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Keine neue Erschließungsstraße zum Wasserturm Finow!

Die Stadtverwaltung Eberswalde scheint ein brennendes Interesse daran zu haben, noch in diesem Jahr mit dem Bau einer neuen Erschließungsstraße zum Wasserturm Finow zu beginnen. Längst schon in Sack und Tüten sind die Vorplanungen dazu.

Doch es stellt sich die Kernfrage: Warum eine Neutrassierung und nicht der kostengünstigere Ausbau der zum Wasserturm hinführenden, bereits vorhandenen Straße?

Bei vielen Anwohnern der Altenhofer Straße in Eberswalder Stadtteil Finow stoßen die städtischen Planungen deshalb aus unterschiedlichen Gründen zurecht auf Unverständnis und Ablehnung.

Anwohner Otto Baaz hat sich in einem Artikel, der auch in der Oktober-Ausgabe der Barnimer Bürgerpost erscheinen wird, dem Fall angenommen. Er plädiert für eine alternative Bauvariante. Ihm geht es darum: Eine ordentlich ausgebaute Straße zum Wasserturm muss sein, doch kein Straßenneubau. Dieses Unterfangen kann ich nur unterstützen.
Baaz schreibt:

„Als Bürger und Einwohner der Messingwerksiedlung drängen sich mir viele Fragen zu der Vorgehensweise der Stadtverwaltung zum Bau der Straße zum Wasserturm auf.
Bei der Diskussion zum Verkehrsentwicklungsplan im Bauausschuss hat Herr Dr. Hunger ganz klar zum Ausdruck gebracht, neue Straßen werden nur gebaut, wenn es die Belegungszahlen zum Verkehrsaufkommen hergeben. Ein Neubau der Straße über das Sportplatzgelände ist durch die zu erwartende geringe Verkehrsbelastung nicht gerechtfertigt.

Warum eine neue Trasse für die Zufahrtstraße, wo doch schon eine geeignete vorhanden ist?

Warum wurde das einstimmige Votum der Bauausschussmitglieder, die Vorplanung der Wasserturmstraße zu vertagen, durch die Stadtverwaltung und den Bürgermeister Boginski einfach ignoriert und dem Hauptausschuss zwei Tage später als Tischvorlage vorgelegt?

Warum wurde den Stadtverordneten am 11.09.08 nur eine Variante der Vorplanung der Straße zur Abstimmung vorgelegt, obwohl es eine Erschließungskonzeption Messingwerk vom August 2008 mit drei Straßenvarianten gibt?

Warum jetzt diese Eile, 18 Jahre nach der Wiedervereinigung und ein Jahr nach der Suche für nun diese unmögliche Variante der Straßenführung? Die Begründung der Eilvorlage auf der Stadtverordnetenversammlung für die Eilbedürftigkeit der Vorplanung dieser Vorlage mit der Behauptung, es sei kein Geld mehr vorhanden, um die Löcher auf der alten Straße zuzumachen und dass das Geld im Haushaltsplan für 2008 für den Neubau eingestellt ist, ist mehr als fragwürdig.

Warum sollen für den Straßenneubau große alte Bäume und Grünflächen auf dem Sportplatzgelände vernichtet und eine Fläche von ca. 600 qm zusätzlich versiegelt und die Sportanlage in der gesamten Ansicht zerstört wird? Eberswalde wird durch die Zerstörung einer Grünanlage und unnötige Baumfällungen seinem Ruf als grüne Stadt nicht mehr gerecht.

Warum eine solch überdimensionierte 5,50 m breite neue Straße über das Sportplatzgelände und eine neue Straßenbeleuchtung für 22.500 Euro, zumal auf der alten Straße eine funktionierende Beleuchtung vorhanden ist?

Warum wird die alte vorhandene Straße nicht so ausgebaut wie im Bürgerhaushalt vorgeschlagen wurde?

Warum wurde mit den Anliegern noch kein Gespräch über den Bau der Straße und über die Trassenführung geführt, bevor Geld für die Vorplanung ausgegeben wird? Die Gespräche, die mit den Herren Kuchenbecker vom Wasserturmverein und Scharf vom Vorstand des Fußballvereines Stahl-Finow geführt wurden, sind irrelevant, da sie keine Baukosten im Sinne der Straßenausbaubeitragssatzung zu zahlen haben.

