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„Telekomstraße“ Biesenthal – Finow nicht finanzierbar?

„Barnimer Bürgerpost“ August 2008 erschienen
Seit dem Abzug der russischen Truppen aus dem Barnim hat kaum ein Thema so anhaltend die Sommerlöcher an den Stammtischen und in der Lokalpresse gefüllt, wie die sogenannte „Telekomstraße“ zwischen dem Eberswalder Ortsteil Finow und dem Städtchen Biesenthal. Eine von Panzerketten geschundene Betonpiste, die der Sowjetarmee als Transportweg zum Militärflughafen Finow diente, hat manche Wartburg- oder Trabant-Feder auf dem Gewissen. Die Finower nutzen sie seit Jahren als Schleichweg in den Süden des Barnim und nach Berlin. Auch als die Deutsche Telekom, die an der Hoppelpiste ein Betriebsgelände nutzte, die Durchfahrt verbot und die öffentliche Straße kurzerhand scheinprivatisierte, schreckte das die Finower Partisanen nicht – sie schlichen weiter durch das Naturschutzgebiet, um sich den weiten Umweg über die Autobahn oder die Bundesstraße 2 zu ersparen.

Vor kurzem erlebte das Sommerlochthema „Telekomstraße“ ein Comeback, als die Eberswalder Stadtverordnetenversammlung den Verkehrsentwicklungsplan 2008 beschloss. Die „Barnimer Bürgerpost“ schreibt in ihrer gerade erschienenen Augustausgabe:

Nicht finanzierbar
Dank einem Änderungsantrag der SPD-Fraktion in der StVV Eberswalde ist die Forderung nach einem Ausbau der derzeitigen Landesstraße L293, der sogenannten »Telekomstraße«, zwischen Finow und Biesenthal Bestandteil des am 26. Juni beschlossenen Verkehrsentwicklungsplanes der Stadt Eberswalde geworden. Vier Stadtverordnete (Fennert, Oehler, Zimmermann, Markmann) hatten dieses Ansinnen abgelehnt, sieben weitere enthielten sich der Stimme. Bürgermeister Friedhelm Boginski hatte zuvor geäußert, daß der Ausbau dieser Straße seitens der Verwaltung aktuell nicht als prioritär angesehen werde. Boginskis Amtsvorgänger hatte den Ausbau der »Telekomstraße« noch zu seinem Wahlkampfthema gemacht.
Die aktuelle Zurückhaltung der Stadtverwaltung hat indes handfeste Gründe. Auf der Sitzung des Ausschusses für Bau, Planung und Umwelt am 3. Juni hatte die Verwaltung darüber informiert, daß beim Ausbau der L293, die mitten durch das FFH-Gebiet zwischen Schwärzesee und Samithsee führt, mit zusätzlichen Kosten in Höhe von 722.000 Euro für den Amphibien- und Otterschutz zuzüglich weiterer Ausgleichskosten zu rechnen ist. Dabei wurde ausdrücklich betont, daß diese Kosten nicht förderfähig seien, also aus dem Stadthaushalt bezahlt werden müßten.

Diesen Artikel und weitere Beiträge zu den Themen „Telekomstraße“ und „Verkehrsentwicklungsplan der Stadt Eberswalde“ lesen Sie in der „Barnimer Bürgerpost“ August 2008: Leseprobe Barnimer Bürgerpost August 2008

Barnimer BürgerpostDie „Barnimer Bürgerpost“ ist die 16-seitige unabhängige monatliche Leserzeitschrift des Barnim. Den kostenlosen Downloadbereich und die Verkaufstellen finden Sie hier.

Inhaltsverzeichnis der „Barnimer Bürgerpost“ im August 2008:

