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Musikzelt Bernau – Wie ist der aktuelle Stand?

Vor einem Jahr berichtete das Barnim-Blog zur Auseinandersetzung um das „Bernauer Musikzelt“. Dabei ging es insbesondere um Lärmbelastungen, die einige Anwohner um den Schlaf brachten.

Auch die Stadtverwaltung hielt sich die Ohren zu. Allerdings eher gegenüber den Beschwerden der Betroffenen.

„In der Nacht vom 17. zum 18.11.2007 hat ein Anwohner des Orchideensteg, gegen 3:30 Uhr vom „Rhythmus der Nacht“ geweckt und „inspiriert“, mal nachgemessen und berichtet Folgendes:
„Die Messungen haben ergeben, dass es eine Lärmbelastung im Stundenmittelwert von 41,2 dba und 41,5 dba ergab. Damit wurde gesetzliche Vorgabe von max. 40 dba überschritten. Es wurden in den Messreihen Höchstwerte von 44,8 und 60,0 dba (um 5:10 Uhr) erzielt.“ (Quelle: Musikzelt Bernau – Beschwingte Nächte im Blumenviertel“/Barnim-Blog vom 20.11.2007).

Zum aktuellen Stand ist mir nichts bekannt. Schlafen die Anwohner inzwischen mit besonders leistungsstarken Ohrstöpseln, hat der Betreiber die Partys erfolgreich schallgedämpft und wie hat sich eigentlich die Stadt Bernau letztendlich positioniert?

So viele Fragen, so wenig Antworten. Vielleicht wissen ja unsere Leser mehr.

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Veröffentlicht von

Stefan ist von Beruf Sozialarbeiter und arbeitet mit chronisch kranken Menschen. Der 2-fache Familienvater ist Autor verschiedener Websites und gelegentlich auch noch als Sänger aktiv. Als leidenschaftlicher Naturschützer wurde er unlängst in die Panketaler Gemeindevertretung gewählt. Weitere politische Schwerpunkte sind die Ortsentwicklung, sowie soziale Themen.

10 Kommentare » Schreiben Sie einen Kommentar

  1. Hier mal die Sicht aus der Ladeburger Fraktion Höhe Am Fliederbusch: Die Lärmbelästigung ist nur noch in Nächten mit „Extremwetterlage“, also Ostwind und Inversionslage (nur bei bestimmtem Luftdruck und Temperaturen) wirklich störend. Ansonsten haben sich die mühsam erstrittenen Auflagen wohl gelohnt, denn im Normalfall hören wir wenig bis nichts vom Zelt. Hier hat sogar mal eine „freiwillige Selbstbeschränkung“ in der Wirtschaft funktioniert, denn der Betreiber hatte – ohne Auflage – zugesagt, nur noch eine Veranstaltung pro Woche am Freitag Abend zu machen, und das auch (bisher) eingehalten. Danke dafür.
    Was die übrigen betroffenen Regionen angeht, habe ich nur gehört, dass leider der Vandalismus auf dem Zuweg zum Zelt nicht aufgehört hat, und Betrunkene noch immer laut und randalierend den Weg vom/zum Bahnhof Bernau frequentieren. Hierzu vielleicht mehr Info von den direkt Betroffenen…?

  2. Hallo erstmal,
    als Anwohner der Albertshofer Chaussee muß ich sagen, dass der Betreiber die versprochenen Vorkehrungen zum Lärmschutz umgesetzt hat. Mit lauter Musik haben wir kein Problem mehr.
    Die Probleme mit Vandalismus und Volltrunkenen Schreihälsen sind leider geblieben. Wir werden fast jeden Samstag gegen 4 Uhr von diesen geweckt.
    Einmal mehr, einmal weniger laut. Am 21/22.11.2008 war es so laut, dass das Geschrei in 300m bis 500m zu hören war (für Ortskundige, von ca. Ortsausgang bis Bahnübergang und ehem. Obi). Der Betreiber setzt zwar zwei Shuttlebusse ein, er kann jedoch keinen zwingen diesen zu nutzen.
    Zum Thema Vandalismus, es werden Verkehrs/ Hinweisschilder beschädigt, Straßenbaken herausgezogen oder umgeknickt u.s.w.
    Da die Polizei Chronisch unterbesetzt ist, ist von dieser keine Hilfe zu erwarten. Die Stadt macht immernoch die Augen zu.!!

