Stolpersteine – Erinnerungen an die Opfer der NS-Zeit
Geschrieben von Stefan Stahlbaum in Vermischtes, Tags: Eberswalde, Joachimsthal, Panketal, Potsdam, Stolpersteine, Zepernick, 1.252 mal gelesen
Vor knapp 6 Jahren präsentierte der in Berlin geborene Kunstpädagoge Gunter Demnig das Projekt „Stolpersteine“. Ziel ist es eine bleibende Erinnerung an Opfer der NS-Zeit zu schaffen. Zu diesem Zweck verlegt Demnig Gedenktafel aus Messing vor den letzten Wohnanschriften der Betroffenen.
So sind im Lauf der Jahre bundesweit etwa 300 kleine Gedenkstätten entstanden, von denen sich mindestens 3 auch im Barnim befinden.
Neben Joachimsthal und Eberswalde gilt das auch für Panketal (OT Zepernick). Zum Hintergrund der dortigen Verlegungsaktion schrieb Martin Jehle im Jahr 2006:
„Seit Mitte der 20er Jahre wohnten in dem Haus in der Poststraße 8 die Eheleute Moritz und Anna Gertrud Löwenthal. Sie verbrachten dort ihren Lebensabend, seitdem Moritz Löwenthal pensioniert worden war.
Beide waren jüdischen Glaubens. Im Februar 1942 wurde Moritz Löwenthal verhaftet und zunächst in das Gestapo-Gefängnis nach Potsdam gebracht.
Einige Wochen später kam er in das Konzentrationslager Buchenwald, wo er in einem Steinbruch arbeiten musste. Schließlich starb er dort im Alter von 71 Jahren. Anna Gertrud Löwenthal wurde am 13.4.1942 abgeholt und nach Warschau gebracht. Sie gilt als verschollen.
Mit der Stolpersteinverlegung soll auch die in der lokalen Geschichtsaufarbeitung Zepernicks bisher nicht beachtete Opfergruppe der Menschen jüdischen Glaubens bzw. jüdischer Herkunft in die Öffentlichkeit und das Bewusstsein gebracht werden.“
www.stolpersteine.com/
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