  • Niemand hat die Absicht, diese Schule abzureißen… – zum Abschied von der Oberschule »Albert Einstein« im Brandenburgischen Viertel/Eberswalde (Hartwin Schulz)
  • Nachruf auf G. Walker (Dr. Manfred Pfaff)
  • Eigenartige Demokratievorstellung (Albrecht Triller, Ortsbürgermeister von Finow)
  • Bundestagsabgeordnete C. Behm (B90/Grüne) per Rad in Eberswalde unterwegs: Freie Oberschule Finow, Familiengarten, Umgehungsstraße (b90/bbp)
  • Biogasanlage in Eberswalde – Neuer Betreiber plant Biogaseinspeisung ins Erdgasnetz (bbp)
  • Stadtwerkeverkauf: Stadtverwaltung hat nichts unternommen – Antwort auf eine Anfrage in der StVV (bbp)
  • Volksrad – Red & Black Edition – neues Angebot der Strike Bike GmbH
  • Trauer und stille Wut – Schul-Abschieds-Feier der »Albert-Einstein-Oberschule am 16. Juli (bbp)
  • Chronologie einer Schulschließung (bbp)
  • Schulschließung: Die Hauptverantwortlichen (bbp)
  • »Vergeßt nicht!« – Grußwort zur Schulabschiedsfeier (Dr. Rainer Thiel)
  • Nächster Schulabriß im Jahr 2011 (bbp)
  • »Schwärzesee«-Grundschule gefährdet? (Gerd Markmann)
  • Geld ist reichlich da – Fördergelder für Schulneubau in Eberswalde (bbp)
  • Länderübergreifend – Ahrensfelder Schüler dürfen in Berlin in die Schule gehen (Lutz Kupitz)
  • Kinder- und Jugendparlament Eberswalde: Erstes Jahr erfolgreich (Martin Hoeck)
  • Ein Brief aus Rostow am Don – zum Flugzeugabsturz über Westberlin im Jahr 1966 (Galina Kapustina, Witwe des abgestürzten Piloten)
  • Hilfe erwünscht – Wer erinnert sich an das Zusammenleben mit den Menschen der sowjetischen Garnision (Waldemar Hickel, Brandenburgische Freundschaftsgesellschaft)
  • Versäumte Würdigung (Dr. G. Spangenberg)
  • DGB-Mindestlohn-Truck in Eberswalde (cz)
  • Information zur Beratung für Kriegsdienstverweigerer
  • Stigmatisieren, Disziplinieren, Unterdrucksetzen – Gute Arbeit und guter Lohn statt Ein-Euro-Jobs und Armutslohn (Marianne Wendt, ver.di-Bezirksvorstand Uckermark-Barnim)
  • Parkplätze im Leibnizviertel – Antwort auf Anfrage im Bauausschuß nach einem halben Jahr (bbp)
  • Kommunalwahlen – Bündnis 90/Grüne: Kandidatenkür (Karl-Dietrich Laffin)
  • Kommunalwahlen – Die Linke will mit Sachverstand in den Kreistag (Lutz Kupitz)
  • Kommunalwahlen – Die Linke: Wahlprogramm für Eberswalde steht (Jörg Schneidereit)
  • Kommunalwahlen – Nominierungen im Juli: Die Linke Eberswalde und Bürgerfraktion Barnim (bbp)
  • Kommunalwahlen – FDP mit jungem Spitzenkandidaten (hoeck)
  • Kommunalwahlen – Neuausrichtung bei der SPD Eberswalde (bbp)
  • Kommunalwahlen – SPD Barnim: Intrigante Hinterzimmerpolitik in Perfektion (Dr. Andreas Steiner)
  • Kommunalwahlen – SPD Eberswalde: Erinnerung an Peter Kikow (Jürgen Kumm)
  • Kommunalwahlen – BVB/50Plus mit 81 Kandidaten (Dr. G. Spangenberg)
  • Kommunalwahlen – Die Linke in Schorfheide (Lutz Kupitz)
  • Kommunalwahlen – SPD zur Kommunalwahl (bbp)
  • Kommunalwahlen – SPD Barnim: Landrat schaltet Kritiker in der Partei aus (Peter Kikow)
  • Kommunalwahlen – Bernauer Linke zur Wahl (bbp)
  • Kommunalwahlen – Bündnis für ein demokratisches Eberswalde: Für unmittelbare Bürgerinteressen (bündnis)
  • Jusos in der SPD: Umdenken in der Atomenergiefrage gefordert (Martin Ehlers, Jusos Barnim, und Tilmann Bock, Jusos Märkisch-Oderland)
  • 380-kV-Freileitung durch das Biosphärereservat – Erdverkabelung prüfen (Lutz Kupitz)
  • »Telekomstraße« – Radstraße statt Autobahn (Albrecht Triller, Ortsbürgermeister von Finow)
  • »Telekomstraße« – Nicht finanzierbar (bbp)
  • »Rock me Amadeu III« (Kai Jahns, Koordinierungsstelle für Toleranz und gegen Fremdenfeindlichkeit Eberswalde)
  • »Mensch oder Kröte?« – Diskussionsreihe »Draufsichten, Ansichten, Einsichten« (Dr. Heinz Schäfer)
  • Mein Jahr Achtundsechzig – Erinnerungen an eine dramatische Zeit (Teil V) – »Prager Frühling«, 40 Jahre später (Rolf Richter)
  • Umbenennung des Kranbaus in Ardelt: Schulprojekt zur Kranbaugeschichte – im September kommen 3 ehemalige KZ-Häftlinge zu Besuch (bbp)
  • Vor 60 Jahren: Gründung des Kranbaus Eberswalde (bbp)
  • War alles nur ein Traum? – Ein Jahr in Schweden: 12. Monat Juli (Marie Lange)
  • Jahr der Mathematik: Numerische Ökologie (Dr. UIrich Pofahl)
  • Der Spätbürger als solcher (Dr. Steffen Peltsch)
  • Chorinfest – Kreiskirchentag im Barnim (Hanns Peter Giering)
  • In der Seifenmanufaktur Cöthen (Karin Littmann)
  • »Kunst aus China« – Ausstellung in der Kleinen Galerie (Pressestelle der Stadt Eberswalde)
  • Holzkunstausstellung in der Maria-Magdalenen-Kirche Eberswalde (Hanns-Peter Giering)
  • Powern für die Schule – Protestsong von toBIAs emmerich


