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Firmeninsolvenzen – Barnim ist „Spitzenreiter“ in Brandenburg

Mit dem Thema Wirtschaft und deren Förderung haben die BAR-Blogger sich schon mehrfach beschäftigt. Selten aber fand ein Bericht so viel Resonanz, wie der zur Berufung Rüdiger Thunemanns als Chef der kreiseigenen Gesellschaft „WITO“.

Zu den Kommentatoren gehörte auch Andreas Rothe, seines Zeichens Wirtschaftsförderer der ZAB Potsdam. Der allerdings war von unserer Existenz wenig begeistert, denn:

„wenn ein Investor im Barnim investieren will und im Internet zum Barnim recherchiert, stößt er unweigerlich auf den Barnim-Blog. Gut so, oder eher nicht gut. Was er hier zum Teil lesen kann, wird ihn nicht sonderlich ermuntern, im Landkreis zu investieren. Wie schon Henry Ford sagte, die meisten Menschen wenden mehr Zeit und Kraft daran, um die Probleme herumzureden, als sie anzupacken. (…)
Wir sind im Barnim seit letztem Jahr das Schlußlicht bei Industrieansiedlungen in Brandenburg. Die Gründe sind hinlänglich bekannt und definitiv nicht immer an Personen festzumachen. Können wir es uns leisten, ständig über Personalien zu faseln, anstatt jeder für sich die Ärmel hochzukrempeln und pragmatisch nach Lösungen zu suchen oder bei der Suche wenigstens mitzuhelfen? Mir scheint, aus dem Bloggen wird hier sehr leicht ein Blocken, und das können wir im Landkreis nun wirklich nicht brauchen.“


Trotzdem die Problemanalyse Herrn Rothes meines Erachtens etwas „schlicht“ geriet, kommt man an einem Punkt nicht vorbei: Die Situation im Landkreis ist augenscheinlich noch immer schwierig. Darauf könnte zusätzlich hindeuten, dass der Barnim unlängst zum „Brandenburger Landesmeister der Firmeninsolvenzen“ erklärt wurde. Bei insgesamt sinkender Tendenz mussten hier 21 Firmen entsprechende Anträge stellen.

by the way…
Wie steht es eigentlich um die Bilanz der “WITO”, ein Jahr nach der Inthronisierung von Herrn Thunemann?

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Veröffentlicht von

Stefan ist von Beruf Sozialarbeiter und arbeitet mit chronisch kranken Menschen. Der 2-fache Familienvater ist Autor verschiedener Websites und gelegentlich auch noch als Sänger aktiv. Als leidenschaftlicher Naturschützer wurde er unlängst in die Panketaler Gemeindevertretung gewählt. Weitere politische Schwerpunkte sind die Ortsentwicklung, sowie soziale Themen.

8 Kommentare » Schreiben Sie einen Kommentar

  1. Das Problem der hiesigen Wirtschaftsförderung ist durchaus auch an den Personalien fest zu machen – ein ehemaliger Redakteur ist nunmal kein Marketing Fachmann. Die Ihm unterstellte Wito wird an nicht wirklich greifbarn Zielen gemessen. Man gibt sich einfach nicht die blöße der Abrechenbarkeit. Ich meine bei der Entwicklung der Infrastruktur ist einfach kein roter Faden zu erkennen. Immer wieder kommen wankelmütige Entscheidungen der Kommunalpolitik – in Eberswalde werden reihenweise Bürgermeister vorzeitig abgewählt. All das sind Faktoren die es einem Investor schwer machen sein gutes Geld in diese Region zu investieren da er eine solide Planungsgrundlage braucht die er hier leider häufig nicht vorfindet. Die Insolvenzwelle ist auch ein Zeichen das die mit der Beratug beauftragten Dienstleister häufig Mut zum Risiko predigen statt diese zu ihren Chancen zu beraten zumal diese Ihr geld ja bekommen egal wie erfolgreich Sie ihre Mandaten in den Unternehmensstart geholfen haben. Diese nicht erfolgsabhängige Förderung ist eher eine Gelddruckmaschine für Unternehmensberatungen deren Quallifikationen hierzu bisweilen recht fragwürdig sind. Auch sind die bekannten Marktdaten der Region häufig recht dürftig. So sind Banken häufig deutlich besser informiert wie derartige Unternehmen.

