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Unwort des Jahres 2008 im Barnim – Wir erwarten Eure Vorschläge

UnwortDummschwätzer und Dampfplauderer gibt es in unserem Land jede Menge. Seit 1991 haben „Sprachverwurster“ und „Wortverdreher“ einen ernstzunehmenden Gegner. Eine aus Wissenschaftlern und Journalisten bestehende Jury kürt alljährlich das Unwort des Jahres. „Gesucht werden sprachliche Missgriffe in der öffentlichen Kommunikation, die 2008 besonders negativ aufgefallen sind, weil sie sachlich grob unangemessen sind und möglicherweise sogar die Menschenwürde verletzen. Dabei kann es sich um einzelne Wörter oder Formulierungen handeln, die in der Politik oder Verwaltung, in Kulturinstitutionen oder Medien, in Wirtschaft, Wissenschaft, Technik oder in einem anderen Bereich öffentlich verwendet wurden.“ (Quelle: unwortdesjahres.org).

Im Laufe der Zeit ist eine wilde Mischung „gesprochenen oder geschriebenen Sondermülls“ zusammengekommen. Personalentsorgung, Altenplage, Zellhaufen, Bombenholocaust, Herdprämie und klimaneutral. Für 2008 nominiert sind unter anderem:

  • „Menschenrest“ (für Schwerstpflegebedürftige)
  • „Morbiditätszuschlag“ (im Gesundheitsfonds)
  • „Rentnerdemokratie“ (lt. Roman Herzog)
  • „intelligente Wirksysteme“ (neuartige Artilleriemunition)
  • oder

  • „notleidende Kreditinstitute“.

Die letztgenannte Kreation gilt inzwischen als Favorit.

Wir denken regional und fragen: Welche „sprachlichen Auffahrunfälle“ haben Euch 2008 im Barnim die Schames- oder Zornesröte ins Gesicht getrieben und bitten um entsprechende Vorschläge.

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Veröffentlicht von

Stefan ist von Beruf Sozialarbeiter und arbeitet mit chronisch kranken Menschen. Der 2-fache Familienvater ist Autor verschiedener Websites und gelegentlich auch noch als Sänger aktiv. Als leidenschaftlicher Naturschützer wurde er unlängst in die Panketaler Gemeindevertretung gewählt. Weitere politische Schwerpunkte sind die Ortsentwicklung, sowie soziale Themen.

10 Kommentare » Schreiben Sie einen Kommentar

  1. Habe grade mal die Kommentare zu Hartmut Lindners jüngstem Artikel gelesen. „Ökologischer Freileitungsbau“ von Prof. Harald Schwarz (TU Cottbus) wäre doch ein „würdiger Kandidat.

  2. Ich wäre für „Eintopfmatinee“ in übler Erinnerung an den Eintopfsonntag. Fleißig genutzt für die roten Suppen von Dagmar Enkelmann und Co. , nachdem sie im Kommunalwahlkampf so überaus fleißig Nazis aufgespürt hatten und dabei völlig übersahen, dass DVU und NPD fast überall in die kommunalen Parlamente einzogen.

  3. Eintopfmatinee? Na ja, schon für die plakative Offenheit mit der Politiker bei diesen Aktionen „Suppen einbrocken die andere auslöffeln müsssen“.
    Ich hätte das noch „Reinigungsprozess“ als meines Erachtens falsch- verniedlichende Zustandsbeschreibung der Barnimer SPD.
    siehe: link

  4. Das Wort „Verkehrssicherungspflicht“ im Bezug auf Alleebäume ist zwar nicht neu und scheint auf den ersten Blick auch nicht besonders spektakulär, hat es aber in sich.
    Wie häufig wurde in 2008 die Kettensäge vorsorglich und zu verfrüht an Straßenbäumen angesetzt, weil diese angeblich nicht mehr stand- und bruchsicher sind und wie viele der Gutachten bilden dabei die Wirklichkeit ab?
    Bei Bäumen wird die Verkehrssicherungspflicht immer schnell eingefordert, doch wie sieht es mit Blick auf den übermäßigen Wildbesatz aus? Ich stelle die Frage mal andersrum: Wie viele Brandenburger sterben, weil Ihnen Wild vor die Autos läuft und wie viele kommen durch umstürzende Bäume ums Leben? Ich denke, die Zahlen würden da weit auseinander gehen.

  5. @ Andreas:
    Verkehrssicherungspflicht hatte ich natürlich auch auf dem Schirm (echt ein Dauerbrenner) aber ich weiß ja das ich mich auf Dich verlassen kann.
    Karl-Heinz bastelst Du daraus mal wieder eine kleine, feine Umfrage zum „Barnimer Unwort des Jahres?
    Ein paar Vorschläge hätten wir ja schon.

  6. Die Vorschlagsfrist für das „richtige“, deutschlandweite „Unwort des Jahres lief am 08.01.2009 aus. Mehr als 1800 Nominierungen gingen ein.Das Ergebnis wird am 20.01. bekanntgegeben, In einem Userforum wird bereits kräftig vorabgestimmt.
    Es führt dort „Mumienpornographie“ vor „Bundestrojaner“ und „grundrechtschonende Überwachungspraxis“.
    Hier der Link:
    http://www.kwick.de/forum/24/158141/

  7. Und die Umfrage nach dem Barnimer „Unwort des Jahres“ hat auch bereits 34 abgegebene Stimmen. Es führt Dagmar Enkelmanns „Eintopfmatinee“. Hier geht es zur Abstimmung.

  8. Pingback: Eintopfmatinee – Unwort des Jahres 2008 im Barnim