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31 Kommentare » Schreiben Sie einen Kommentar

  1. @Karl-Heinz Wenzlaff

    Jetzt fangen Sie bitte nicht an, arme kleine Frösche dort auszusetzen…

    Muss die Werbung für Ihre kleine Gazette nun wirklich sein?

    Zumal die Bürgerpost auch ziemlich einseitig die Meinung Ihrer Autoren weitergibt. Man hat so den Eindruck, dass die Autoren entweder zu kurz gekommen sind oder einfach nur gegen alles sind.

  2. @Thomas: „Gegen alles sein“ – eine beliebte Redewendung,um Andersdenkende und Kritiker in die Querulantenecke zu stellen. Übrigens: Wo in dieser Demokratie engagieren Sie sich?

  3. Lieber Thomas,
    ich denke nicht, dass die Autoren der Barnimer Bürgerpost oder des Barnimblogs „gegen alles“ sind.
    Wir sind beispielsweise FÜR einen sozial gerechten, bürger- und fremdenfreundlichen, toleranten, kulturell vielseitigen, ökologisch nachhaltigen und zukunftsorientierten aufgeschlossenen modernen Barnim.
    Im Rückschluss sind wir natürlich „gegen alles“ was dem im Wege steht. So auch gegen Dummheit, Arroganz, Behördenwillkür, Filz und Korruption.

    Im Übrigen wird Pluralismus von uns hochgeschätzt. In beiden Medien können Bürger für Bürger schreiben. Auch Sie sind herzlich dazu eingeladen! Oder wollen Sie wirklich außen vor bleiben?

  4. Guten Morgen Thomas,

    Die „Barnimer Bürgerpost“ ist genauso wenig meine Gazette wie die „Märkische Oderzeitung“ oder die „Märkische Allgemeine“. Ich bin dort -wie Sie vermutlich auch- nur einfacher Leser. Nach meiner Zählung habe ich deutlich mehr Artikel und Leserbriefe für die MOZ oder MAZ als für die BBP geschrieben. Deshalb verstehe ich Ihren Satz mit „Ihre kleine Gazette“ nicht.

    Ihre „Frösche“ verstehe ich erst recht nicht. Auf welche Pssage meines Artikel beziehen Sie sich?

    Herzliche Grüße
    Karl-Heinz Wenzlaff

  5. Die Umfrage sollte meiner Meinung nach noch die Möglichkeit
    „Kreisstraße (Tempo- und/oder Tonnage-Limit“) enthalten.

  6. @Michael Peukert: Umfrage ergänzt.
    @Dr. Valentin: Ausweichlandebahn für Flüge aus Gatwick nach Finow?

