Schweine wöchentlich geschlachtet werden.
    Die Schweine müssen doch irgendwo herkommen, da ist es doch illusorisch, dass diese Menge friedlich auf kleinen Bauernhöfen als Bio-Schwein groß wird. Zumal ich glaube, dass große Anlagen das Gülleproblem besser im Griff haben (Biogas etc.).
    80.000 Schweine in einer Anlage, das ist bedeutend kleiner als die ehemalige KIM auf dem heutigen TGE (waren es 300.000 Schweine zuletzt?).
    Außerdem: Solange ein Großteil der regionalen Bevölkerung seine Lebensmittel aus fernen Ländern im Supermarkt kauft (Eier aus Frankreich, Äpfel aus Italien, Fisch aus China, Butter aus Irland…), solange werden in unserer Region ländliche Arbeitsplätze fehlen.

  5. Auch wenn ich der Logik zustimme, die im Rechenbeispiel vorgestellt wird, liegt meiner Meinung nach das Problem ein wenig tiefer. In Deutschland, nicht nur im Barnim, ist es eben wichtiger, billig anbieten zu können, um zu verkaufen. Kein logisch denkender Mensch, so er es denn mal macht, das Denken, kann doch glauben, daß man für die hier geforderten Preise sauber kalkuliert produzieren kann. Das geht in anderen Ländern, z.B. in Skandinavien anders, da kostet dann zwar Fleisch deutlich mehr, verschwindet beim Braten aber nicht zu 1/3 in Wasserdampf. Weil so viel Salz im Fleisch ist, das Wasser eben prima bindet und für den Preis vom Fleisch verkauft werden kann. Lebensmittel sollten eben Lebensmitte sein und nicht nur Mittel zum Zweck. Denn wer schon mal selbst rein körperlich sich an der Produktion von Essbarem beteiligt hat, also z.B. Kartoffeln lesen, ja , auch Fleisch schlachten und vorbereiten, das lebt nämlich vorher, der kann ermessen, das 2/3 der heutigen Stadtbevölkerung Vegetarier und unterernährt wären, sollten diese ihren Teil zum Essen selbst beitragen.
    Naja, ich schweife etwas ab. Bleibe aber dabei, in Deutschland sind die Relationen zwischen Essenpreis und anderen nicht so wichtigen Dingen, klar, Angebot und Nachfrage, sehr seltsam verschoben. Welcher Mensch würde heute noch z.B. Honig sammeln, schleudern usw. um dann diesen jämmerlichen Preis im Supermarkt zu erzielen. Was da für Mühe drin steckt, will doch eigentlich keiner bezahlen. Das liegt aber auch daran, daß dem Erzeuger, außer der Biene, alle möglichen Figuren in die Tasche greifen, weil sie sich dieses Privileg in diesem Staat ertrotzt haben. Ob Krankenkassen, Staat an sich,Berufsgenossenschaften, Versicherungen, Standesvertretungen in denen man Zwangsmitglied ist, alle dürfen Geld haben wollen. Das ist dann aber eben im Preis drin, also muß man billiger produzieren und das geht nur, na, siehe oben.
    Laßt uns also für vernünftige Bedingungen sorgen, dann geht es vielleicht auch ohne „industrielle Mast“.

  6. Lieber Andreas!
    Warum in die ferne Uckermark schweifen,
    liegt die Schweinerei doch so nah, nämlich in Klein-Ziethen – auch da plant ein Holländer mit EU-Mitteln seine Schweinerei, die in den Niederlanden nicht mehr legal ist,
    hier fortzusetzen. In der BRD sind die Standards nicht so streng und ich fürchte, dass die gegenwärtige Krise Wasser auf die Mühlen des „Investors“ leitet.
    Zunächst hat die BI gegen Industrieschweinerei einige Erfolge erzielt, aber die unternehmungslustigen Brüder haben noch nicht die Segel gestrichen. Ganz im Gegenteil, sie haben eine smarte Anwaltskanzlei engagiert, die sich vor allem durch arrogantes Auftreten profiliert.
    Respekt vor dem Ortsbürgermeister/Ortsvorsteher Dupont, der sich davon nicht beeindrucken ließ.
    Die BI in Klein-Ziethen verdient unsere Solidarität – sie leistet ausgezeichnete Arbeit.
    Man muß nicht Vegetarier sein, um was gegen die Industrieschweinereien zu haben.
    Da reicht schon eine nicht verstopfte Nase.

  7. Lieber Hartmut,
    der Fall ist mir gleichwohl bekannt.
    Vielleicht nutzen die Klein-Ziethener ja dieses Forum und beteiligen sich an der öffentlichen Diskussion? Ich jedenfalls würde mich darüber freuen.

  8. @Fleischesser
    Dem ist doch nicht so. Die offiziellen Zahlen belegen eine Überproduktion an Schweinefleisch in Europa.
    Jaja, das gewichtige Arbeitsplatzargument. Das zieht hier aber auch nicht. Etwa 14.000 Schweine schaffen gerade mal 7 Arbeitsplätze, weil die Großmastanlagen immer mehr hochtechnisiert und mechanisiert sind. Stellt sich dann nur die Frage, wie viele Arbeitsplätze in der Tourismus- und Freizeitindustrie im gleichen Zuge vernichtet werden?
    Kurzum, da gibt es bessere regionale Wertschöpfungsketten.

