380-kV-Freileitungstrasse: Ortsbürgermeister melden sich zu Wort
Geschrieben von Dr. Andreas Steiner in Umwelt, Tags: 380-KV-Freileitung, Finow, Kleinziethen, Landkreis Uckermark, Senftenhuette, Vattenfall Europe AG, 2.709 mal gelesen
In einer Erklärung haben sich acht Ortsbürgermeister/Ortsvorsteher, die Ortsteile an der vom Energiekonzern Vattenfall geplanten 380 kV-Freileitungstrasse repräsentieren, zu Wort gemeldet. Unterschriften leisteten die Vertreter von Heinersdorf, Landin, Kerkow, Schmargendorf, Kleinziethen, Senftenhütte, Finow und Brandenburgisches Viertel.
Hier der Wortlaut der Erklärung:
Als Ortsbürgermeister, dessen Gemarkung unmittelbar an der geplanten Freileitungstrasse (Uckermarkleitung) liegt, teile ich mit vielen Bürgern die Bedenken und Befürchtungen bezüglich der vielfältigen Gefahren, die von der geplanten Freileitung für Mensch und Natur, für das Landschaftsbild und die Entwicklung des Tourismus ausgehen.
Ich unterstütze deshalb die Initiative der Landesregierung die Uckermarkleitung als weiteres Pilotprojekt zur Erdverkabelung in das entsprechende Bundesgesetz aufzunehmen und erwarte von der Landesregierung, dass alles getan wird, um die Errichtung Uckermarkleitung als Freileitung zu verhindern.Nicht über unsere Köpfe – nicht unter dem Niveau der technischen Entwicklung!
Ich sage nein zur Freileitung und fordere Erdverkabelung!
Ich bin guter Hoffnung, dass sich weitere der neu gewählten brandenburgischen Ortsvorsteher diesem Votum anschließen werden!
Die 380-kV-Leitung Uckermark-Berlin ...
- muss durchgängig erdverkabelt werden. (114 mal gewählt = 59%)
- muss als Freileitung gebaut werden. (33 mal gewählt = 17%)
- muss in Wohngebietsnähe erdverkabelt werden. (32 mal gewählt = 17%)
- ist mir egal. (13 mal gewählt = 7%)
bisher 192 Stimmen
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Liebe MitstreiterInnen,
als frisch gewählter Ortsvorsteher des BRANDENBURGISCHEN VIERTELS in EBERSWALDE(seit 23.10.08 durch die STVV EBERSWALDE) schließe ich mich dem VOTUM ohne WENN und ABER an.
Möchte auf diesem Wege auf die vielfältigen INITIATIVEN der Bundes-, der Landtags-, und der Kreistagsfraktion der Partei DIE LINKE verweisen.(Siehe die entsprechenden HOMPAGS)
Meinerseits werde ich auch als Mitglied der Linksfraktion in der STVV Eberswalde(erstmalig die führende Rolle übernommen) dafür Sorge tragen das dieser Sachvehalt auf der aktuellen Agenda bleibt zumal wir den Vorsitz im Auschuss für Bau, Planung und Umwelt übernehmen der in der Leitung unseres Fraktionschefs Wolfgang Sachse zukünftig liegen wird.
In diesem Sinne verbleibt mit orginal sozialen und kommunalen Grüßen
Carsten ZINN(0170-”0 29 881)
JUNG-OV und ABGEORDNETER
Na na Carsten!
Jede weitere Parteiwerbung im Barnimblog wird dann aber honorarpflichtig :-) :-) :-)
Diese Linke-Propaganda ist ja widerlich.
Hallo? Hier geht es um eine Hochspannungsleitung durch ein Biosphärenreservat und quer durch und über Wohngebiete hinweg – nicht um linke oder rechte Propaganda.
@Karl-Heinz
Wahrscheinlich bezieht sie sich ausschließlich auf den Kommentar von Carsten Zinn. ;-)
Schon möglich, dann
könntesollte sie es aber auch schreiben, um Missverständnissen vorzubeugen.Die Bürgerinitiative “Biosphäre unter Strom – keine Freileitung durchs Reservat” (und Wohngebiete)
ist parteipolitisch unabhängig, arbeitet aber mit Mitgliedern und Mandatsträgern aller demokratischen Parteien zusammen.
Ich begrüße die Erklärung von Carsten Zinn, dem neugewählten Ortsvorsteher des Brandenburgischen Viertels und hoffe, dass weitere neugewählte Ortsvorsteher dem Aufruf der
Ortsbürgermeister der vergangenen Legislaturperiode anschließen.
Ich schlage vor, dass sich auch möglichst viele weitere Mandatsträger dem Aufruf anschließen.
Heute wird die Forderung der BI, die “Uckermartkleitung” erdzuverkabeln von umweltbewußten Vertretern aller demokratischen Parteien unterstützt. Diese Unterstützung ist auch notwendig, denn wir brauchen im Bundestag bei der Verabschiedung des Erlag (Energieleitungsausbaubeschleunigungsgesetz) eine Mehrheit, die dort die Erdverkabelung der “Uckermarkleitung” festschreibt.
Wir brauchen im Landtag eine Mehrheit für ein Erdkabelgesetz des Landes Brandenburg, auf dessen Einbringung (z.B. durch Die Linke) wir seit einiger Zeit warten. Auch die Mindestabstände ´von Hochspannungsleitungen zu Wohngebieten müssen von derzeit 50 m (!) auf 400 m heraufgesetzt werden, wie es das niedersächsische Erdkabelgesetz festschreibt.
Wir brauchen die Unterstützung aller umweltpolitisch engagierten Mandatsträger auf kommunaler Ebene, um politischen Druck aufzubauen und im bevorstehenden Planfeststellungsverfahren, die Rechte der Bürger zu wahren.
Wir brauchen keinen parteipolitischen oder gar persönlichen Hickhack.
Also auf dem Teppich bleiben – nicht über unsere Köpfe
Hartmut Lindner
In der Nachrichtensendung von http://www.eberswalde.tv vom 22.12.08 kam eine Kurzmeldung über die “Erklärung zur Erdverkabelung” von 22 Initiativen der von Vattenfall geplanten 380 KV-Uckermarkfreileitung.
Inzwischen haben sich auch die Stadtverordneten von Eberswalde auf ihrer Sitzung vom 18.12.08 eindeutig (mit einer Enthaltung) für eine Erdverkabelung der Uckermarkleitung ausgesprochen.
Ich bin guter Hoffnung, dass nach der Kommunalwahl mit neuen Gesichtern auch neuer, bürgernaher Wind in dieses Parlament eingezogen ist.
Auch bin ich mal gespannt, ob diese gute Arbeitsatmosphäre zwischen den Abgeordneten so anhalten wird.