  2. MMh,

    vielleicht ist ja möglich die Organisation „WITO“ von innen zu erneuern (ob ich daran glaube, tja…).
    Deshalb an alle Tourismusfachleute:
    WITO-Geschäftsführer Rüdiger Thunemann sucht zum 01.02.009 einen neuen Mitarbeiter/eine Mitarbeiterin.
    Die Bewerbungsfrist endet am 31.12.2008
    Vielleicht gibt e ja in Eberswalde bereits arbeitssuchende Absolventen des Studienganges nachhaltiger Tourismus. Hier gibt es im Barnim noch einiges zu tun.

  3. Wenn man jetzt nur noch die Zahl der „Insolvenzartisten“ davon abziehen könnte, also denjenigen Zeitgenossen, die Ihre Kenntnis der Gesetze allein dahin gehend ausnutzen, dass sie sich durch die von ihnen gestarteten Unternehmen zu Lasten ihrer Kunden und Subunternehmer persönlich bereichern und, sobald dies hinreichend geschehen ist, ihre Unternehmen in die Pleite senden…
    Und wenn man dann noch dieses Wort „Investor“ nur auf diejenigen anwenden würde, die ihr eigenes Geld und eigenes „Herzblut“ in ihre Unternehmen gesteckt haben, statt nur nach Subventionsmillionen zu schreien.
    Ich vermute mal, dann sähe es im Barnim statistisch gesehen auch nicht schlechter aus als anderswo.

  4. @Stefan Stahlbaum: Danke für den Bewerbungstipp. Aber da ich keine „Fremdensprachen“ kann, kommt diese Stelle für mich nicht in Frage. Ich kann nur Englisch und Russisch. Spaß beiseite: deutsche Sprache ist schwere Sprache, aber warum liest offenbar niemand solche Internet-Annoncen Korrektur? Auch im „Kleinen“ ein Armutszeugnis dieser Agentur.

  5. @Dr. Valentin:
    Eigentlich ist es ja noch zu früh um die „Flinte ins Korn zu werfen“.
    Gegen fehlende Sprachkenntnisse bietet die Urania-Barnim auch im nächsten Jahr wieder das Seminar „Polnisch für Unternehmer und Kommunalpolitiker“ an. Hier ist der Link:

  6. Rcihtig, das ist in dem Internet-Inserat auch falsch: Polnisch als Sprache schreibt sich groß, genau wie Deutsch oder Englisch. Muss man aber als ehemaliger Journalist nicht wissen..

  7. Das Thunemann nur leidlich schreiben kann haben schon Viele behauptet.
    Ich hätte allerdings gern etwas mehr „Futter“ zur Bilanz der WITO unter neuer Führung. Was ist inzwischen geschehen?
    Der aktuellste Eintrag auf http://www.barnim.de beschäftigt sich immerhin mit „schnellem Internet – Breitband per Funk“.
    Die Wito arbeitet diesbezüglich an einer Marktanalyse die aus einer Absichtserklärung hervorgehen soll.
    Letztere findet ihr hier:

    Einer der letzen WITO-Beiträge von Thunemanns-Ex-Arbeitgeber, der Märkischen Oderzeitung, beschrieb im Februar 2008 die akute Finanznot der potentiellen Wirtschaftsförderer.

    Unter der Überschrift “ Fördergesellschaft in den roten Zahlen “ ( http://www.moz.de/index.php/Moz/Article/category/Bernau/id/219203 ) kommentierte Hans Still:
    „Die kreiseigene Wirtschaftsfördergesellschaft WITO muss ihre Leistungen weiter einschränken. Dem Unternehmen fehlt schlichtweg Geld. Grund sind enorme Schulden des Technologie- und Gründungszentrums InnoZent (TGE) sowie eine überraschende Forderung der Rentenkasse.(…)
    Was kann die WITO da noch leisten? Thunemann dazu: „Unser Kerngeschäft bleibt die Betreuung von Firmen, die Ansiedlungsberatung und Existenzförderung sowie das Tourismusaußenmarketing. Bei letzterem müssen wir Einschnitte vornehmen. Wir kürzen bei Publikationen, nehmen aber alle wichtigen Messen wahr.“

    Thunemann soll im März einen Leistungskatalog vorlegen. Er soll noch einmal alle Ämter und Städte besuchen, um deren Wünsche aufzunehmen. Was daraus wird, scheint indes unklar.“

  8. Pingback: Alle Jahre wieder? – Barnim erneut “Spitzenreiter” bei Firmeninsolvenzen in Brandenburg