  9. Ich sehe den Handel in der Pflicht, insbesondere die frischen Lebensmittel mit Herkunft und „Herstellung“ anzugeben. Als Verbraucher kann sich jeder dann überlegen, ob er Billigfleisch oder zu welchem Preis Qualitätsfleisch kaufen will. Nur leider verramschen gerade die Supermärkte Billigfleisch. Auf dem Markt bekommt man ja auch kein Qualitätsfleisch, vermutlich weil schlicht kein solches in der Region produziert wird.

  10. @A. Steiner

    Das wären nach Ihrer Rechnung dann 40 Arbeitsplätze in der Mastanlage. Zuzüglich ein paar (unterbezahlte) Arbeitsplätze in der Schlachtung, Zerlegung, Wurstproduktion, Vertrieb, Biogas etc.

  11. Es muss eine Verpflichtung sein,, dass man die „Nutztiere während ihres kurzen Lebens ihren Bedürfnissen entsprechend hält und sie nicht leiden lässt. Das ist doch das Mindeste, was man ihnen schuldet, wenn man sie schon frisst. Ob Legehennen, Puten oder Mastschweine Tiere in der industriellen Fleischproduktion leiden unter oft katastrophalen Haltungsbedingungen, die dem Verbraucher meist verborgen bleiben. Nur selten gelangt authentisches Bildmaterial aus Mast- und Zuchtbetrieben an die Öffentlichkeit, nur selten erfahren Verbraucher, woher ihr Schnitzel wirklich stammt, unter welchen Umständen es produziert wurde.

    Dieser Umgang mit den Tieren ist ein Skandal – eine Kulturschande!
    Und das steht im Tierschutzgesetz:

    Wer ein Tier hält, betreut oder zu betreuen hat,

    1. muss das Tier seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen,

    2. darf die Möglichkeit des Tieres zu artgemäßer Bewegung nicht so einschränken, dass ihm Schmerzen oder vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden,

    3. muss über die für eine angemessene Ernährung, Pflege und verhaltensgerechte Unterbringung des Tieres erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen.

    Straf- und Bußgeldvorschriften

    § 17
    Mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer
    1. ein Wirbeltier ohne vernünftigen Grund tötet oder
    2. einem Wirbeltier
    a) aus Rohheit erhebliche Schmerzen oder Leiden oder
    b) länger anhaltende oder sich wiederholende erhebliche Schmerzen oder Leiden zufügt.

    Wer diese Tierqualanstalten genehmigt, fördert und betreibt, muss nach § 17,2 b TschG bestraft werden. Dann wäre es gerecht, wenn diese Tierquäler eine Gefängnisstrafe bekämen, die sie im engen Schweineknast absitzen müssen.

    Leider wird dieses Tierschutzgesetz im Rechtsstaat Deutschland seinem Namen in keinster Weise gerecht, denn es schützt nicht die Tiere sondern regelt deren schamlose Ausbeutung.

  12. (Wegen Tippfehlern nochmal korrigiert:)

    Gemütliche Gefangenhaltung und schöner Sterben, industrielle Investitionen und mannigfaltige Mordsarbeitsplätze – darum ging es in dem Polizeiruf, und das ist ziemlich alles was man dazu hört.

    Dabei liegt die Lösung auf der Hand: Veganismus , Tierrechte und Antispeziesismus (näheres siehe http://veganismus.de/ / / http://antispe.de/ ).

  13. Was es nicht alles für ein ekliges Zeug gibt – da bin ich mir garnicht so sicher, ob ich das alles hier in meinem virtuellen Wohnzimmer verlinkt sehen möchte.

    Na, ich geh mal rüber in die Küche und hau mir noch ein schönes Schnitzel in die Pfanne.

    Gute Nacht, ihr Lieben!

  14. @Karl-Heinz
    …und morgen stopfst Du Dir an Deinem Büroarbeitsplatz sicherlich die „leckeren“, so sauber aussehenden Gummibärchen rein, die aus ausgekochtem Knochenmark und Bindegewebe fabriziert wurden.
    Vielleicht ist da ja auch noch was vom Abdecker dabei, wie tote Katzen etc. :-p

  15. Der Fleischkonsum der Menschen ist eine der Ursachen für den zunehmenden Hunger auf der Welt. Von einer Agrarfläche können 5 bis 10 mal mehr Menschen vegetarisch oder noch besser vegan ernährt werden, als über den Verzehr von Tieren.
    Die Rechte der Tiere – das Recht auf Leben ist eines der elemetarsten Rechte – anzuerkennen, ist eine der vornehmsten menschlichen Aufgaben.
    Großmastanlagen sind nicht hinnehmbare Greuelstätten meschlicher Grausamkeiten. Das Argument „Arbeitsplätze“ ist erstunken und erlogen, denn gleichzeitig werden etwa doppelt so viele Arbeitsplätze in der bäuerlichen Landwirtschaft, im Tourismus u.a. (wir werden nie in Gegenden fahren, in denen Mastanlagen existieren) vernichtet.

  16. @Jürgen Gerlach

    Das Verzehren von Fleisch ist eines der Grundbedürfnisse der Menschen. Davon können Sie gern absehen und lecker rohen Kohl mampfen. Ich jedenfalls esse weiter meine tägliche Fleischration und Wurstbrote.
    Warum werden Großmastanlagen immer so negativ gesehen, da gibt es doch sicher auch gute und schlechte?

  17. @Jürgen Gerlach
    Sind Sie der Jürgen Gerlach, der in Wikipedia aufgeführt wird?:
    http://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%BCrgen_Gerlach_(Politiker)

    Dann begrüße ich Sie ganz herzlich im Barnimblog und freue mich über Ihren fundierten Beitrag!