Warum wird die teuerste Variante des Ausbaues der Straße mit Parkplätzen, neuer Straßenbeleuchtung, teuren Entwässerungsanlagen, einem 3,00 m breiten Radfahrweg und einer überdimensionierten asphaltierten Fahrbahn mit einem riesigen Wendehammer als Anliegerstraße ausgewiesen?

Die Anlieger werden bei einer geplanten Bausumme von 232.000 Euro mit 150.000 Euro zur Kasse gebeten, das ist so durch die Anlieger nicht hinnehmbar. Die Straße soll den Wasserturm für den Tourismus erschließen, sowohl die Sportplätze, den Hirschplatz und die Kleingartenanlagen. Deshalb kann man hier nicht mehr von einer reinen Anliegerstraße sprechen“.

Otto Baaz , 01.10.08

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Veröffentlicht von

Dr. Andreas Steiner, Diplom-Geograph und Waldökologe, lebt seit 1999 im Barnim. Als Fachgutachter ist er bei einem Projektträger des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie in Berlin beschäftigt, der innovative Forschungs- und Entwicklungsprojekte von klein- und mittelständischen Unternehmen im Bereich Technologie betreut. Seit mehr als 10 Jahren engagiert sich der Querdenker und -tuer ehrenamtlich in der Umwelt- und Sozialpolitik. Im Rahmen der Brandenburger Kommunalwahlen 2008 wurde er als Parteiloser für Bündnis 90/Die Grünen in die Eberswalder Stadtverordnetenversammlung gewählt. Ende 2011 musste er aufgrund eines Wohnsitzwechsels dieses Mandat niederlegen. Derzeit gehört er der Gemeindevertretung Schorfheide an und ist Vorsitzender der Fraktion Freie Wähler/Bürgergemeinschaft Kommunalabgaben (BKB). Steiner hat Mitgliedschaften der GRÜNEn LIGA Brandenburg und der NaturFreunde Oberbarnim-Oderland. Seine Hobbys sind Wandern, Radfahren, Schwimmen, Saunieren, Kochen – und natürlich der ehrenamtliche Journalismus, insbesondere wenn es um die Behandlung kritischer und brisanter Themen geht. Folgenden Leitspruch eines großen deutschen Gewerkschafters hat er sich zum Lebensmotto gemacht: „Nicht Ruhe, nicht Unterwürfigkeit gegenüber der Obrigkeit ist die erste Bürgerpflicht, sondern Kritik und ständige demokratische Wachsamkeit“ (Otto Brenner, 1968).

28 Kommentare » Schreiben Sie einen Kommentar

  1. also diese variante ergibt ja nun überhaupt keinen sinn. gibt es irgendwo einen plan oder eine skizze im netz, damit man sich dieses vorhaben mal ansehen kann?

  2. @frank
    Ich wüsste von keinem Plan oder einer Sizze im Netz.
    Dazu werde ich mich mal an die Stadtverwaltung wenden und diese Ihnen dann per E-Mail zuschicken.

  3. Der Slogan „Keine …Straße zum/durch …“ wird langsam Programm. Es kann doch niemand ernsthaft wollen, das die kleine Gasse zwischen den Hecken zur Straße ausgebaut wird. Wenn wir mit den Fahrzeugen der FF Finow zu Absicherungen auf dem Gelände fahren, musst man verdammt aufpassen, dass da keiner auf Grunde der Enge „unter die Räder kommt“. Im Übrigen läuft doch, soweit ich weiß, der Lieferverkehr der dort ansässigen Firma über die betreffende Straße und da gab es doch wohl auch Probleme??

    Meiner Meinung nach erfolgte die Vertagung im letzten Bauausschuss doch nur deswegen, weil niemand „den Arsch in der Hose hatte“, vor der Wahl Farbe zu bekennen!

