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Aktuelles zum Volksbegehren „Keine neuen Tagebaue“

Es sind Zahlen, die wohl nur in der Konzernzentrale der Vattenfall AG  die Gläser klingen lassen.
Das Volksbegehren „Keine-Neuen Tagebaue – Für eine zukunftsfähige Energiepolitik“ wurde bis gestern von 6239 Brandenburgern unterzeichnet. Das sind grade einmal 8 % des Erforderlichen.
Soviel zur bitteren Halbzeitbilanz.

Irgendwie ist es fast zum Verzweifeln, denn wann immer man mit Leuten ins Gespräch kommt (so jedenfalls ging es mir) stößt man auf hohe Akzeptanz. Offensichtlich ist der Weg zur  Meldestelle (und nur dort können Unterschriften geleistet werden) für viele zu umständlich. Aber selbst wenn es potentielle Unterstützer bis hierhin geschafft hatten, lauern mitunter weitere Hürden.

“So müssten Unterstützer des Volksbegehrens etwa in Eberswalde (Barnim) und Märkisch-Oderland Wartemarken ziehen, bevor sie unterschreiben dürften. Andernorts hätten zu Beginn des Volksbegehrens Mitarbeiter nichts von der Aktion gewusst oder Interessenten wieder weggeschickt“(Quelle: 20-cent.de).
Am Abend des 16.12.2008 kam es in Cottbus zu einem tätlichen Angriff auf einen Befürworter des Volksbegehrens
„Dazu erklärt Daniel Häfner, Sprecher der Freunde von Lacoma: „Wir sind empört über die zunehmende Gewaltbereitschaft der Tagebaubefürworter. Darüber hinaus zeigt die Aktion, dass Vattenfall-Befürworter nicht an einer ehrlichen Auseinandersetzung, sondern an einer klammheimlichen Unterdrückung interessiert sind.“ Bereits mehrfach kam es zu handgreiflichen Übergriffen auf Vertreter einer anderen Energiepolitik.“ „Quelle:www.keine-neuen-tagebaue.de)
Ich möchte die Leser des Barnim-Blogs nochmals bitten das Volksbegehren zu unterstützen und Freunde & Bekannte auf diese Möglichkeit hinzuweisen. Grade in Brandenburg müssen die Bürgerinnen und Bürger das Thema Energiepolitik in die eigenen Hände nehmen.

Von der aktuellen Landesregierung ist keine Unterstützung zu erwarten.
Umweltminister Woidke opfert bereitwillig Schutzgebiete wie Lacoma , Infrastrukturminister Dellmann polemisierte im März diesen Jahres öffentlich gegen erneuerbare Energien und Bildungsminister Rupprecht stellte sich dem Projekt „Klimaakademie“ als Schirmherr zur Verfügung.
Hier darf Vattenfall Brandenburgs Schülern erklären was gut für den Klimaschutz ist.

Infos zum Volksbegehren findet ihr wie gehabt unter www.keine-neuen-tagebaue.de.

Grafik: www.keine-neuen-tagebaue.de

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2 Kommentare » Schreiben Sie einen Kommentar

  1. Energie ist wichtig, besonders heimische Energie, und wir haben ebend vorwigend Kohle zur Energiegewinnung im Land , wo keiner den „Hahn“ abdrehen kann. Also muß sie auch gefördert und erzeugt werden. Die Arbeitsplätze bleiben im Land dadurch. Hier ist ganz Deutschland von der Energie betroffen und bei der Abbagerung nur ein verschwindent geriner Teil von Menschen, Es wird auch ausreichen Ersatz geschaffen, um wieder ordentlich zu wohnen. Und nur Hetzen ist auch nicht gut.
    R

  2. hi
    ja, arbeitsplätze und stromversorgung sind wichtig – das wissen auch die initiatoren – es ist ja leider das problem, dass sonst kaum jemand weiß, dass BB über 50 % seines erzeugten stroms exportiert,
    dass bb bereits über 30% seine strombedarfs aus „ee“ deckt
    – bis 2020 sollen es sogar 96% sein (die zahl stammt vom landesumweltamt, nicht von irgendwelchen öko“hetzern“),

    dass vattenfall in wahrheit wenig über 3000 menschen i.d.bb.L. beschäftigt, aber dafür einen langfr. ökon. u. ökol. schaden anrichtet (nicht nur löcher und vertreibung), für den alle brandenburger (und auch sachsen) irgendwann zu bezahlen haben – stichwort: externe kosten.
    ganz zu schweigen von den überwiegend steuerfinanzierten ausgaben für die ccs-forschung…usw. man könnte viel dazu sagen.

    lange rede kurzer sinn – geht zum meldeamt
    grüße sebastian