    Es ist gut, dass nun etwas Schwung in die Diskussion kommt, denn es geht um ganz elementare Fragen menschlichen Handelns.

    Zum weiterführenden Thema Schächten habe ich zwei Kommentare im obigen Artikel „First Orient Food – Fertig-Döner aus Werneuchen“ abgelassen.

  18. Leider gibt es soviele Menschen wie den sich hier an der Diskussion beteiligten „Fleischesser“ und deshalb wird sich auch in unserem Land so schnell nichts ändern.
    Gleichgültigkeit, Egoismus und Gefühlskälte gegenüber den Tieren, die uns Nahrung geben, ist leider an der Tagesordnung.
    Immer wieder bemerke ich im Supermarkt, dass selbst Leute die ein Haustier halten und dieses lieben und verwöhnen, bedenkenlos Eier aus der Käfighaltung in ihren Einkaufswagen legen, weil einige Cent billiger als die Bio-Eier.

  19. @Annemarie Trabelsi

    Ja, lesen Sie sich mal die Zutaten von einer Dose Katzenfraß (zu 35 Cent) durch. Undefinierbare Reste zusammengekocht, die nur noch als Rohproteine und Rohasche bezeichnet werden können. Da beginnt doch die Tierquälerei.
    Bevor Sie mich verunglimpfen: Meine Steaks sind auf argentinischen Weiden in freier Natur groß geworden (deshalb schmecken sie auch besser); Milchprodukte und Eier kommen bei mir aus der Uckermark. Auch sonst achte ich auf Qualität beim Einkauf. Deshalb auch meine Kritik an der Auszeichnung der Ware im Supermarkt: Die breite Masse weiß doch gar nicht, was sie da für einen Schund kauft. Interessant ist auch, dass sich gerade die Ärmsten glutamatverseuchte Fertigprodukte kaufen, die auch noch teurer als Selbstgekochtes sind.

  20. @Annemarie Trabelski
    Klar, vielen Leute ist es sch**egal, was sie kaufen und essen, Hauptsache es ist billig.
    Auch ich kaufe nur Bio-Eier (Typ 0). Wenn das teurer ist, dann eben etwas weniger davon.

    @Fleischesser
    Die Argumente Ihres jüngsten Kommentars unterstütze ich.

    Eine Anmerkung: Jürgen Gerlach hat in seinem Kommentar den immensen Fleischkonsum (der „1. Welt“) kritisiert und nicht Fleischabstinenz gepredigt.

  21. @Fleischesser und andere Kommentatoren

    Es gibt einen sehr informativen Dokumentarfilm „Dschungelbürger“.

    Wenn ein Baum fällt – stirbt ein Rind – das ist das Prinzip der schönen argentinischen Steaks. Das Weideland muß nämlich erst einmal gerodet werden.

    Der Film war in den 80er Jahren an den Westberliner Schulen „Für den Unterricht in der Berliner Schule nicht zugelassen“ – unterlag also einem Filmverbot (CDU-Senatorin Laurien war pol. verantwortlich) .
    Rot-Grün hat das dann beendet.

    Vielleicht sollten wir mal den Film „Dschungelburger“ in den Kulturzentren des Barnim zeigen, im Biesentaler Bahnhof, auf dem Ökofilmfestival, im Bahnhof Chorin usw.
    Das Thema interessiert ja viele, wie die Kommentare zeigen.

  22. „Fleischesser“ scheint zu glauben, dass die Schweine in der Massentier-
    haltung in einer Art „Hotel“ untergebracht sind! Nein, sie sind zur Bewegungslosigkeit verdammt, vegetieren 24 Stunden täglich auf Spaltenböden ohne Einstreu über ihren Exkrementen stehend dahin, ständig den beißenden Gestank in der empfindlichen Nase, wegen Streßanfälligkeit mit Medikamenten vollgepumpt, – der Einsatz von pharmazeutischen Mitteln hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten vervierfacht! – Restbestände davon bleiben im Fleisch, – für die Fleischesser! – . Diese Tortur beginnt mit dem Tag ihrer Geburt. Schon da liegen sie auf nackten Boden ohne Einstreu, z.T. auf Lochblech – alleine, ohne mütterlichen Schutz, denn diese arme Gebärmaschine ist gefangen in ihrem engen Metallkäfig, der ihr kaum, – wenn überhaupt! – ein Aufstehen oder Niederlegen erlaubt! – Ihren Ferkeln werden wenige Tage nach der Geburt Ringelschwanz und Eckzähne abgekniffen – ohne Betäubung, versteht sich. Und männlichen Ferkeln werden zusätzlich noch die Hoden abgeschnitten, ebenfalls unbetäubt, denn das würde zusätzliche Kosten verursachen! Können Sie soviel Gefühl aufbringen, nachuzuempfinden, wie angenehm das ist?? Nur des Ebergeschmacks wegen, den Fleischesser angeblich nicht mögen, und den männliche Tiere eben entwickeln! – Über 1 Million Schweine sterben bereits während der Mast, weitere 500 000 fallen dem Streß und der Todes-
    angst während des Transports in oft weit entfernte Schlachthöfe zum Opfer! Mit Gas oder Strom, oft nur unzureichend betäubt, erleiden sie einen grausamen Tod am Fließband!
    Können Fleischesser das wirklich bedenkenlos hinnehmen? Regt sich da nicht ein Funken Mitgefühl? Ein Verantwortungsgefühl für Tiere, die für uns Menschen leiden und, gerade mal 6 Monate alt und nicht einmal annähernd ihrem natürlichen Verhalten entsprechend „gelebt“, gewalt-
    sam ermordet werden?
    Ich rate Ihnen, nein ich bitte Sie darum, Ihrem Fleischkonsum gründlichst zu überdenken! Hinzu kommen natürlich auch noch die Umweltschäden, die von den Mastanlagen ausgehen, und die Hungersnot in den Dritt-
    ländern! Denn die werden ihrer landwirtschaftlichen Flächen beraubt, um Futterpflanzen für unsere Massentierhaltung anzubauen! Um ein Kilo Fleisch zu produzieren, muss ein Tier, je nach Art, zwischen 7 und 12 Kilo
    Pflanzenkost zu sich nehmen. – Kein Mensch auf dieser Erde müsste jemals hungern, stünden all diese Flächen zum Anbau von Obst, Gemüse
    Getreide & Co. zur Verfügung!
    Ich hoffe, bei jedem Bissen Fleisch, den Sie jetzt noch zu sich nehmen, kommen Ihnen ganz erhebliche Gewissensbisse, die Sie – hoffentlich! –
    an Leid und Elend der Tiere, aber auch an die Hungersnot der armen Völker erinnern werden, und dass Ihnen Ihr gesunder Menschen- verstand verbietet, Tierleichen zu konsumieren!