  3. Vielleicht mal an dieser Stelle einen Bericht von direkt betroffene
    im Orchideensteg, die das Geschehen direkt erleben dürfen mit Lichtshow.
    Eine Verbesserung ist zu verzeichnen, es findet nur noch eine Veranstaltung pro Woche statt und diese am Freitag. Das ist richtig und positiv.
    Die selbst auferlegte Pegelbegrenzung von 94 dB(A)laut
    Genehmigungsbescheid von 17.3.2008 sehe ich nicht so richtig als erfüllt,
    denn es kommt nach wie vor, das bei Ostwind, unangemessene Lautstärken
    die Nachtruhe stören.
    Die Veranstaltungen sind verfolgbar bis in den frühen Morgenstunden.
    Es erfolgte dazu auch eine Beschwerde mit einer Anzeige bei der Polizei in der Nacht 25/26.7 ( Polizeiruf um 3:15 Uhr in den Morgenstunden)
    sowie auch der am 5/6.9.2008
    Man konnte wieder die Ansagen verfolgen und die Bässe hatten wieder ihren freien Lauf.
    Beschwerden beim Ordnungsamt wurden abgewiesen mit dem Hinweis der Nichtzuständigkeit, da das Bauordnungsamt in Eberswalde dafür zuständig ist/wäre.
    Das hatte zwar die Beschwerde angenommen jedoch diese, aus meiner Sicht, nicht mit der nötigen Sorgfalt verfolgt. Ich warte heute noch auf eine schriftliche Stellungnahme (Schr. vom 16.07.2008 Bauordnungsamt). Telefonate mit dem Bauordnungsamt führten dazu, dass zwar eine
    Messung im Musikzelt vorgenommen wurde (Werte wurden bestätigt, nicht anders zu erwarten) jedoch eine Livemessung während einer Veranstaltung in Ladeburg (wie vom Umweltamt und in der Baugenehmigung gefordert) unter den Bedingungen einer Ostwetterlage, nie stattgefunden hat . Der Betreiber hat die Auflage die Einhaltung der Immissonsrichtwerte in den Orten
    – Gieses Plan Bernau in süd-südwestlicher Richtung (IP1) 40 db(A)
    – Akazienweg (Bernau) in südwestlicher Richtung (IP2) 40 db(A)
    – Krokossteg (Orchideensteg) (Ladeburg) in westlicher Richtung (IP3) 40 db(A)
    nachzuweisen. Das ist aus meiner Sicht auch nicht erfolgt.
    Soweit zu Auflagen und deren Einhaltung.
    Da wir zZ. Mehr West- als Ostwinde haben, erleben wir ungestörte Nächte und da sind wir doch der Natur dankbar.
    Ich gehe mal davon aus, dass sich die Gelegenheit wieder ergeben wird, selber Messungen durch zuführen, um den Nachweis der Störungen aufzuweisen. Ich gehe auch davon aus, dass aus der bis zum 31.12.2008 befristeten Baugenehmigung, eine weitere Genehmigung ohne weitere Prüfung und Auflagen erfolgen wird.