    Und das die Meinung von Stahl Finow keine Relevanz hätte (lt. Otto Baaz), weil Stahl Finow keine Erschließung bezahlen müssen, kann doch nur ein schlechter Scherz sein. Stahl ist, so denke ich, einer der wichtigste Sportvereine im Ortsteil und von daher schon „etwas“ relevant. Aber Relevanz ist wohl auch immer interessenabhängig. Am Westendstadion führt eine Bundesstraße direkt (5-10m) direkt am Platz vorbei und Finow soll eine Anliegerstraße nicht möglich sein??

    Wenn wir hier PRO und CONTRA nochmal diskutieren, wird dort auch die nächsten 18 Jahre keine Straße entstehen.

  4. Es wird höchste Zeit das diese Erschließungsstraße nun endlich gebaut wird.
    Wenn Herr Otto Baatz ehrlich ist müsste er eingestehen das die jetzt geplante Straßenführung die beste Variante istund von allen Anliegern und dem Sportverein beführwortet wird.Alle Anlieger außer Herrn Baatz sind für die Neue sinnvollere Variante der Straßenführung.
    Und Herr Dr. Steiner sie sowie Herr Baatz kennen die Planungszeichnungen nur zu gut und wissen eigentlich das dieses die für alle sinnvollste Variante ist (Unterlagen waren zur Stadtverordnetenversammlung öffentlich).Die jetzige schmale Zufahrt wird dann nur noch Rad- und Fußweg und die neue Zufahrt geht nur über Städtisches Gelände und brührt nur unwesndlich ein Grundstück und dieses auch nur hinterseitig und noch hinter der Garge.
    Aber da fragen sich die anderen Bürger der Stadt wem dieses gehört antürlich wie nicht anders zu erwarten ist Herrn Otto Baatz, gehen hier wieder mal persönliche Interessen vor Gemeinwohl.
    Es erfolgt bei der neuen Straßenführung keine direkte Belastung einzelner Grundstücke wie es der derzeitige Zustand ist.Und zu fällende Bäume werden laut Baumsatzung endsprechend neuangepflanzt im sid es wie ich mich erinnern kann nur 2 ältere Bäume.

  5. Noch ein Nachsatz.
    Herr Triller von „Demokratie für Eberswalde“
    gewählt ins Stadtparlament und Kandidat für den Ortsvorsteher in Finow.
    Verküdet in einem Fugblatt das er der Initiator der Neuen Zufahrt zum Wasserturm ist.Welch ein Hohn denn Herr Otto Baatz, der auch zu seiner Wählervereinigung gehört ist der größte Kritiker dieser Straße.
    Wo bleibt da die Ehrlichkeit gegenüber dem Bürger geschweige von einer neuen Demkokratie für Eberswalde.Tut mir leid das verstehe wer wolle.
    Hoffentlich berücksichtigen das unsere Wähler bei der Wahl am 12.10.08.
    Wirklich agagiert sich für den Wasserturm und sein Umfeld der Verein und
    Herr Arno Kuchenbecker als Vorsitzeder dieses Vereines.Heer Otto Baatz hat sich durch sein Verhalten aus diesem verabschiedet.

  6. Ich habe nun die Skizze der städtischen Vorplanung für die neue Erschließungsstraße zum Wasserturm Finow in den Artikel eingefügt. Leider ist die Originalzeichnung schon von unzureichender Qualität, die mit dem Einfügen in den Artikel durch Reduzierung der Bildgröße sicher nicht besser geworden ist.
    Wer also eine bessere Auflösung des Bildes haben möchte, der wende sich bitte an mich unter drandreassteiner@googlemail.com. Ich schicke diese dann per E-Mail zu.

    @Michael Peukert
    @Eckhard Schubert
    Ich habe Eure Kommentare Herrn Baaz (mit z, nicht mit tz) zugestellt und er wird mir die Antworten darauf geben, die ich dann hier im Barnimblog reinstellen werde.

