web analytics

Jenseits von Ruhlsdorf: Wasserski in Velten und Großbeeren

Karsten beim WasserskiAm Wochenende hatte ich die Möglichkeit, den direkten Vergleich zweier Wasserskianlagen in der Umgebung von Berlin zu testen: Velten im Norden und Großbeeren im Süden.

Für mich ist wichtig, dass Wasserskianlagen mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen sind. Die Anlage in Großbeeren ist wesentlich leichter zu erreichen. Die Regionalbahn hält ungefähr 2 km von der Anlage entfernt in Großbeeren. Die Veltener Anlage liegt zwar direkt an der Autobahn, aber die ca. 6-8 km Anfahrt per Fahrrad von Oranienburg oder Birkenwerder ist doch etwas kompliziert.

Die Preise bei beiden Anlagen sind fast identisch – für einen zweistündigen Aufenthalt kann man mit ca. 30 Euro rechnen, wenn man Miete für den Neoprenanzug und das Wakeboard noch dazu nimmt.

Wie viele andere Wasserskianlagen sind die dazugehörigen Seen in Velten und Großbeeren künstlich angelegt. Der Veltener Bernsteinsee wurde beim Bau der Autobahn angelegt und hat mittlerweile eine üppige Ufervegetation. Der See in Großbeeren ist deutlich jüngeren Datums und wirkt deswegen noch sehr kahl.

Für den Anfänger ist aber letzteres geeigneter, denn nach dem zehnten Rückmarsch nach einem Klatscher ins Nass ist die Uferbüschung nicht mehr allzu verlockend.

Der größte Unterschied zwischen den Anlagen: die Anlage in Velten dreht mit dem Uhrzeigersinn, die Anlage in Großbeeren gegen den Uhrzeigersinn. Beim Wakeboardfahren als auch beim Wasserski macht sich das deutlich bemerkbar, je nachdem, welches Bein das stärkere ist.

Ich bin leider noch nicht dazu gekommen, die Wasserskianlage am Ruhlesee zu testen, aber hoffentlich wird das noch nachgeholt. Hat jemand die Anlage schon mal getestet?

Auf dem Heimweg per Fahrrad habe ich nochmal intensiv über die Umweltbelastung von Wasserskisport nachgedacht.

Es gibt ja zwei Arten von Wasserski: hinter einem Boot hergezogen oder an einer elektrischen Anlage.

Ersteres findet man oft auf größeren Seen, am Meer oder an breiten Flüssen. Der Benzinverbrauch der Boote ist enorm und rechtfertigt sicherlich nicht die halbe Stunde Spass.

Beim Wasserski am Seil bin ich da etwas optimistischer. Ich glaube, der Energieaufwand für das Betreiben der Anlage ist im Vergleich zum Boot-Wasserski nicht sehr hoch. Außerdem werden für Wasserski oft künstliche Seen nutzbar gemacht, d.h. bestehende See-Biotope werden nicht zerstört. Außerdem sind die Anlagen ziemlich leise, im Vergleich zum Motorboot dürfte der Lärm-Einfluß auf die Natur geringer sein.

Klar, es gibt Wassersportarten, die sind noch „sanfter“ zur Natur. Aber ich finde, Wasserski am Seil ist im Vergleich zu anderen „schnellen“ Sportarten immer noch sehr verträglich. Kennt jemand Studien zum Wasserski und zu den Umwelteinflüssen dieses Wassersports?

Jenseits von Ruhlsdorf: Wasserski in Velten und Großbeeren auf Facebook teilen
Jenseits von Ruhlsdorf: Wasserski in Velten und Großbeeren auf Twitter teilen
Jenseits von Ruhlsdorf: Wasserski in Velten und Großbeeren auf Google Plus teilen

Ähnliche Artikel:

Kommentare sind geschlossen.