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Schwester Agnes lebt

Vor 33 Jahren knatterte Agnes Kraus auf ihrer weißen Schwalbe über die Bildschirme der Deutschen Demokratischen Republik. Als gleichnamige Gemeindeschwester gab sie damit einer heute wieder vielbeachteten Berufsgruppe ihr Gesicht.

Es ist wohl kein Zufall, dass der Name der Symphatieträgerin für ein im Jahre 2005 gestartetes Modellprojekt „verwurstet“ wurde. „Arztentlastende, Gemeindenahe, E-Healthgestützte, Systemische Intervention“ wurde in Reaktion auf den stetig steigenden Ärztemangel, grade in den ländlichen Räumen der neuen Bundesländer, ins Leben gerufen. Durch aufsuchende Arbeit soll zudem die Inanspruchnahme medizinischer Hilfen für alte und behinderte Menschen erleichtert werden.

Nach 3-jähriger Anlaufzeit soll „AGNES“, von der Uni-Greifswald entwickelt, ab 2009 auch in der „Restrepublik“ zum Einsatz kommen.

Sicher ist die Ergänzung ärztlicher Hilfen eine sehr sinnvolle Sache, entbindet aber nicht von der Pflicht dem wachsenden Fach- bzw. Hausärztemangel entgegenzuwirken. Und da in diesem Land gern und oft am falschen Ende gespart wird sehe ich hier durchaus auch Gefahren der an sich guten Idee.

Im Land Brandenburg fehlen derzeit ca. 200 Hausärzte. Angesichts der Altersstruktur (1/3 der Mediziner sind über 60 Jahre alt) ist eine Verschärfung der Situation eher wahrscheinlich.

Konkrete Zahlen zum Barnim sind mir derzeit nicht bekannt. Ich vermute aber, dass es abseits der Städte nicht viel besser aussieht. Vielleicht wissen ja unsere Leser mehr.

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Veröffentlicht von

Stefan ist von Beruf Sozialarbeiter und arbeitet mit chronisch kranken Menschen. Der 2-fache Familienvater ist Autor verschiedener Websites und gelegentlich auch noch als Sänger aktiv. Als leidenschaftlicher Naturschützer wurde er unlängst in die Panketaler Gemeindevertretung gewählt. Weitere politische Schwerpunkte sind die Ortsentwicklung, sowie soziale Themen.

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