    P.S. Alle Umfragen, die nicht mehr in der Seitenleiste zu finden sind, stehen weiterhin beim jeweiligen Artikel oder unter Barnimer Meinungen zur Abstimmung.

  7. @Dr. Valentin: Also, dann lasse ich das in der Umfrage doch lieber weg. Wobei … man kann ja nie wissen … in Frankfurt/Main wurde in den 80er Jahren auch eine dritte Landebahn (Startbahn Nord) im rechten Winkel zu den beiden Hauptlandebahnen gebaut. Wenn die Finow Tower GmbH und die WITO etwas mit dem Tempo anziehen, könnten wir das im Barnim auch noch erleben ;-)

  8. @Karl-Heinz: Wie ich Herrn P. aus der Diskussion hier kenne, wird er da mit Freuden zustimmen. Schützt ja auch 200%ig vor Gartenarbeit, so’n gelandeter Flieger im Rosenbeet.

  9. Thomas schrieb:
    „Zumal die Bürgerpost auch ziemlich einseitig die Meinung Ihrer Autoren weitergibt.“

    Ja, lieber Thomas, daß Autoren ihre Meinung äußern, ist genau der Sinn und Zweck der „Barnimer Bürgerpost“.
    Jede Meinung für sich genommen ist selbstverständlich „einseitig“. Vielfalt kann entstehen, wenn verschiedene Autoren ihre jeweils „einseitige“ Meinung äußern.
    Diese Möglichkeit steht auch Ihnen zur Verfügung. Senden Sie Ihren Beitrag bitte an redaktion@barnimer-buergerpost.de. Redaktionsschluß der September-Ausgabe ist am 30.08.2008.

    @Karl-Heinz: Danke für die Werbung.

  10. Danke für die vielen Beiträge zu meinem Kommentar.

    @Dr. Valentin:
    Ihre Einstellung zu Infrastrukturmaßnahmen ist dank dieses Forums ausreichend bekannt. Zu meinem Demokratieverständnis: Ich gehe wählen und schreibe hier und da einen Kommentar.

    @Dr. Steiner:
    „FÜR einen sozial gerechten, bürger- und fremdenfreundlichen, toleranten, kulturell vielseitigen, ökologisch nachhaltigen und zukunftsorientierten aufgeschlossenen modernen Barnim.“
    Für mich als Vollzahler in die öffentlichen und Sozialkassen ist soziale Gerechtigkeit der blanke Hohn. Bei der gegenwärtigen Umverteilung fühle ich mich bei weitem nicht (sozial) gerecht behandelt. Der Rest des Satzes passt vielleicht zu einem türkischen Basar, nur leider lässt das die Einkommen in der Region nicht steigen. Auch an dieser Stelle nochmal: Jobs im Tourismus sind nicht geeignet, die Kaufkraft einer Region zu stärken, die Einkommen gegenüber dem produzieren Gewerbe sind zu niedrig. Insbesondere durch Tagestourismus und Radwanderer bleibt kaum Geld hier. Und Verhältnisse wie am Starnberger See sind bei den Autoren der BBP wahrscheinlich verpönt.

    @Herr Wenzlaff
    Ok. Aber warum müssen dann Sie die Inhalte der BBP hier veröffentlichen. Warum zahlt die BBP nicht einen kleinen Obulus an die Betreiber des Forums und schaltet eine Anzeige?

    @Herr Markmann
    Einseitig ist die Summe der Beiträge in der BBP. Dass keine Vielseitigkeit entsteht, liegt vielleicht auch daran, dass die bisherigen Autoren nicht gerade kompromissbereit sind, was die Meinung der Mehrheit der Bevölkung betrifft.

