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Filmstadt Bernau – Fundstücke

Bernau hat eine lange, bewegte Geschichte deren Spuren sich noch immer im Stadtbild finden lassen. Eigentlich ideale Karrierevoraussetzungen als „Kulissenstadt“ für Film und Fernsehen. Als cineastisch Unbedarfter habe ich mich auf die Suche gemacht.

Im Jahre 1967 wurden Teile der Defa-Produktion „Ich war 19“ in der Hussitenstadt gedreht. Der Film erzählt im Grunde die Geschichte von Regisseur Konrad Wolf, der in der Nazizeit mit seinen Eltern über Paris nach Moskau flüchtete und 1945 als Offizier der Roten Armee zurückkehrte. Für 2 Tage fungierte Wolf, der zu den Ehrenbürgern der Stadt gehört, sogar als Kommandant Bernaus. Darsteller waren u.a. Jaecki Schwarz, Rolf Hoppe und die damals erst 20-jährige Jenny Gröllmann.

Mit dem Schicksal von Flüchtlingen im 2. Weltkrieg beschäftigte sich der ARD-Zweiteiler „Die Flucht“. Von April bis Mai 2006 fanden hierfür Dreharbeiten auf dem Geländes des Börnicker Schlosses  und  im Kulturspeicher statt.

Im April 2008 hatte „Certo Mortis“ (Der Tod ist sicher), ein 13-minütiger Streifen des Filmstudenten Fabian Püschel, Premiere. Der Regisseur und die Laiendarsteller der Mittelaltertruppe „Trivium“ verständigten sich
“auf die Darstellung des „gerichtlichen Zweikampfs“: Konnte zwischen zwei Parteien im Mittelalter keine Einigung auf friedlichem Wege gefunden werden, ermittelte man mit Schwert und Stechschild Gottes Urteil. Obwohl schon 1215 durch das Lateranenkonzil und später durch Friedrich II. verboten, wurde diese Form der Rechtsprechung bis in die Neuzeit praktiziert.“ (Quelle: MOZ).

Bereits in den 50er-Jahren drehte die DEFA Teile des Films“ Das große Rennen“ an der Bernauer Schleife. Der „Neue Tag“ berichtete am  31.07.1956:
„Sobald in Eisenach die DEFA einen Teil der Dreharbeiten zum neuen Spielfilm der Teichmann-Produktion „Das große Rennen“ beendet hat, wird in unserem Kreis weiter gefilmt. Auf der Autobahn, an der Bernauer Schleife, sind bereits Tribünen aufgebaut und die für die Aufnahmen erforderliche Reklame – die Handlung des Films spielt in Westdeutschland – angebracht.
Regisseur ist Herr E.W.Fiedler. Die technisch wissenschaftliche Fachberatung führt der bekannte Rennfahrer Arthur Rosenhammer. Schauspieler wie Wilhelm Koch-Hoge, Kurt Oligmüller und viele andere wirken mit.Bisher haben sich aus unserem Kreis auf das Inserat des VEB DEFA 163 Einwohner zur Mitwirkung bei Filmaufnahmen gemeldet.“

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Veröffentlicht von

Stefan ist von Beruf Sozialarbeiter und arbeitet mit chronisch kranken Menschen. Der 2-fache Familienvater ist Autor verschiedener Websites und gelegentlich auch noch als Sänger aktiv. Als leidenschaftlicher Naturschützer wurde er unlängst in die Panketaler Gemeindevertretung gewählt. Weitere politische Schwerpunkte sind die Ortsentwicklung, sowie soziale Themen.

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