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„Unsinnige Großprojekte“ – Infrastrukturminister Reinhold Dellmann in der Kritik

Pressefoto Behm

Pressefoto Behm

In einer heutigen Pressemitteilung hat die Brandenburger Bundestagsabgeordnete Cornelia Behm einige Projekte von Infrastrukturminister Dellmann scharf kritisiert.

Dabei geht es besonders um den Ausbau der Autobahn 14 und den Havelausbau innerhalb des Verkehrsprojektes Deutsche Einheit Nr. 17. Cornelia Behm schreibt:

„Infrastrukturminister Reinhold Dellmann unterstützt immer noch Großprojekte, deren volkswirtschaftlicher Nutzen höchst fraglich ist. Hier wird Geld verschwendet. Mit dieser Verkehrspolitik betreibt er außerdem aktiv die Zerstörung wertvoller Naturräume – das Tafelsilber Brandenburgs.“


Der Bau der Autobahn 14 von Magdeburg nach Schwerin mit Gesamtkosten von über einer Milliarde Euro sei unnötig, so Behm weiter. Sie bringe der Prignitz keinen Vorteil, den sie nicht schon hätte. Der alternative, moderate Ausbau der B 189 wäre dagegen viel sinnvoller (…). Unverständnis äußerte Behm auch für das Festhalten des Verkehrsministers am Ausbau des Sacrow-Paretzer-Kanals nördlich von Potsdam und dem Ausbau der Kleinmachnower (…). Die den Planungen zu Grunde liegenden Zahlen seien veraltet. Die Prognosen für Gütertransporte mit dem Binnenschiff in Brandenburg sind rückläufig. Mitte der 90er Jahre seien in der Region erheblich größere Gütermengen als heute mit dem Schiff transportiert worden. „Das Geld aus diesen Maßnahmen wäre besser in der Sanierung von kommunalen Schulen und in der Verbesserung der Breitbandverkabelung für das Internet im ländlichen Raum aufgehoben. Das sind Standortfaktoren die heute zählen.“

Cornelia Behm reagierte mit Ihren Äußerungen auf die Pressekonferenz zur Arbeit des Infrastrukturministeriums im Jahre 2008.


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2 Kommentare » Schreiben Sie einen Kommentar

  1. Zur A 14

    Frau Behm glaubt wirklich, dass eine moderater Ausbau einer Bundesstraße eine Autobahn ersetzen kann?
    Ich schlage vor, sie soll mal in die Region Storkow/ Fürstenwalde fahren und zusehen wie es ist wenn eine „normale“ Straße den Verkehr einer Autobahn (weil derzeit gebaut und eingeschränkt) aufnimmt.
    Ob die Prignitzer diesen Nutzen haben wollen ??

  2. Cornelia Behm ist zuzustimmen. Gigantische Infrastrukturprojekte sind eine gigantische Geldverschwendung.
    Das hat die Vergangenheitgezeigt.
    Der Main-Donau-Kanal (Franz-Josef-Strauss-Kanal) ist ein Beispiel.
    Das wiederholt sich gerade mit dem Oder-Havel-Kanal.
    In Franken sind gigantische Schnellstraßenausbauprojekte zu besichtigen, die die Landschaft zerschneiden und einem kalte Schauer über den Rücken schicken.
    Die antizyklische Politik der Bundesregierung wird diesen Trend beschleunigen.-

    Auch der Ausbau des 380 kV.-Netzes ist ein solches gigantisches Infrastrukturprojekt, dessen Notwendigkeit nur behauptet, aber nicht nachgewiesen wird.

    Der Flurschaden ist enorm und nicht wieder gut zu machen.
    Schade, dass es nur wenig Leute wie Frau Behm in der Landes- und Bundespolitik gibt.
    Wir leben hier in Vattenfall-Land.