  4. Nun mal wieder ein aktuelles Ergebnis -vom Musukzelt Bernau- von diesem Freitag,
    Trotz Süd/Ost Windrichtung war das Musikzelt wieder so laut für
    die Bewohner am Feld, das es uns in den frühen Morgenstunden wieder aus dem Bett geholt hat. Wir schlafen immer bei offenem Fester, das war dann nicht mehr möglich.
    Eine Anzeige/Anruf bei der Polizeiwache erfolgte um 2:10 Uhr, den 29.11.2008.
    Bewirkte nicht sofort ein Ergebnis, jedoch eine 1 Stunde später konnte auch wir wieder einen Weg in den Schlaf finden. Ich weis nicht, wie es den anderen in dieser Nacht ergangen ist aber das Thema Lärmbelästigung ist noch nicht wirklich vom Tisch, denn selbst bei solchen Wetterlagen darf es keine Störungen dieser Art geben gemäß der Auflagen.

  5. Und wieder gibt es unangemessene Lärmbelästigung selbst zur Weihnachtszeit am 24.12 und heute vom 26.12 zum 27.12.2008.
    Ein Polizeiruf um 2:45 Uhr brachte keine Wirkung. Es wurde unvermindert weitergefeiert ohne Rücksicht „auf Verluste“. Ein weiterer Anruf bestätigte nur das ohne ein Meßergebnis es zu keiner weiteren
    Maßnahme kommen kann.
    Von Seiten des Bauordnungsamtes erfolgte eine weitere Genehmigung
    zum betreiben des Musikzeltes Bernau, um weitere 2 Jahre. Da können sich die Bürger von Ladeburg und Umgebung auf einige unruhige Nächte vorbereiten. Es sind zwar eindeutige Auflagen erteilt worden, aber wenn diese nicht überprüft werden und das unter realen Bedingungen, haben diese keine Wirkung und geben dem Betreiber freien Lauf zur Untätigkeit. Dünne Zeltleinenwände sind kein Hindernis für kräftige Bässe.

  6. Tja, da kann man leider nur wieder einmal an alle Betroffenen appellieren, dem offiziellen (!) Rat des Ordnungsamtes Bernau Folge zu leisten:

    ***Bitte rufen Sie fleißig die Polizei, Ihren Freund und Helfer an, wenn das Musikzelt Ruhestörung verbreitet!***

    Die hilft zwar dann nicht und ist nachts meist auch nicht besonders freundlich, aber es ist leider die einzige Möglichkeit, offiziell registrierte Beschwerden an das Ordnungsamt weiter zu geben (vorausgesetzt, die Polizei tut dies dann auch ordnungsgemäß, sonst muss vielleicht mal wieder eine Dienstaufsichtsbeschwerde ein wenig unterstützend zur Seite springen…).
    Nur gemeldete Ruhestörungen versetzen uns, die wir seit Jahren gegen die Genehmigung vorgehen, in die Lage, weiter entsprechenden Druck aufzubauen!
    Die Lautstärke von Heiligabend zum ersten Feiertag wird definitiv jetzt gerichtliche Folgen haben, die entsprechenden Maßnahmen sind bereits eingeleitet.

  7. Hier noch eine kleine Ergänzung zu den Kollateralschäden des Musikzeltes: „Rassistische Gewalt: Prozess in Bernau – Am Dienstag, den 9. Dezember 2008, wird der Prozess gegen zwei Männer fortgesetzt, die am 19. August 2007 den Deutschtürken Hasan K. vor der Bernauer Diskothek »Musikzelt« rassistisch angepöbelt und schwer verletzt haben sollen….“ weiterlesen unter :

    Ich weise ausdrücklich darauf hin, dass ich damit keinen Zusammenhang zum Betreiber des Musikzeltes herstellen will, der für diesen Vorgang sicher keine Verantwortung trägt. Mir geht es vielmehr darum, dass die Stadt Bernau ihre Verantwortung hier endlich wahrnimmt!!!!

  8. Pingback: Dieter Bohlen - Mein ganzes Herzblut steckt in DSDS (Bild.de) | DSDS

  9. am 06.03.09 geht es wieder los.
    Geniest noch einmal das ruhige We.!