  23. Ich kann diesen täglichen Fleischkonsum nicht mehr verstehen. Es ist doch erwiesen, daß zuviel Fleischkonsum Krankheiten verursacht. Aber es ist wohl wie Betz es sagt. Wir leben im materiellen Luxus und im psychischen Elend. Schmerzen und Gefühle wollen doch viele gar nicht mehr sehen, weder beim Mensch noch weniger beim Tier. Mir graut es vor diesen Zombies. Ich habe nichts dagegen, wenn tier- und artgerecht Tiere gehalten und geschlachtet werden, aber die meisten menschen wollen nur billig leben und so ist ihr Leben BILLIG im Denken und im handeln.

  24. Hier habe ich noch zwei Bücher und bitte erst einmal die Bücher lesen.

    „Für Tiere ist jeden Tag Treblinka“ Über die Ursprünge der industriellen Schlachtung von Charles Patterson. Patterson war SELBST KZ-Häftling.
    und das Buch von Cotzee (Nobelpreisträger Literatur) Elisabeth Costello (engl.) oder „Das Leben der Tiere“ (deutsch).

    Wenn man googelt findet man genug Infos dazu.

  25. Pingback: 3.000. Kommentar auf dem Barnim-Blog

  26. @Rita Kleb
    Anscheinend haben Sie zu viele schlechte Filme gesehen, Ihre Darstellung ist nämlich recht einseitig. Waren Sie denn mal in einer modernen, nach 2000 gebauten Anlage?

    @Stine
    Haben Sie mal eine Quellenangabe für die Behauptung, dass zuviel Fleischverzehr Krankheiten verursacht? Aber bitte nicht die Pauschalitäten, dass hoher Fett-Konsum Gefäßkrankheiten hervorruft, dass tun pflanzliche Fette ganz genauso.
    Leider ohne direkten Nachweis kenne ich die These, dass einseitige Ernährung, insbesondere veganische, Mangelerscheinungen und Wahrnehmungsverluste hervorruft.
    Bevor mein Pseudonym weitere Antizipationen provoziert: Eine ausgewogene Ernährung ist nach wie vor die beste, solange es in Maßen geschieht, ist kein natürliches Lebensmittel ungesund. Alle anderen Behauptungen sind Lobbyismus: der Gemüseverweigerer, der Fleischablehner, des Kellogs-Konzern (ja, die Sache mit den gesunden Cerealien in der Ernährungspyramide – auch Kohlehydrate sind nur Zucker).

  27. Außerdem habe ich geschrieben
    „Ich habe nichts dagegen, wenn tier- und artgerecht Tiere gehalten und geschlachtet werden“.
    Also bitte, übertriebenes Essen von Fleisch ist genauso ungesund wie übertriebenes Essen von Rohkost und Vollkorn. Die Dosis machts.
    ABer, wenn Tiere angebunden, 24 Stunden, 7 Tage die Woche, und das 12 Monate x Jahre im Stall nur stehen, die Sonne nicht sehen, ist das tier- und artgerecht? Kann dieses Fleisch gut sein?

  28. an „Fleischesser“
    Stimmt, ich habe einige Filme über diese riesigen Megaställe gesehen, sollten Sie sich unbedingt auch mal angucken, denn in die Ställe selbst kommen Sie mit Sicherheit nicht! Sie sind abgeschottet, Sicherheitsstufe 1! Es sind nur bestimmte Personen, z.B. der Amtsveterinär, die Zugang zu diesen äußerst sterilen Hallen haben, und die nur mit Schutzanzug, Schuhe müssen gesondert desinfiziert werden, Mundschutz…
    Steril deshalb, weil die Tiere, haltungsbedingt, äußerst streß- und krankheitsanfällig sind. Ihr Immunsystem ist vollkommen im Eimer! Und nun schauen Sie mal in diese Seite, weshalb vegane Kost gesünder ist als Ihr Fleischkonsum. Abwechslung, da gebe ich Ihnen recht, ist immer besser als einseitige Ernährung. Aber es gibt so unendlich viele Obst- und Gemüsesorten, dass es an Abwechslung nicht mangelt!

