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„Loki“ Schmidt – Erinnerungen an Bernau

„Loki“ Schmidt, inzwischen stolze 89 Lenze, war mir bislang vornehmlich als (Alt)Kanzlergattin und „prominente Kettenraucherin“ ein Begriff.

In ihrem neuen, 288 Seiten starken Buch „Erzähl doch mal von früher“ hat sie sich jetzt „auf eine sehr persönliche Reise begeben und Reinhold Beckmanns Fragen beantwortet, teilte die Agentur des ARD-Talkers am Freitag in Hamburg mit. Beide hätten sich über viele Wochen regelmäßig im Arbeitszimmer der 89-Jährigen getroffen und seien sich dabei vom ersten Augenblick an sympathisch und offen begegnet.“(Quelle: Ad Hoc News).

Wie einem Vorabdruck zu entnehmen ist, geht es auch um den Kriegswinter 1944/45, den das Ehepaar Schmidt in Bernau verbrachte. Gatte Helmut war Referent für Ausbildungsvorschriften der leichten Flakartillerie im Reichsluftfahrtministerium, dass eine Außenstelle in der Hussitenstadt unterhielt.

Hier verstarb 1945 auch ihr Sohn, der auf dem Schönower Friedhof beigesetzt wurde.
Ab 1980 sollen die Schmidts das Grab regelmäßig besucht haben.
Das jedenfalls berichten die Schönower Sozialdemokraten auf ihrer Website.


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Veröffentlicht von

Stefan ist von Beruf Sozialarbeiter und arbeitet mit chronisch kranken Menschen. Der 2-fache Familienvater ist Autor verschiedener Websites und gelegentlich auch noch als Sänger aktiv. Als leidenschaftlicher Naturschützer wurde er unlängst in die Panketaler Gemeindevertretung gewählt. Weitere politische Schwerpunkte sind die Ortsentwicklung, sowie soziale Themen.

3 Kommentare » Schreiben Sie einen Kommentar

  1. Ich lese auch täglich die Fortsetzung des Buches, das auf Bild erscheint. Es ist eine Geschichte, die gerade jetzt gut in unsere Zeit passt. Man kann sehen, wie es uns eigentlich Gut geht. In meiner Kindheit, in den 50er Jahren, lebte man sehr bescheiden. Es gab kaum ein Auto oder Telefon. Für Normalbüger nicht bezahlbar! Im Winter gabe es eingemachtes und im Sommer und Herbst erntete man aus dem Garten, was er so alles hergab. An Weihnachten den Kaufladen (vom Vater gebastelt) gefüllt zu bekommen, mit kleinen Broten und Marzipan, war die Krönung. Schokolade gab es höchstens 2-3 mal im Jahr. Orangen nur an Weihnachten…. Wie lange noch können wir in diesem Luxus noch leben so wie er jetzt ist? Gruss Madeleine

  2. Das ist doch ein alter Hut,

    hat H. Schmidt schon oft erzählt und steht auch in anderen Büchern.

    Frank

  3. @Madeleine
    Klar lebte man nach dem Zweiten Weltkrieg in den 50er Jahren sehr bescheiden. Doch in Deutschland war die Kluft zwischen Reich und Arm nicht so groß wie heutzutage. Das ist das, was die neue soziale Ungerechtigkeit ausmacht.