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Grünkohl, ich liebe es!

Geschmäcker können sich ändern. Von mir gibt es z.B. authentische Kinderfotos auf denen ich Brathering und ähnliches vertilge. Seit mindestens 30 Jahren können alle Schwimmblasenbesitzer von mir aus gerne im Wasser bleiben. Mit Grünkohl ging es den umgekehrten Weg. Früher fand ich schon seine klassische Präsentation wenig appetitanregend. Es sieht ja auch ein bisschen aus wie … na, habe ich nicht Recht?

Einmal Blut geleckt kam ich von der Droge nicht mehr los und habe inzwischen ganz ordentliche Fertigkeiten in der Verarbeitung des „Brassica oleracea convar“ entwickelt. Seit einiger Zeit darf ich besagte Gemüsebeilage sogar beim alljährlichen „Putengelage“ meiner Schwiegermutter abschmecken. Ehrensache übriges, dass im heimischen Garten Winter für Winter 2-3 Reihen „Halbhoher Grüner Krauser“ der Ernte entgegenfrieren.

Grünkohl schmeckt mir natürlich zu Geflügel, mit „Pinkel“ oder auch als Eintopf. Weniger bekannt, aber in meiner Küche heiß geliebt, ist er als Fingerfood bzw. Knapperkramersatz. Dazu schneide man die Blätter in gröbere Teile von ca. 5 cm Länge (die Breite wird von Mutter Natur vorgegeben) und werfe das Ganze 1-2 Minuten in eine Pfanne mit viel heißem Öl. Durch diese Behandlung zeigt mein Lieblingskohl bald ein zartes Braun und ist extrem knusprig. Nach einer „Fettabscheidepause“ auf etwas Küchenpapier lagert man die Leckerei auf einer Platte oder einem großen Teller. Etwas salzen, pfeffern und einige Zitronenscheiben zum drüberträufeln und/oder „zutschen“ vorbereiten… Mjam!

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Veröffentlicht von

Stefan ist von Beruf Sozialarbeiter und arbeitet mit chronisch kranken Menschen. Der 2-fache Familienvater ist Autor verschiedener Websites und gelegentlich auch noch als Sänger aktiv. Als leidenschaftlicher Naturschützer wurde er unlängst in die Panketaler Gemeindevertretung gewählt. Weitere politische Schwerpunkte sind die Ortsentwicklung, sowie soziale Themen.

5 Kommentare » Schreiben Sie einen Kommentar

  1. Als Kind mochte ich auch keinen Grünkohl, denn der war scharf, etwas bitter und damit wenig schmackhaft.
    Dann lernte ich kennen, wie man ihn richtig zubereitet und wurde ein regelrechter Fan davon. Sicherlich wird dabei auch eine gewisse Änderung der Geschmacksgewohnheiten eine Rolle spielen.
    Empfehlen kann ich Grünkohl zum Gänsebraten, doch am besten zusammen mit Rotkohl. Der würzig-kräftige Grünkohl und der süße Rotkohl ergänzen sich hervorragend und passen als Beilagen wunderbar zusammen.

  2. davon mal ganz abgesehen…
    mit dem „Zusammenschmelzen“ der Rot- und Grünkohlaromen hast Du wirklich recht.
    Aber auch hier steckt manchmal der „Teufel im Detail“. Den Rotkohlklassiker mit Nelken kann ich überhaupt nicht ab.
    Schlicht mit Apfel , Zwiebel und Butterschmalz mag ich ihn am liebsten.