  7. Wenn ich die Karte richtig lese, dann ist die neue Straße doch nur auf dem Abschnitt bis zur „alten“ Zufahrt breiter, die weitere Zufahrt zum Wohngebiet dann aber auf der Breite des bisherigen Weges. Dies erscheint nur breiter, da vor dem Vereinsheim Parkplätze an der Straße vorgesehen sind. Unter der Maßgabe, dass die LKW´s die Metallbaufirma erreichen müssen und auch die Rettungskräfte (Feuerwehr) eine angemessene Zufahrt brauchen (bisheriger Zustand aus eigener Erfahrung = Katastrophe), halte ich die erweiterte/breitere Straße bis zum Wasserturm für absolut angemessen.

  8. @Michael Peukert
    Ich wollte eigentlich der Antwort von Herrn Baaz nicht vorgreifen, dennoch tue ich es jetzt aus Verständnisgründen zur Sachlage.
    Wahrscheinlich hast Du nicht die Info, dass die Metallbaufirma Stahl Finow wohl vorhat, schon sehr bald diesen Gewerbestandort aufzugeben. Im November bereits sollen Entscheidungen darüber fallen. Nach meinen Infos sind die Gewerbetreibenden deshalb überhaupt nicht an einer neuen Erschließungsstraße interessiert. Dies würde bedeuten, dass als Alternative eine ganz neue Trassenführung möglich wäre, die in etwa über das Gelände des Stahlbaus führen könnte.

    Straßenneubau muss wohl bedacht werden und kein Schnellschuss sein. Dahinter setze ich drei Ausrufezeichen.

    Vor diesem Hintergrund sehr interessant ist ein Artikel von Gerd Markmann in der neuen Barnimer Bürgerpost (BBP 10/08), in dem er auch diese Angelegenheit anspricht. Der Beitrag findet sich auf S. 7 und trägt den Titel „Bürgermeister in den Fußstapfen seines Vorgängers?“

    Daraus ein Auszug:
    Da wird die neue »Walzwerkstraße« gefeiert, obwohl die Stadtverordneten erst eine Woche später über den Straßennamen entschieden. Da wird die Straßenvorplanung der Straße Am Wasserturm als Eilvorlage in die StVV eingebracht, obwohl der zuständige Fachausschuß ein paar Tage zuvor diese Vorlage ausdrücklich zurückgewiesen hatte […]
    […] Der neue Bürgermeister Friedhelm Boginski hatte einen neuen Politikstil versprochen. Und in den ersten anderthalb Jahre seiner Amtszeit vieles davon eingelöst. Wieso nun der Rückfall in altes Gehabe? Es bleibt zu hoffen, daß sich dies die künftigen Stadtverordneten nicht gefallen lassen.

  9. Antwort von Otto Baaz zu @Eckhard Schubert
    „Eckhard Schubert als alter und künftiger Stadtverordneter (und künftiger Kreistagsabgeordneter) sowie seine SPD-Fraktion hätten sich besser informieren und die Frage nach alternativen Baulösungen stellen müssen. Das hat in Schuberts Verantwortungsbereich gelegen, aber hier hat er seine Hausaufgaben nicht gemacht. Die Anlieger, die dann an den Straßenneubaukosten beteiligt werden, können sich bei ihm bedanken. Zudem wird dieses Vorhaben den Eberswalder Stadthaushalt unnötig belasten. Herr Schubert als gewählter Volksvertreter sollte die Interessen des Gemeinwohls aller Eberwalderinnen und Eberswalder vertreten und nicht vorrangig als Lobbyist des Wasserturmvereines agieren.“

