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Abgesang in Hobrechtsfelde? – Klettergarten feiert Saisonabschluss

KlettergartenWer „auf die Schnelle“ hoch hinaus will und schwindelfrei ist hat am morgigen Samstag letztmalig die Gelegenheit Hobrechtsfelde von oben zu sehen. Der im kleinsten Panketaler Ortsteil beheimatet Klettergarten feiert den Saisonabschluss.
Ob und wie es im nächsten Jahr weiter geht steht allerdings in den Sternen denn der Betreiber, die „SG Einheit Zepernick“, erwägt den Ausstieg.

Erinnern wir uns:
Das Projekt „Klettern in Hobrechtfelde“ wurde besonders von Bürgermeister Rainer Fornell (SPD) mit Vehemenz vorangetrieben. Fragen nach dem Bedarf und der Umsetzbarkeit stießen auf taube Ohren. Der Verwaltungschef wollte und bekam sein Spielzeug und nutzte die Vorbereitungs- und Eröffnungsphase für eine intensive „Eigen-PR“. In Bernd Schmieglitz, ehemaliger Vorsitzender der SG-Einheit Zepernick“, fand er einen „dynamischen Partner“.

Dann „krachte es im Gebälk“ , denn die Sportler gerieten in akute Finanznot. 15.000,-€ , so jedenfalls berichtete die Märkische Oderzeitung, fehlen. Wo das Geld geblieben ist? Die Meinungen gehen auseinander. Schwerwiegende Vorwürde wurden allerdings gegen den Vorsitzenden erhoben. Schmieglitz habe, so Kritiker, „unzulässig Mittel des Vereins für den Betrieb des Klettergartens verwendet . Das habe den Verein in diese finanzielle Schieflage gebracht.“
Der Chef bestritt, warf aber wenig später das Handtuch. Das Minus bleibt.

Gar nicht schlimm, meinte Fornell. „Angesichts der Größe sind die finanziellen Probleme (…) nicht so schwer wiegend (…). Und dass „sein Klettergarten“ mit der Misere zu tun hat kann schon mal gar nicht sein. Der müsse lediglich „professioneller vermarktet werden. Das betreffe auch „die Preisgestaltung und den Fun-Faktor speziell im Team-Übungsbereich“. Auch die Ansprache von Firmenkunden müsse verbessert werden.“

Am Mittwoch, den 19.11.2008 laden die Zepernicker Sportfreunde zu einer Mitgliederversammlung. Dann wird u.a. die Finanzsituation des Vereines besprochen.

Ob der Bürgermeister ab April 2009 sein Büro gegen das Hobrechtsfelder „Funktionsgebäude“ eintauschen muss…
Wir warten mit angehaltenem Atem.

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6 Kommentare » Schreiben Sie einen Kommentar

  1. Eine Momentaufnahme, d.h. den Eindruck des Klettergartens auf einen unbefangenen Besucher findet man hier.
    Mit der fehlenden Vermarktung hat Fornell wahrscheinlich recht, die Frage ist aber vor allem, ob eine derartig kosten-und personalintensive Investition in ein – mit Verlaub gesagt – Nest wie Hobrechtsfelde, d.h. nach j.w.d. gehört.

  2. Es war schon ziemlich oft sehr leer diesen Sommer. Ich fahre gern in den Rieselfeldern Fahrrad und komme deshalb gelegentlich am Klettergarten vorbei. Da hat sich Panketal einen ziemlich großen Klotz ans Bein gebunden. Mal sehen, was langfristig daraus wird.

  3. Tja, was sich in meiner ostwestfälischen Heimat rentiert, und zwar beim Teuto-Kletterpark am Hermannsdenkmal oder beim Kletterpark Bielefeld auf dem Johannisberg – und dies in der gleichen Region auf kurzer Distanz gleich zweimal, muss nicht unbedingt im Barnim ankommen.
    Obwohl ich sagen muss, dass ich das Klettern dort unter den hohen dicken Buchen schöner finde als an dicken „abgesägten Stämmen“, wie in Hobrechtsfelde.
    Vielleicht ist einfach diese an sich gute Projektidee etwas falsch umgesetzt worden. Wir hätten hier genügend Wälder, dieses Konzept genauso wie in Ostwestfalen umzusetzen.
    Vielleicht ist aber auch die Barnimer Region insgesamt doch zu schwach an Kaufkraft und viele Leute müssen ihr Geld zusammenhalten.

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