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Extremsport S-Bahn-Fahren

S-Bahnsteig

S-Bahnsteig

Schubs, Drängel, Quetsch, Rempel…
Wer im sogenannten  „Berufsverkehr“ den Barnim per S-Bahn in Richtung Berlin verlässt oder am Spätnachmittag zurückkehrt weiß was es heißt, „das Leben in vollen Zügen zu genießen“. Eigentlich ist das schon seit Jahren so.

In letzter Zeit aber häufen sich die Beschwerden über Unpünktlichkeit und schlechten Service berichtet die Berliner Morgenpost unter Berufung auf den Berliner Fahrgastverband. „Die S-Bahn bestätigt, dass Züge auf zwei Linien mit weniger Wagen als üblich fahren, generelle Kapazitätsprobleme gebe es nicht. Die Verkürzung von Zügen beschränke sich auf die Linien S 2 (Blankenfelde-Bernau) und S 8 (Zeuthen/Grünau-Hohen Neuendorf). Nur in Ausnahmefällen gebe es Einschränkungen auf anderen Linien (…)“ und „verweist auf die Überprüfung aller Züge der Baureihe 481. Deren Achsen bestünden aus einem ähnlichen Stahl wie bei den ICE-Zügen mit Neigetechnik.

Der Betriebsrat der „S-Bahner“ „fürchtet, Fahrgäste wegen der Sparpolitik zu vergraulen. Der Senat müsse den Verantwortlichen sagen, dass es so nicht geht, fordert der Fahrgastverband. (Quelle: Igeb)

Das ist bereits geschehen. Am Donnerstag drohte Verkehrssenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD) der S-Bahn erneut, wegen Unpünktlichkeit die Landeszuschüsse um einen Millionenbetrag zu kürzen. Bis September habe es Zugverspätungen gegeben, die ein Strafgeld von 2,5 Millionen Euro zur Folge haben könnten, sagte sie in der „Abendschau“ des RBB. Verbessere sich die Pünktlichkeit der S-Bahn bis Jahresende nicht, könnte die Strafe auf vier Millionen Euro steigen. „ (Quelle: Berliner Morgenpost)

Über die Einführung des 10-Minuten-Taktes zwischen Bernau und Berlin-Buch wird seitens der Verantwortlichen augenscheinlich noch immer nicht ernsthaft diskutiert.

Die Grünen meinen, dass eine Realisierung der Taktverringerung prinzipiell ohne erhöhte Betriebskosten schnell und kostengünstig realisierbar ist. Vertreter des Deutschen Bahnkundenverbandes (DBV) haben am 7. September in Panketal eine Machbarkeitsstudie für die Kreistagsfraktion von Bündnis 90 / Die Grünen präsentiert. Diese bezieht sich auf einen 10-Minutenbetrieb in der Zeit  von 6:00 Uhr bis 9:00 Uhr und von 15:00 Uhr bis 18:00 Uhr. „Zur Sicherung des Zugverkehrs bei Verspätungen“, so der Verkehrsexperte Heinz-Joachim Bona, „muss kein durchgehender 2-gleisiger Ausbau, sondern nur 1-2 sogenannte Begegnungsstellen, am SBf. Röntgental und ggf. zwischen S-Bf. Friedenstal (nördlich Autobahnbrücke) und Bf. Bernau gebaut werden

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1 Kommentar » Schreiben Sie einen Kommentar

  1. Man kann es natürlich auch anders sehen: vielleicht will man ja gar keine neuen Fahrgäste bzw. die vorhandenen vergraulen, damit man die Kapazitäten noch weiter herunterfahren kann…..

    Noch vor 5 Jahren gab es mit dem sog. Schneckenkonzept, bei dem sich die Linien S45, S46 und S47 in den Ring einfädelten, auch in den Abendstunden einen dichten Takt, zumindest zwischen NEukölln und Westend, also dem am Stärksten belasteten Teil des Ringes. Dabei fuhren die Züge der Linien S46 und S47 mit 8, die S45 mit 6 Wagen.

    Heute gibt es auf dem gesamten Ring – bis auf ein paar Stunden in der Hauptverkehrszeit – nur noch einen 10 Minutentakt mit 6 Wagenzügen.
    Auch wenn der Südkrieg abshcnittsweise von den Linien S46 und S47 verstärkt wird, so hat hier doch eindeutig eine Angebotsverschlechterung stattgefunden, auch wenn die S-Bahn GmbH den „sauberen“ 5 Minutentakt auf dem Ring stets als den „Knaller“ verkauft und die Fahrgastzahlen laut Zeitschrift „Punkt 3“ seither gestiegen sind.

    Bleibt nur die Frage, warum man auf gestiegene Fahrgastzahlen nicht auch mit einer Ausweitung der Kapazität reagiert?

    Es wird wohl nur wenige Autofahrer geben, die auf solch ein „Angebot“ umsteigen werden. Spätestens nach einer Woche „Sardinenbüchsenfeeling“ und ein paar Computeransagen „Ringbahn…fällt heute leider aus….wir bitten um V erständinis! (NEIN, haben wir schon lange NICHT MEHR!!) wird sich der gewohnte Autofahren lieber wieder ans Steuer und in den Stau setzen, statt sich noch einmal Ringbahnfahren anzutun!

    Auch ich nutze statt der Ringbahn auf dem südöichen Teil mittlerweile ausschließlich die U-Bahn. Die fährt nämlich zwischen Neukölln und Jungfernheide auch tagsüber UND samstags im 5 Minutentakt und zu 99 Prozent pünktlich!