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Trassenführung B 167 zwischen Eberswalde und Bad Freienwalde – Grüne fordern Verwaltung auf unzureichendem Raumordnungsverfahren eine Absage zu erteilen

Zum avisierten Neubau der B 167 zwischen Eberswalde und Bad Freienwalde ist Eberswalde zu einer weiteren Stellungnahme im Raumordnungsverfahren aufgefordert. Den vorgelegten Entwurf der Stadtverwaltung kommentiert Karen Oehler, Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, wie folgt:

„In ihrer Stellungnahme vom November 2007 lehnte die Stadt Eberswalde alle vorgeschlagenen Trassenvarianten ab. Dies führte schließlich zur Unterbrechung des Raumordnungsverfahrens. Wesentliche Hinweise und Forderungen der Stadt Eberswalde lauteten damals:

  • Untersuchung einer Nullvariante,
  • Ausweitung des Untersuchungsraumes im Bereich der Stadt Eberswalde,
  • zusätzliche Anbindungen an das städtische Straßennetz,
  • Verschiebung des östlichen Knotenpunktes mit der alten B 167 in Richtung Stadt,
  • Reduzierung des Ausbaustandards,
  • Anbindung der Oderberger Straße (L 291),
  • keine Doppelbelastung für die Einwohner von Sommerfelde und Tornow.

Die hauptsächliche Kritik bezog sich auf die völlig unzureichende Verkehrswirksamkeit der geplanten Ortsumgehung für das Stadtgebiet von Eberswalde.

Der nun vorliegende Entwurf der aktuellen Stellungnahme bekräftigt die Hinweise und Forderungen der Stellungnahme vom 26.11.2007″ und erklärt „deren Inhalt für weiterhin gültig“. Da durch alle jetzt neu vorgeschlagenen Trassen gleichfalls keine nennenswerte Entlastung der heutigen Ortsdurchfahrt erreicht wird, müssten die wesentlichen Kritikpunkte Bestand haben. Dennoch gelangt die Stadt Eberswalde zu dem überraschenden Schluss, dass eine Variante C zu befürworten sei. Zur Begründung wird lediglich angeführt, dass ihre Linienführung zu keiner verkehrlichen Doppelbelastung bisher ruhiger Wohnbereiche (Sommerfelde und Tornow) führt.

Mit der Entscheidung für Variante C (weiträumige Umfahrung von Eberswalde mit neuem Knotenpunkt zwischen Tornow und Hohenfinow) würde die Stadt Eberswalde von wesentlichen Forderungen aus dem Jahr 2007 abrücken, obwohl sie die damalige Stellungnahme für weiterhin gültig erklärt. Auch mit der neuen Stellungnahme würde von Eberswalde wiederum keine eindeutige Position zum Vorhaben formuliert. Die Stadtverwaltung befindet sich daher in dringender Erklärungsnot gegenüber den BürgerInnen und den Stadtverordneten.

Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen fordert die Verwaltung auf, dem unzureichenden Raumordnungsverfahren durch die erneute Ablehnung aller Trassen eine endgültige Absage zu erteilen.“

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2 Kommentare » Schreiben Sie einen Kommentar

  1. Nun Frau Oehler, alle Achtung für Ihre Konsequenz und Standhaftigkeit in der Sache. Es erschließt sich dem Leser und aufmerksamen Verfolger Ihrer Statements jedoch nicht, warum eine Ortsteilvorsteherin des Eberswalder Stadtzentrums sich gegen eine Ortsumgehung wehrt, und sei sie noch so gering geschätzt, die dennoch eine deutliche Entlastung der Innenstadt besonders vom Schwerlastverkehr bedeuten würde. Was nutzt es beispielsweise, wenn die B 167(neu) von der Autobahn kommend an der Angermünder Chaussee endet und nicht weiter geführt würde und der gesamte Verkehr dann doch durch die Stadt läuft. Vor allem, welche Alternativen außer der unsinnigen Nullvariante bieten Sie an?? Ich bin für die B 167(neu) in der Form der Varianten C oder B.

  2. Mir würde es völlig reichen, wenn die B167n bis zur alten B167 zwischen Ostende und Sommerfelde weitergeführt wird. Oder noch ein Stück weiter bis Südend/Wiedemannstraße.
    Ich persönlich habe nichts davon, nach MOLdawien zu fahren. Und nach Frankfurt (wenn überhaupt) ist man über Müncheberg ohnehin schneller.
    Und was soll die Idee, an eine Umgehungsstraße Ampelkreuzungen vorzusehen? Bei dem LKW-Verkehr sinkt die Durchschnittsgeschwindigkeit so auf vielleicht 30-40 km/h bei einer dreispurigen Fahrbahn.
    Wenn so eine Umgehung gebaut, dann bitte richtig, sonst nehmt das Geld und baut mal ein paar Achsen im Stadtgebiet neu bzw. aus (Märka-Lichterfelder Weg-Hegel-Straße, Macherslust-Ostender Höhen, Hotel Finesse-Zum Schwärzesee).