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Halloween 2008 – Eine kleine Nachbetrachtung

Halloween„Süßes oder es gibt Saures“
Mit dieser Parole zogen am Freitag wieder Rudel kleiner Hexen, Teufel und Untoter durch die Städte und Gemeinden um die Nachbarschaft in Angst und Schrecken zu versetzen. Vor allem aber um Berge von Süßkram abzustauben. Halloween, was ist das eigentlich?

Die Frühformen des „Kürbisfestes“ wurden im alten Britannien und Irland begangen.
Druiden sollen die Ersten gewesen sein die am 31.10 dem „Fürsten des Totenreiches huldigten“
„Samhain sammelte in der Nacht die Seelen der während des Jahres Verstorbenen. Wegen ihrer Sündhaftigkeit waren diese in die Körper von Tieren gebannt worden – mit Anfang des neuen Jahres waren jedoch die Sünden gesühnt und die Seelen durften in den Druidenhimmel eingehen.“ (Zitat: www.halloweenladen.de).

Hierzulande basiert die noch junge Tradition des “kontrollierten Gruselns” eher auf eine sehr erfolgreiche Marketingstrategie der Süßwaren- und Spielzeugindustrie.
Nachdem der Karneval im Zuge des Golfkrieges weitgehend ins Wasser fiel suchte man neue Absatzmöglichkeiten.
Der Erfolg ist beachtlich.
Ich erinnere mich noch gut daran, dass es vor 2 Jahren im Aldi zu Berlin-Buch bereits am frühen Nachmittag nur noch Reste von Markensüßigkeiten und eine besonders zähe Variation des Sahnebonbons zu kaufen gab.
Diesmal war es zwar etwas ruhiger, aber in der Zeit von 17-20 Uhr standen insgesamt etwa 30 „Schockzwerge“ vor unserer Tür und füllten sich die mitgebrachten Stoffbeutel.
Der eingangs erwähnte Slogan hatte irgendwann seinen Schrecken verloren.
Ich bin daher jener unbekannten 5-jährigen dankbar , die das Ritual mit folgendem Gedicht durchbrach:

„Halloween ist heute
da freuen sich alle Leute
gebt uns süße Sache
dann haben wir was zu lachen“

Effektiver kann man „die Mächte des Dunklen“ wohl kaum in die Schranken verweisen.

Gegen 19 Uhr kehrten dann auch meine „2 Hexen“ mit fetter Beute und leicht zerflossenem Makeup nach Hause zurück.
Kommerz ? Ja sicher !
Aber immer noch sympathischer  als das Tanzverbot des bayerischen Innenministeriums

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Veröffentlicht von

Stefan ist von Beruf Sozialarbeiter und arbeitet mit chronisch kranken Menschen. Der 2-fache Familienvater ist Autor verschiedener Websites und gelegentlich auch noch als Sänger aktiv. Als leidenschaftlicher Naturschützer wurde er unlängst in die Panketaler Gemeindevertretung gewählt. Weitere politische Schwerpunkte sind die Ortsentwicklung, sowie soziale Themen.

1 Kommentar » Schreiben Sie einen Kommentar

  1. @Stefan
    ….was für eine süße Hexe! ;-)
    Mir gings ähnlich wie Dir, soviele kleine Hexen und Geister haben auch bei mir geklingelt. Wie war das nochmal? „Süßes oder Saures“? ;-p