    Rein pflanzliche Gaumenfreuden – frei von gesundheitlich bedenklichen
    Tierprodukten, vollwertig, gesund, klimafreundlich, ethisch und köstlich…
    Vielleicht kann Sie das überzeugen !?

  29. @Rita Kleb

    Da bietet man Ihnen den Riesen-Kompromiss an und Sie müssen weiter auf Ihrem Grünzeug und Fleischekel herumreiten.
    Glauben Sie ernsthaft, all Ihr Gemüse ist unbedenklich? Schauen Sie nur mal auf die Herkunft des Gemüses: Überdüngte Plantagen in Mittel- und Südamerika, Genveränderungen in den USA, gefälschte Dokumente in Südeuropa und Nordafrika und und und. Von Fisch und Meeresfrüchten aus Aufzucht will ich übrigens gar nicht erst anfangen. Ich wundere mich, dass z.B. die Garnelen aus Asien hier überhaupt verkauft werden dürfen.

  30. Das Fleisch ist auch nicht besser.Das Fleisch wird aus allen Teilen der Welt z. T. eingeflogen. Keiner kann richtig kontrollieren.
    Ich weiß, daß der TA , wo ich wohne, manche Höfe, nicht mehr betreten durfte, weil er verbotene Medikamente dort gesehen hat und darauf aufmerksam gemacht hat, außerdem haben mir 2 Damen die in der CLUA Chemische Landesuntersuchungsanstalt arbeiten,berichtet, war im Rahmen einer Tagung, daß Amtstierärzte massiv des Lebens von einigen uneinsichtigen Bauern bedroht wurden und sogar die Kinder von den Tierärzten.
    Im Rahmen der Sparmaßnahmen wurde in BaWÜ der Wirtschaftskontrolldienst abgeschafft und die „Hilfs“-Prüfer sind jetzt direkt dem Landratsamt unterstellt . Wird da noch einer irgendwas beanstanden?
    Und was ist mit dem gentechnisch veränderten Fleisch, keiner kann sagen, daß es nicht gesundheitsschädlich ist. Es gibt nicht mal 5 % wirtschaftsunabhängige Forscher auf diesem Gebiet. Wessen Geld ich bekomme, dessen Meinung habe ich.
    Es gibt auch einen guten Film dazu, heißt „Leben außer Kontrolle“.

    http://leben-ausser-kontrolle.de/index_dt.html

  31. Mir geht es auch nicht um das Psyeudonym, sondern darum wie gehe ich mit MIR ,meinen Mitmenschen und den Mitgeschöpfen um. Wie ich innen denke, so handele ich außen. Und da darf ich mir gönnen, mal Glaubenssätze zu überprüfen. Ist es wahr, daß……. , und was für ein Gefühl habe ich bei diesem Glaubenssatz.
    Ich denke halt nur 0,99 Cent teuere Burger, hackfleisch oder sonstiges kann nichts sein, die Tiere können nicht artgerecht gehalten werden zu diesem Preis. Aber solange das oberste Prinzip geiz-ist-geil ist, solange müssen andere darunter leiden. Es ist eine „ganzheitliche“ Haltung, ich kann nicht billiges-Fleisch kaufen und eine intakte Umwelt fordern.

    Und noch etwas Fettleibigkeit ist auf dem Vormarsch, während andere verhungern. Es geht mir nicht um Schuldzuweisung, sondern darum einfach sich selbst klar zu machen, was TUE ICH BEWUßT. Lebe ich oder „vegetiere“ ich im absoluten Luxus. Dann kann ich auch entscheiden und handeln.

  32. Lieber „Fleischesser“,
    Sie wollen mir wohl das „Grünfutter“ vermiesen? – Ich kaufe diesen mit Pestiziden, Herbiziden und sonstigen Giften verseuchten Mist ganz einfach nicht, sondern ernähre mich mit Bio-Produkten! Und die möglichst aus deutschen Landen, wenn immer möglich, sogar aus der Region! Natürlich kann man auch von diesen Produkten die Umweltgifte nicht fernhalten, wohl aber die zusätzlichen Gifte!
    Und noch etwas: Außer den unsäglichen Quälereien in der Massentierhal-
    tung gibt es auch noch die äußerst brutalen Tranpsorte zum Schlachter, oft über Stunden, Tage oder Wochen! Und dazu habe ich einen ganz aktuellen Bericht von Animals Angel’s:
    Die Mitarbeiterinnen der Tierrechtsorganisation Animals‘ Angels haben im Jahr 2008 über 20.000 so genannte Nutztiere live gesehen. In LKWs, auf Märkten, in Schlachthäusern. Die Mehrzahl davon war in einem erbärmlichen Zustand. Ausgemergelte Milchkühe, nach einem Leben der Ausbeutung mit Präparaten voll gestopft und dann oft nicht mal mehr gehfähig zum Schlachthaus transportiert. Schweine die im eigenen Uringestank schier ersticken. Hühner, mehr tot als lebendig von Maschinen zusammengekehrt und per Fließband in winzige Transportkisten gepresst. Das ist der Agraralltag, jenseits der Messehallen von Berlin. Auch in Bauernhöfen fanden die Mitarbeiterinnen von Animals‘ Angels keine Streicheltiere vor, sondern kranke, verletzte, falsch ernährte und psychisch extrem geschädigte Kreaturen.
    Die Fotos, Filme und Berichte von Animas Angels beweisen das Gegenteil von dem, was die grüne Woche propagieren soll. Eine solche Veranstaltung, auf der dem Verbraucher ein Märchen nach dem anderen aufgetischt wird, ist ein Skandal.

