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An einer starken Schulter – Über Postenverteilung und Planspiele in Panketal

PanketalPanketal hat gewählt, die Posten wurden verteilt und nun sind wir schon wieder munter am analysieren. Was die Krönungszeremonien angeht sind sämtliche Fragen (selbst die ungestellten) eigentlich geklärt. Es regiert – Lang lebe die Königin – Britta Stark. Die emsige Landtagsabgeordnete wurde zur Vorsitzenden der Gemeindevertretung gekrönt und führt (wie immer) auch den Zepernicker Ortsbeirat an.

„Schiebung“, brüllen die Einen: Da haben doch sicher „die alten Seilschaften“ gewirkt. Tja Freunde, das ist Quark, so einfach rollt der Käse nicht. Immerhin hat „Queen Britta“ mehr Stimmen auf sich vereinigen können, als der „CDU-Fraktions-6er“ (nebst „unabhängiger Zusatzzahl“) zusammen. Man könnte also durchaus meinen, dass ihre Einflussnahme seitens des Wählers nicht ganz unerwünscht ist.

Viel spannender aber ist das „Paarungsverhalten unabhängiger Wählerbündnisse am Rande der Großstadt“. Die „Unabhängigen“ hielten den Spannungsbogen flach und warfen sich schon wenige Tage nach der Wahl freudig an die breite Brust von „CDU-Mastermind“ Hans-Joachim Bernhard.

Das „Bündnis Panketal“ ehelichte „Die Linke“ offiziell erst bei der konstituierenden Sitzung und verkaufte sich wesentliche teurer. Da eine „realexistierende Koalition“ ihre Wähler wahrscheinlich nachhaltig verschreckt hätte, einigte man sich auf eine „Vereinbarung über Zusammenarbeit zwischen den Fraktionen“. Hier ein Auszug:

Im Interesse einer kommunalen Politik in der Gemeinde Panketal, die dem in den Kommunalwahlen bekundeten Willen der Panketaler entspricht, schließen die Fraktionen DIE LINKE/Panketal und BÜNDNIS PANKETAL für den Zeitraum der 2. Wahlperiode eine Vereinbarung über Zusammenarbeit. Diese beruht auf den zahlreichen vergleichbaren Ansätzen und Entscheidungen der beiden politischen Gruppen in der vergangenen Wahlperiode sowie auf den in vielem übereinstimmenden programmatischen Zielstellungen ihrer Programme für die Wahlperiode 2008-2014.

Eine inhaltliche Vertiefung dieser galanten Einleitung findet sich hier.

Zählbare Ergebnisse gab es auch. Zunächst konnte sich „Stasi-Helfer“ Michael Wetterhahn über einen üppigen Vorsprung bei seiner Wahl zum ersten Stellvertreter  (der Gemeindevertretungsvorsitzenden) freuen.

Im Anschluss wurde das Bündnis beschert. Bei der Bestimmung der Ausschussmitglieder verschenkte „Die Linke“ nicht nur einen Sitz an den „Juniorpartner“, sondern verzichte zudem höchst uneigennützig auf den sonst hartumkämpften Vorsitz des Ortsentwicklungsausschusses. Dieser Posten wird erneut von Dieter Schwertner (Bündnis Panketal) ausgefüllt.

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