    Mein Nachtrag zu @Michael Peukert
    Es wurde bisher kein Pro und Contra ernsthaft und hinreichend diskutiert, und da liegt doch der Hase im Pfeffer. Ich bin nicht dafür, alles zu zerreden, so dass man nie zu einem Ergebnis gelangt. Aber dieses gutsherrenartige Verhalten und Durchpeitschen seitens einiger Teile der Verwaltung ist nicht mehr hinnehmbar. Hier muss sich sehr was ändern. Ich verwahre mich dagegen, Parlamente zu Abnickgremien degradieren zu lassen.
    Es wird langsam Zeit, Bauamtsleiter Dr. Prüger die Grenzen aufzuzeigen. Hier erwarte ich wache Abgeordnete und fachlich versierte Sachkundige Einwohner in den Ausschüssen. Es kann nicht sein, dass der Fachausschuss und die StVV von ihm ständig vor vollendete Tatsachen gestellt werden. Da sind schon mehrere unerfreuliche Planungen gelaufen, zuletzt die Sache am Kupferhammerweg, wo für den Straßenausbau demnächst mehrere alte Linden weichen müssen. Von der Erich-Mühsam-Straße möchte ich gar nicht sprechen.
    Die alte Trasse ist nicht zu eng. Da passt ein Feuerwehrwagen dicke dazwischen. Was meinst Du, wie viele wirklich enge Gassen mit kulturhistorisch wertvollen Bauten es in Deutschland gibt, die nicht verbreitert werden können? Auch hier müssen die Feuerwehren Absicherungen vornehmen können und es klappt sehr wohl.
    Außerdem gäbe es ja die Option einer neuen Trassenführung.

  10. @Dr. Steiner: Soweit ich weiß, gibt es den Wunsch seitens, die Stahlbaufirma umzusiedeln. Aber entscheiden kann das nur die Firma selbst. Leider sagen Sie nicht, woher Sie die Info haben, dass im November eine Entscheidung fallen soll. Auf Grund von Gerüchten eine Entscheidung zu fällen oder bis irgendwann zu warten erscheint mir nicht sinnvoll. Und wenn die Entscheidung der Standortaufgabe doch im November fällt, ist es sicher nicht zu spät, die Trassenführung nochmal zu ändern (es ist ja schon Oktober) und die StVV hat ja ohnehin erst eine Vorplanung beschlossen und keinen Baubeschluss.

    @Otto Baaz: Ich denke mal, was die Durchfahrtsbreite für Feuerwehrfahrzeuge betrifft sollten Sie mir vielleicht vertrauen, denn ich bin selbst Mitglied der Feuerwehr Finow bin und dann dort auch noch Maschinist(Fahrer). Optimal ist das absolut nicht und eine Gefährdung nicht auszuschließen. Aber wenn Sie das besser wissen, dann gut!

    Enge Gassen in kulturhistorischen Städten zu beräumen wird wohl keiner wollen, aber hier in Finow gibt es nun mal die Möglichkeit einer Lösung, die auch umgesetzt werden sollte. Und wenn das mit der November-Entscheidung lt. Dr. Steiner klappt, ist es für diese Lösung der Trassenführung auch noch nicht zu spät. Aber bitte schön nicht durch diese Gasse!!!

    Warum unterstellen Sie der Stadtverwaltung eigentlich permanent einen bösen Willen bei Ihren Entscheidungen? Baumaßnahmen müssen nunmal immer vielen Interessen gerecht werden, ist sicher nicht einfach. Aber sie tun ja so, als ob hier irgendwer jemandem den Krieg erklärt hat. Und die überwiegend positive Entwicklung, die Eberswalde in letzter Zeit genommen hat, können auch Sie nicht weg diskutieren. Aber manch einem kann man es eben nie recht machen!

  11. @Dr. Steiner: …, gibt es den Wunsch seitens der Stadt… (meinte ich)

  12. @Michael Peukert
    Ich würde es sehr begrüßen, wenn man sich mal gemeinsam hinsetzt und nach der besten Lösung suchen würde. Von Ad-hoc-Entscheidungen in Hinterzimmern, die weitreichende, auch finanzielle Konsequenzen für die Stadt Eberswalde und für ihre Bürgerinnen und Bürger haben würden, halte ich überhaupt nichts.

    Aber ich befürchte, man hat den Bauplan mit der Vorplanung schon so festgezurrt, dass keine Alternative mehr Einzug halten kann. Ich habe da weniger Hoffnung als Du, aber egal.
    Nichtsdestotrotz werden wir in der Angelegenheit weiterkämpfen.

  13. Wen interessiert eigentlich dieses kleine Stück Straße? Über was hier immer ausführlich diskutiert wird. Mein Gott, da fällt ein Baum, der zuvor wild gewachsen ist. Da pflanzt man eben einen neuen. Gibt es nicht wichtigere Themen?

