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Keine bodenschonende Bewirtschaftung im Forstrevier Eichheide

Zerstoerter WaldbodenDer Kommentar von Herrn Ulrich Maier zu meinem jüngsten Artikel „Zerstörung à la Amazonien vor der Haustür – Holzkraftwerk Eberswalde profitiert“ veranlasst mich, im Rahmen dieses Sachverhaltes ein weiteres Beweisfoto in das Barnimblog zu stellen.

Herr Maier behauptet, dass im forstwirtschaftlichen Betrieb grundsätzlich eine „bodenschonende Holzrückung“ erfolgt. Doch offensichtlich scheint er keine Kenntnis von den aktuellen Verhältnissen des im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin gelegenen Forstreviers Eichheide zu haben.
Dies belegt das Foto aus dem besagten Revier, aufgenommen im Rahmen unserer Exkursion am letzten Wochenende.

Hier haben schwere Forstmaschinen 40-50 cm tiefe Fahrspuren hinterlassen und damit den Waldoberboden zerstört. Solch eine unsachgemäße Bewirtschaftung konnten wir an zahlreichen Stellen im Revier Eichheide dokumentieren. Jeder kann sich ein Bild von den Größenverhältnissen machen, wie tief und verdichtet die Fahrspur ist, in der Georg Möller hockt.

Es zeigt, dass hier eben nicht unter günstigen Witterungs- und Bodenverhältnissen gearbeitet wurde und/oder die Reifen- und Fahrzeugtechnik nicht im Sinne einer bodenschonenden Holzrückung den Standortsverhältnissen angepasst wurde.
Zufälligerweise bin ich von Hause aus Bodenkundler und kann dies sehr wohl beurteilen.

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Dr. Andreas Steiner, Diplom-Geograph und Waldökologe, lebt seit 1999 im Barnim. Als Fachgutachter ist er bei einem Projektträger des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie in Berlin beschäftigt, der innovative Forschungs- und Entwicklungsprojekte von klein- und mittelständischen Unternehmen im Bereich Technologie betreut. Seit mehr als 10 Jahren engagiert sich der Querdenker und -tuer ehrenamtlich in der Umwelt- und Sozialpolitik. Im Rahmen der Brandenburger Kommunalwahlen 2008 wurde er als Parteiloser für Bündnis 90/Die Grünen in die Eberswalder Stadtverordnetenversammlung gewählt. Ende 2011 musste er aufgrund eines Wohnsitzwechsels dieses Mandat niederlegen. Derzeit gehört er der Gemeindevertretung Schorfheide an und ist Vorsitzender der Fraktion Freie Wähler/Bürgergemeinschaft Kommunalabgaben (BKB). Steiner hat Mitgliedschaften der GRÜNEn LIGA Brandenburg und der NaturFreunde Oberbarnim-Oderland. Seine Hobbys sind Wandern, Radfahren, Schwimmen, Saunieren, Kochen – und natürlich der ehrenamtliche Journalismus, insbesondere wenn es um die Behandlung kritischer und brisanter Themen geht. Folgenden Leitspruch eines großen deutschen Gewerkschafters hat er sich zum Lebensmotto gemacht: „Nicht Ruhe, nicht Unterwürfigkeit gegenüber der Obrigkeit ist die erste Bürgerpflicht, sondern Kritik und ständige demokratische Wachsamkeit“ (Otto Brenner, 1968).

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