    Animals‘ Angels versucht seit Jahren, die CMA wegen Falschinformation der Öffentlichkeit vor Gericht zu bringen. Die Tiere haben ein Anrecht auf die sachgemäße Darstellung des Unrechts, das ihnen angetan wird. Und auch die Verbraucher haben ein Recht darauf, vor eklatanten Lügen geschützt zu werden. Bisher ohne Erfolg.
    Animals‘ Angels vertraut jedoch darauf, dass der intelligente Verbraucher 2009 sich nicht von der Augenwischerei einer grausamen und profitorientierten Agrarindustrie tauschen lässt und beim Einkauf von Lebensmitteln ein Herz für Tiere zeigt.

    Bitte genau lesen und – darüber nachdenken!!!

    Ich empfehle Ihnen, sich mit diesem engagierten Verband mal in Verbindung zu setzen, ihn möglichst sogar finanziell zu unterstützen!

  33. @Stine und Rita

    Ich stimme Ihnen beiden zu. Auf den Teller gehören gesunde, natürliche und mit heutiger Ethik vereinbar hergestellte Lebensmittel.
    Nur damit diese auch auf dem Teller landen, muss der Verbraucher über die Herkunft aufgeklärt werden. Die von Ihnen erwähnten Initiativen sind da sicherlich ein Anfang. Ich persönlich bin maßlos enttäuscht, dass eine Frau Künast vor einigen Jahren im „Verbraucher“-Ministerium viel Wind erzeugt hat und bis heute nur heiße Luft daraus geworden, ja die Anonymität der Lebensmittel weiter zugenommen hat (Handelsmarken in den Supermärkten). In zumindest südeuropäischen Ländern scheint es auch bei diesen Handelsmarken Pflicht zu sein, das Herkunftsland anzugeben. Warum nicht in Deutschland?
    Warum gibt es denn nicht wenigstens in großen Supermärkten die Regionalschiene, warum gibt es denn kein Obst und Gemüse und Milchprodukte und kein in Brandenburg „produziertes“ Fleisch (Von ein paar Ausnahmen abgesehen)? Warum werden denn auf dem Wochenmarkt Lebensmittel aus dem Großmarkt angeboten?
    Hier muss angesetzt werden, dann könne wir uns anschließend über Fleisch-, Müsli- oder Kohl-Liebhaber auslassen.

  34. Wenn ich Biofleisch nicht bekommen habe, habe ich mir, obwohl ich einige Zeit am untersten Limit gelebt habe, Demeter Fleisch bestellt. Ich hatte ein sog. Gemüseabo und da war immer Obst dabei. Ich habe einige zeit in USA gelebt, selbst da auf dem Lande haben sie lokal gehandelt. Also Produkte aus der Umgebung. Natürlich wird es immer Gemüse und Obst aus dem Ausland geben, solange es keine CO2-Berechnung dafür gibt. Es muß jeder mit sich selbst ausmachen. Ändern kann ich mich nur selbst.
    Beim Fleisch würde ich mal jedem empfehlen selbst mal in einen regionalen Schlachthof zu gehen. Wer das aushalten kann, ok. Und noch etwas die Schlachttiertransporte sind so verheerend elendig. Wer mal bei Kontrollen dabei war, der bekommt das K……. Eigentlich sind Transporte sog. Herodes-Kälber verboten, (wenige Tage alte Kälber) trotzdem fahren sie über die Autobahnen. Animal-angels begleitet viele Tier-Transporte . WEr das aushalten kann, der hat sein GEfühl sehr tief verbuddelt. Ich frage mich manchmal haben Menschen, die unbedarft Mengen an Fleisch vertilgen, Angst sich dem Gefühl zu stellen, daß Tiere auch Angst und auch GEfühle haben, viele Tierarten sind sogar recht intelligent. Und dass Tiere keine Maschinen sind, muß man mittlerweile ja mitbekommen haben, so wie wohl jeder mittlerweile weiß, daß die Erde keine Scheibe ist, aber da wollen viele Wissenschaftler nicht runter, haben die Angst? Angst davor, daß es wahr ist, daß tiere keine Maschinen sind und die Angstschreie echt sind, und keine Steinchen im Getriebe?

  35. @A.Steiner

    Kapieren Sie das irgendwann noch mal? Wenn ich hier mit einem Synonym auftrete, müssen Sie doch nicht den Namen aus meiner Email-Adresse veröffentlichen. Ständig mit dem Finger auf andere Leute zeigen und selber ständig die Grundregeln verletzen, zumal Sie hier im Blog Autor und nicht Betreiber sind. Zumal ich nicht derjenige von der Sparkasse bin, den Sie vielleicht meinen.
    Also, Schluss damit!