  14. @Holzfäller
    Sie haben uns nicht richtig verstanden.
    Uns geht es in erster Linie nicht um Bäume, sondern um die ökonomische Sinnhaftigkeit dieser Trassenführung, die unnötige Flächenversiegelung und die damit verbundene Zerstörung des Siedlungsbildes im Allgemeinen wie im Besonderen.

    Und ganz nebenbei sind diese dort betroffenen Platanen und Fichten nicht wild gewachsen.
    Klar, wichtigere Themen gibt es immer und unabhängig davon, wie z.B. die Sondermüllverbrennungsanlage, die 380 KV-Leitung und der Alleenschutz.

  15. @Dr. Steiner: Warum so pessimistisch, ein Beschluss in der StVV sofern sich eine neue Situation ergibt (Metallbaufirma). Da kann die Planung der Stadt so festgezurrt sein wie sie will. Insofern Sie es schaffen, als Abgeordneter eine Mehrheit hinter sich zu vereinen. Von daher ist mir die Endgültigkeit noch nicht klar.

    Ökonomische Sinnhaftigkeit ist schön und gut. Nur woran wird die fest gemacht? Das Siedlungsbild wird durch die Straße nicht zerstört, ist doch ziemlich überzogen! Der Ackerweg jetzt, der ist doch verheerrend und, ich wiederhole es nochmal gern, untauglich als Straße ausgebaut zu werden.

    Und insofern muss ich dem Holzfäller zustimmen, dass es echt wichtigereThemen gibt. Kämpfen wollen ist ja sehr löblich, dann aber an den entscheidenden und wichtigen Fronten! Und der Stelle „Wasserturmstraße“ muss endlich gehandelt werden!

  16. @Michael Peukert
    Das ist doch wohl nicht schwer, Kriterien zu finden, um die ökonomische Sinnhaftigkeit festzumachen. Andererseits kann man natürlich auch den zweifelhaften Ergeiz haben, die besten Plazierungen im Schwarzbuch des Bundes der Steuerzahler zu erreichen.

    Gern würde ich Dir mal die Grünanlage zwischen Sportplatz und Altenhofer Straße zeigen, die dann durch die neue Trasse aufgerissen und versiegelt wird. Sowas hat nichts mehr mit einer sinnvollen Straßenplanung zu tun. Das erinnert mich eher an Bausünden des Westens zu besten Nachkriegszeiten.

  17. @Dr. Steiner: Noch hast Du aber keine Kriterien genannt. Als gebürtiger und langjähriger Finower ist mir der Platz und die Anlage bestens bekannt. Insofern erübrigt sich eine Führung. Mit dem „Vorwurf“, dass eine Grünanlage aufgerissen wird, hätte man seinerzeit aber auch die Anlage des Sportplatzes verhindern können oder des Hauses in dem man wohnt (schließlich gibt es Leerstand in anderen Häusern) und und. Ist in meinen Augen einfach zu dünn die Argumentation. Es bleibt doch die Tatsache, dass der jetzige Zustand nicht abzeptabel ist und eine Ausbau der Gasse einfach ´n Witz. Die Situation für Rettungskräfte hatte ich beschrieben und falls die Firma nicht geht, brucht man eine breitere Zufahrt. Und die Straße als Bausünde zu deklarieren, ist bißer´l übers Ziel hinaus. Lass uns doch erstmal November abwarten. Verlässt die Firma das Gelände, Antrag auf Umplanung in die StVV einbringen und dann die Diskussion fortsetzen!

  18. @Michael Peukert
    Kriterien wären z.B., was ein Neubau gegenüber dem Ausbau der alten Straße kostet, abgewägt gemeinsam mit anderen Größen, wie der allgemeinen Nutzung und Verkehrsbelegung. Dann die Infrastruktur, die mit einem Neubau verbunden ist, wie z.B. Beleuchtung.
    Dann, welchen Schaden eine Versiegelung samt Vegetationsvernichtung etc. verursacht und welche Ausgleichsmaßnahmen man dafür wieder in die Wege leiten muss. Hängt ja auch am Geld.
    Ach, ich bin kein Straßenbauer, aber da sind so viele Größen zu berücksichtigen.

