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„Radio Multikulti“ wird eingespart und will online auferstehen

Es ist ein Abschied, der nicht nur in der selbsternannten Weltstadt Berlin eine kreative Lücke hinterlassen wird.
Heute um 22:00 Uhr verabschiedet sich „Radio-Multikulti“ vorerst aus der öffentlich-rechtlichen Medienlandschaft. Eine fragwürdige Sparmaßnahme die RBB-Intendantin Dagmar Reim heftige Kritik einbrachte. Zur letzten Show von DJ Sabah (alias Collin Bass) knallten „The Wet Pussies“ um die Exil-Zepernickerin Jenny W. der „12-Millionen-Euro-Frau“ noch mal ein dickes, musikalische Brett an den Kopf.

„Oh Dagmar Du hast mein Leben zerstört.
Jetzt kannst du Multikulti in dein Album kleben zu den Todesanzeigen und Finanzverträgen.
Oh Dagmar wie konntest du das tun.
Dagmar kannst Du denn nachts noch friedlich ruhn.“

Jedoch, „Der Tod ist nur der Anfang“. 15 Redakteure wollen bereits 5 Minute nach dem Exitus eine vorerst spendenfinanzierte Alternative ins Leben rufen, im Netz unter www.multicult20.de abrufbar. Selbst aus Sibirien gingen 500,-€ ein.

Die MOZ-Leser werden Berlins bunteste Welle offensichtlich nicht vermissen. Vor ein paar Tagen stimmten 70 % der „Frage-des-Tages-Beantworter“ der Multikulti-Entsorgung zu. Ein öffentlich-rechtlicher Sender könne und solle sich ein solch „kostenintensives Spartenprogramm“ nicht länger leisten.


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1 Kommentar » Schreiben Sie einen Kommentar

  1. Tja, leider hat die Kreativität der Macher von Radio Multi-Kulti nur rund 40.000 Hörer angelockt, was angesichts der Millionen von potentiellen Hörern im Raum Berlin/Brandenburg selbst dem eigentlich großzügigen – da gebührenfinanzierten – öffentlich-rechtlichen Rundfunk dann doch zu wenig war.

    Vielleicht gelingt es in neuen Strukturen ein Programm auf die Beine zu stellen, das mehr Zustimmung finden wird.

    Aber die meisten Migranten wollen sich sowieso integrieren und hören dann lieber deutsche Sender.