  36. Massentierhaltung ist grausam man sollte kein fleisch essen den armen Tieren wird soviel leid zugefügt.

  37. Hallo alle, insbesondere Fleischesser. Ich habe da ein „Gebet eines Kalbes“ gefunden, das vielleicht den einen oder anderen nachdenklich stimmen könnte. Das genau das bestätigt, was ich in meinem ersten Kommentar bereits erwähnt hatte, und den „Fleischesser“ als veraltete Info abgestempelt hatte. Übrigens: Fische sind bei Veganern ebenso verpönt wie Fleischgerichte, denn das Fische genau so leiden wie jedes andere Tier auch, sollte sich inzwischen herumgesprochen haben. Veganer essen grundsätzlich nichts, was Augen hat, außer Kartoffeln, natürlich! – So und nun zum
    „Gebet eines Kalbes“:

    Gesammelte Fragen eines Kalbes an uns Menschen!
    (www.Schutzengel-für-Tiere.de)

    Lass mich verstehen,
    warum die Menschen sagen, Fleisch ist ein Stück Lebenskraft! Wo doch Fett und Cholesterin den Körper der Menschen, die uns verzehren, vermehrt belasten und die Gefahr von Krebs, Herz- und Kreislauferkrankungen die Folge sind. Wo zu den Chemikalien, die in vielen Lebensmitteln enthalten sind, noch zusätzlich Hormone, Wachstumsförderer und Beruhigungsmittel als Schadstoffe hinzukommen. Und warum sie sich über die steigenden Krankenkassenbeiträge beklagen, wo doch ihr eigenes Handeln schlimme Folgeerkrankungen heraufbeschwört.

    Lass mich verstehen,
    warum die Menschen mich meiner Mutter nach der Geburt entrissen. Mich in eine Box sperrten ohne Bewegungsmöglichkeiten, ohne Licht und ohne artgerechte Nahrung. Warum die Bundesbürger im Jahr durchschnittlich 62 kg Fleisch essen.

    Lass mich verstehen,
    warum uns die Menschen auf enge Transporter prügeln. Wo wir tagelang ohne Futter und Wasser, eng aneinander gereiht kaum stehen können, und aus Angst und Panik unserer Leidensgenossen, die zu schwach zum Stehen sind, zertrampeln, um uns selbst auf den Beinen halten zu können.


    [Rest entfernt, siehe mein Kommentar weiter unten, KHW, 22.1.09,15:18]

    Text: Daniela Gröll

    Können Fleischesser diese Schmerzen und Leiden der Tiere insgesamt , die Schäden für die Umwelt u.v.m. wirklich mit ihrem Gewissen vereinbaren??
    Ich appelliere noch einmal an alle Fleischkonsumenten, bei jedem Bissen Fleisch, den sie weiterhin verzehren werden, gründlichst zu hinterfra- gen, ob ihre ungebremste Lust auf ein unter Qualen hergestelltes „Produkt“ eine Rechtfertigung ist für das, was sie damit verursachen!
    Ich wünsche allen, dass sie sich möglichst schnell von diesem Laster verabschieden werden. In diese Entscheidung sollte auch eine tüchtige Portion Verstand zu Wort kommen!

  38. Ihr sollt die Tiere ja auch nicht lebend essen… (Thema Leid).

    Aber im Ernst: Nur weil es wie überall ein paar schwarze Schafe gibt, muss man doch nicht die gesamte Zunft verteufeln. Es reicht doch schon, wenn der Gesetzgeber unsere Freiheit Stück für Stück einschränkt, nur weil z.B. einige wenige im Leben nicht zurechtkommen.

    Als ich vor ein paar Jahren mal ein Spanferkelchen aus dem Stall abholte, haben die andere Schweine einen zufriedenen und glücklichen Eindruck gemacht (ok, das eine wusste wohl, das etwas nicht in Ordnung ist).

    @A.S. Ich mag Heringe nicht…

    @Veganer: Es gibt Leute, die behaupten, dass auch Pflanzen Lebewesen sind und ein Seele haben…

  39. Liebe Frau Kleb (#46), ich finde es ja rührend, was Sie alles hier aus fremden Poesiealben reinstellen.

    Das geht aber leider so nicht, da Sie damit fremdes Urheberrecht verletzen. Deshalb lasse ich nur die ersten drei Absätze als Textprobe stehen.

    Der Interessierte mag an der angegebenen Quelle weiterlesen.

    Mit herzlichen Grüßen
    Karl-Heinz

  40. Hallo Karl-Heinz,
    ich finde es ausgesprochen nett, dass Sie den Rest meiner Info (gestohlen aus der angegebenen Internetseite, von Ihnen als Poesiealbum betitelt!)
    weggelöscht haben, und frage Sie, mit welchem Recht Sie das taten?
    Es stört Sie wohl ungemein, so viel über das Leid der Tiere, das Fleisch-
    esser verursachen, lesen zu müssen!?
    Da hilft nur eins, sich vom Fleischverzehr zu verabschieden. Bedenken Sie bitte, dass Sie nicht bereit sind, fünf Minuten Zeit zu investieren, die Sie benötigen, um sich über die Folgen des Fleischkonsums zu informieren, von den Tieren allerdings erwarten, dass sie dieses Leid vollumfänglich vom Tag ihrer Geburt bis zu ihrer grauenvollen Ermordung ertragen/erleiden müssen. Das ist die bittere Tatsache, mit der Sie offenbar ganz gut leben können! – Um Menschen wie Sie ausreichend informieren zu können, „stehle“ ich mir schon mal Informationen von Verbänden, auch, um zu verdeutlichen, dass ich mir die „Folgen des Fleischkonsums“ nicht etwa aus den Fingerspitzen gesaugt habe, sondern traurige Realität sind!
    Da ich weder an Ihrem, noch an anderen Kommentaren herumfriemele,
    erwarte ich das gleiche auch von allen anderen Teilnehmern dieser Diskussion!

  41. Liebe Frau Kleb,

    es geht NICHT um Ihre Texte, da dürfen Sie hier alles schreiben, was nicht sexistisch, diffamierend, verleumderisch, rassistisch oder beleidigend ist.