    Ich denke auch, wir sollten die neuen Entwicklungen im November abwarten.
    Aber ich werde mich trotzdem nicht mit Deinem Gedanken anfreunden können, dass die ausgebaute derzeitige Wasserturmstraße für die übliche Nutzung zu schmal ist. :-)

  19. ich nehm dich mal bei gelegenheit mit unserem löschfahrzeug mit und wir fahren die strecke ab. die perspektive „von oben“ ist ´ne andere, als ob den weg abspaziert. :o)

  20. … hinzu kommt, dass ich einen LKW-Führerschein habe und weiß, dass es beim Durchfahren oder Rangieren häufig eng werden kann.
    Deswegen können wir aber nicht alle Fahrbahnen auf Autobahn-Niveau verbreitern. ;-)

  21. …Keine Schnellstraße durch´s Stahl-Tal…!!! Das Du auch gleich immer so übertreiben musst. Oma Erna denkt nachher wirklich noch, sie wohnt demnächst am Autobahndreieck „Am Wasserturm“. :o) Achtung Umkehrung!! Man muss aber auch nicht alle Straßen so schmal lassen. und nu? :o)

  22. Herr Schubert, Arnold Kuchenbecker packt das doch gar nicht mit dem Ortsvorsteher. Wie will der denn größere Versammlungen strukturiert leiten, wenn er noch nicht einmal eine kurze Ansprache halten kann, ohne vor sich hinzustammeln?

    Außerdem wird er nicht den Arsch in der Hose haben, für Finow etwas bei der Stadt einzufordern, zwangsläufig resultierend aus seinem Abhängigkeitsverhältnis, das er als Vorsitzender des Wasserturmvereines hat. Hier wird er sich nicht aus dem Fenster lehnen, weil er für sein Lebenshobby, dem Wasserturm, finanzielle Mittel braucht.

    Man mag Triller mögen oder nicht. Eines ist jedoch klar: Der Mann ist gut mit der Kommunalverfassung vertraut und lässt sich nicht einwickeln oder gar die Butter vom Brot nehmen.

  23. @Steiner/Peukert

    Ach hört doch auf. Gibt es eigentlich die Möglichkeit, die Straße nach Finowfurt bis zur B167 zu verlängern? Die B167 Finow-Finowfurt ist mir momentan zu oft von Tempo 40-Fahrern genutzt.
    Das hätte doch viele Vorteile für die B167 in Finow:
    – weniger Erschütterungen auf der Eberswalder Straße
    – weniger Verkehrslärm
    – weniger Feinstaubbelastung
    – weniger CO2, weil besserer Verkehrsfluss
    – weniger Gefahren für Straßenquerer
    – weniger Zeitaufwand zum Einkaufen ins Finowfurter Einkaufsparadies
    – weniger überfahrene Frösche im Waldstück
    – weniger genervte Verkehrsteilnehmer.

    Sie sehen, sowohl ökonomisch als auch ökologisch drängt sich eine Verlängerung geradezu auf.

    :)

  24. Wie dem heutigen MOZ-Artikel „Wieder Ärger um Pläne für Straßenbau“ zu entnehmen ist, findet heute abend um 19 Uhr diesbezüglich eine Einwohnerversammlung in der Gaststätte „Am Wasserturm“ statt.

  25. Jetzt wird diese schlecht geplante Erschließungsstraße zum Finower Wasserturm doch gebaut, ganz so wie die Stadtverwaltung sie vorsieht.
    Und das Fatale daran ist: Da es sich um eine Bausumme unter 500.000 EUR handelt, hat es kein Votum der Stadtverordnetenversammlung gebraucht, sondern lediglich die des Hauptausschusses. Und dort ist die Sache dann butterweich durchgegangen.
    Tja, ich finde dies weniger prickelnd, aber anscheindend wollte man auf Nummer sicher gehen und sich dem Risiko nicht aussetzen, alle Stadtverordneten darüber entscheiden zu lassen.

    Das Kuriose ist, dass nun einige Leute aus dem politischen Raum an mich herangetreten sind, die mir hinter vorgehaltender Hand einräumten, dass sie diesen Trassenverlauf ebenfalls für keine gute Lösung halten. Nur leider möchten jene ihre Meinung nicht öffentlich machen.

  26. … wollt Ihr mal den Blick von außen haben ;-)

    Es gibt am Wasserturm genau zwei Probleme:

    1. Für den Wasserturm wurden 851.000 Euro offensichtlich verschwendet, da dieser jetzt grundlos fast das ganze Jahr geschlossen – mit Ausnahme der Wochenenden im Sommerhalbjahr – und auch dann zum Beispiel zum Sonnenuntergang ab 17 Uhr natürlich zu ist.

    Nach der merkwürdigen Begründung des Betreibers, es gäbe keinen Fluchtweg und kein Personal zum Aufpassen, müssten so ziemlich alle Türme immer geschlossen bleiben – alle Kirchtürme wie zum Beispiel in Prenzlau sowieso, aber auch der Müggelturm und alle neu gebauten Türme in Brandenburg wie zum Beispiel in Blumenthal (Prignitz).

    Bleibt noch zu erwähnen, dass an den schönen Sommerwochenenden natürlich die Touristinformation in Eberswalde, die ja für den irgendwie unbekannten Wasserturm Werbung machen könnte, im Wesentlichen geschlossen hat – also statt wie unter der Woche ganztägig nur jeweils drei Stunden vormittags oder vier Stunden nachmittags da ist.

    2. Während die Mehrheit der Eberswalder scheinbar immer noch um jede noch so unwichtige Straße und deren Ausbau kämpft – und sich dann folgerichtig am Mc Do Parkplatz in Finowfurt am Wochenende zum „Kaffee“ trifft – fallen touristische Highlights wie der Treidelweg am Finowkanal im Zeitraffer zusammen. Da hier wie bei den meisten anderen Radwegen in Brandenburg offenbar am Unterbau, an Wurzelkappung/-tunnel, sogar an der Dicke der Asphaltdeckschicht und natürlich an der Reinigung und Unterhaltung gespart wurde, ist die Piste zwischen Stadtschleuse und Finowfurt nach wohl nicht mal fünf Jahren inzwischen auf vielen Abschnitten eine Ruine. Die Wurzelaufbrüche sind so zahlreich geworden, dass erst mal hier eine Sanierung erforderlich wäre, anstatt irgendwo neue Straßen zu bauen.

    Wann und wohin sollen denn die Touristen in den Barnim kommen um ihr Geld bei Euch zu lassen? Schöner ist doch sowieso auf den prima ausgebauten Bundesstraßen und Autobahnen einfach durchzufahren – dann muss man sich am Wasserturm nicht lustige Ausreden anhören, warum alles angeblich nicht geht, weil man ja angeblich keine ABM-Stellen bewilligt bekommen hat.

    Tourismus ist ein Wirtschaftszweig der sich bekanntlich selbst trägt – wenn man Ahnung hat. In der Versunkenen Glocke in Wandlitz war am letzten Wochenende übrigens wie immer in den letzten Wochen Mord- und Totschlag … äh ausgebucht … auch wenn es dort noch immer lustige andere Probleme gibt. Begrüßt wurden wir vom draußen rumwerkelnden Seniorchef natürlich nicht, sondern nur nach ein paar Minuten beim Anschließen der Fahrräder angeraunzt, ob wir denn reserviert hätten – der Laden könnte jetzt eigentlich eine Goldgrube sein …

  27. @benno
    Das sind in der Tat interessante Hinweise, die man sich mal durch den Kopf gehen lassen sollte.
    Besonders über die Öffnungszeiten des Finower Wasserturmes sollte man sich Gedanken machen. Hier sollte man alle rechtlichen Möglichkeiten ausschöpfen. Ich werde das mal mit Arno Kuchenbecker, dem Vorsitzenden des Förderverein Finower Wasserturm und sein Umfeld e. V., gleichzeitig Ortsvorsteher von Finow, besprechen.