    Es geht darum, dass Sie hier FREMDE Texte hineinkopieren, und zwar in einem Maße, der die großzügigen Grenzen des Zitatrechts überschreitet. Damit verletzen Sie womöglich Rechte Dritter, und da bin ich leider verpflichtet, einzuschreiten.

    Was Sie gern essen (oder auch nicht) ist allein Ihre Sache. Über Geschmack lässt sich streiten.

  42. Ja, es ging in der Diskussion bisher auch um die Erzeugung von Nahrungsmitteln. Das hat immer auch etwas mit Geschmack zu tun. Ich kann nicht erkennen, was daran armselig sein soll.

  43. @Rita Kleb: Und im Übrigen glaube ich, dass alle Leser ihr Anliegen verstanden haben. War ja sehr ausführlich. :o) Aber langsam schlägts über die Stränge. Ich denke auch, dass niemand etwas gegen die Notwendigkeit artgerechter Haltung sagt. Was angesichts der vielfach anzutreffenden „Geiz-ist-geil“-Mentalität nicht so leicht umzusetzen ist. Ich hab kein Problem damit, auch mal etwas mehr auszugeben für ein Bio-Ware. Aber es gibt nunmal auch eine Vielzahl von Menschen, die Kohle dazu einfach nicht haben. Auch ein Problem. Und ganz im Ernst Frau Kleb, Sie machen mir auch ein Wenig Angst. Ob Fleisch oder Pflanze, dass darf bitteschön jeder selbst entscheiden. Sie haben Ihre Entscheidung getroffen, dass respektiere ich. Aber eine „Vergetarierer/Veganer-Diktatur lehne ich entschieden ab!

  44. Pingback: Unverantwortlich: Brandenburg fördert Großmastanlagen

  45. an Michael Peukert:
    Genau, ich lasse mir auch nicht diktieren, was ich zu tun und zu lassen habe, was ich essen darf und was nicht. Tiere sind mir sowas von egal, Pflanzen erst recht. Alle Lebewesen sind nur dazu da dem Menschen zu dienen. Der steht im Mittelpunkt und ist die Krone der Schöpfung.

  46. @Rick
    Wo haben Sie denn den Schmarrn gelesen, dass alle Lebewesen dem Menschen untertan sind?
    Der Mensch, die „Krone“ der Schöpfung, das trifft vielleicht auf einen Bruchteil zu, von allen Menschen, die die Erde bevölkern bzw. in der Vergangenheit bevölkert haben.
    Krieg, Terror, Kinderschänder und Kindermörder, das ist das Werk der „Krone“ der Schöpfung. Leute mit ihrer Gesinnung tragen auch nicht unbedingt dazu bei, dass die Welt in naher Zukunft humaner wird.

  47. Wenn darüber die Haltung der Tiere vergessen wird, wird der Geschmack schon armselig.
    Aber zur Krone der Schöpfung. Na, ja manche Leute sind ja nicht einmal in der Lage VErantwortung für sich selbst zu übernehmen, geschweige dann für andere. Sie werden gelebt von den Medien, der Werbung und der Haltung am WE lebe ich. So gehen sie mit ihrem Körper, den Gedanken um. Billig und armselig. Aber am Ende des Lebens steht die Frage, wie habe ich gelebt? oder wurde ich gelebt? Stammt der Mensch nicht vom Tier ab. ER hat die Großartigkeit des Denkens und der Stimme entwickelt und was macht er damit? BEi manchen ist es nicht mal armselig zu nennen, was da aus dem Mund fällt. Auf jeden Fall läßt es Rückschlüsse zu, wie stark ein GEfühl, nämlich das der Angst ist.
    Der Verstand ist auch ein großer Schwätzer, sonst würde es doch wunderbar um die Menschheit stehen oder?
    Man sieht nur mit dem Herzen gut.Saint_Exupery.
    Einfach mal darüber nachdenken.

  48. Hallo,

    die Klein Ziethener Bürger und andere Engagierte haben über ein Jahr gekämpft und nur mit Hilfe eines engagierten + hochspezialisiertem Rechtsanwaltes die Baugenehmigung der Schweinemastanlage verhindert. Aber wir arbeiten weiter, um solche und andere Schweinereien zu verhindern. Wer Interesse hat, am kommenden Samstag den 07.03.09 treffen wir uns um 15.00 Uhr in den Gemeinderäumen in Klein Ziethen. Gerne werden noch Spenden genommen, uns fehlen derzeit noch ca. 500 Euro um den Rest der Rechtsanwaltsrechnung zu bezahlen. Auch gute Ideen zur besseren Entwicklung des Ortes sind beim Treffen gerne willkommen.

    Viele Grüße aus Klein Ziethen

  49. @Susanne Haffmann:
    Als Teilnehmer erinnere mich nocht gut an Eure bunte Demo im Frühjahr 2007. Gut so, das ihr weiter gegen Schweinefabriken kämpft.
    Am Samstag bin ich allerdings ebenfalls schon unterwegs (Genmais-Infoveranstalltung in Werneuchen/Weesow) und ebenso wie Andreas über Infos dankbar.Meine Mail-Adresse: stahlbaum@gmx.de
    Über das Engagement gegen die Ferkelmastanlage Klein-Ziethen haben wir hier auf dem Barnim-Blog übrigens schon mehrfach berichtet.
    Link: http://www.bar-blog.de/?s=klein-ziethen&x=11&y=5

    PS: Auf diesem Weg viele Grüße an Ralf und Mirjam (falls Du die kennst)

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