  11. @thomas: Wenn Sie mit Ihren „Infrastrukturmaßnahmen“ Müllverbrennungsanlagen, brennende Altreifenlager,sonstige Mülldeponien, Atomendlager, Dreck-und Lärmschleudern wie Flughäfen und andere Dreckschleudern meinen , haben Sie durchaus recht. Das lehne ich tatsächlich ab, denn ich wohne hier und es geht mir um Lebensqualität für mich und meine Mitbürger.Ehrlich gesagt, es kotzt mich an, dass an fast jedem Wochenende im Barnim und in der NAchbarschaft irgendeine Mülldeponie abbrennt. Über wirkliche Infrastruklturmassnahmen,wie z.B. Zukunftstechnologien und fast alles, was der hart arbeitende Mittelstand im Barnim macht, kann man mit mir reden.Noch eine kurze Bemerkung zum rest IHres Beitrages:Ich weiss nicht, wie alt Sie sind, aber offensichtlich haben Sie in Ihrem Leben noch nicht viel erlebt und sind der Meinung, dass jeder, der vom Staat abhängig ist, das selbst verschuldet hat. Und deshalb spricht wohl aus Ihrem Beitrag eine derartige Überheblichkeit, dass man Ihnen direkt mal die Abhängigkeit von Hartz IV wünschen möchte.

  12. @Dr. Valentin

    Ihre Argumentation ist herrlich. Ich dachte das Thema ist die Straße Finow-Biesenthal. Wir leben nun mal nicht in einer heilen Welt (also nicht in der Uckermark – die Gegend mit hoher Arbeitslosigkeit) und müssen uns irgendwie arrangieren. Dass Sie als Einzelperson durchaus eine andere Meinung haben können, ist klar, nur sollten Sie nicht versuchen, diese nicht der Mehrheit überzustülpen.
    Ihre Anfeindungen gegen mich verstehe ich nicht. Woher leiten Sie diese Äußerungen ab? Und dass Sie mir eindringlich eine Hartz4-Abhängigkeit wünschen, nehme ich persönlich. Sind Sie wirklich so drauf?

  13. Korrektur:
    Dass Sie als Einzelperson durchaus eine andere Meinung haben können, ist klar, nur sollten Sie nicht versuchen, diese der Mehrheit überzustülpen.

  14. @Thomas: Infrastruktur sind nicht nur Straßen, das sollten Sie wissen. Im übrigen habe ich Ihnen Hartz IV nicht gewünscht, d a s – mit all den Auswirkungen auf die Psyche und das Sozialverhalten des Langzeit-Arbeitslosen- wünsche ich niemanden. Ich kann nur Typen nicht ausstehen, die vom hohen Ross ihres vermeintlich sicheren Arbeitsplatzes auf andere herabsehen und das unter dem Deckmantel der angeblich ungerechten Umverteilung der Steuern in die Sozialsysteme in diesem Land tun.

  15. Lieber Thomas,

    bitte entschuldigen Sie, daß ich Sie nur mit Vornamen anspreche – Ihren Nachnamen habe ich leider irgendwie überlesen.

    Es freut mich sehr, daß Sie sich hier als so guter Kenner der „Barnimer Bürgerpost“ zu erkennen geben. Mit Kritiken (positiven wie negativen) wird die BBP ja ansonsten nicht gerade verwöhnt.

    Inwieweit die Beiträge in der BBP in ihrer Summe einseitig sind, darüber vermag ich nicht mit Ihnen zu streiten. Da bin ich zugegebenermaßen befangen.

    Ihrer Vermutung, „daß die bisherigen Autoren nicht gerade kompromißbereit sind, was die Meinung der Mehrheit der Bevölkung betrifft“, möchte ich dennoch widersprechen. Zumindest in dieser Pauschalität könnte dies von den jährlich über 100 BBP-Autoren als böswillige Unterstellung mißverstanden werden. Aber so meinten Sie das sicher nicht.

    Abgesehen davon ist mir nicht klar, was Sie unter „Kompromißbereitschaft gegenüber der Meinung der Mehrheit der Bevölkerung“ verstehen. Eine eigene von anderen abweichende Meinung zu äußern, heißt doch nicht, daß andere Meinungen nicht als solche akzeptiert werden. Da müßten Sie schon konkreter werden.

    Sie sind im Gegensatz zu mir in der glücklichen Verfassung zu wissen, welche Meinung die Mehrheit der Bevölkerung hat. Ist es vielleicht das, was in Neudeutsch „Mainstream“ heißt?

    Ich halte es für eine große Errungenschaft, daß auch vom Mainstream abweichende Meinungen eine Chance auf öffentliche Äußerung haben. Wenn Sie mit der einen oder anderen in der BBP geäußerten Meinung nicht einverstanden sind, können Sie sich gerne damit auseinandersetzen. Hier nochmal die Redaktions-eMail-Adresse: redaktion@barnimer-buergerpost.de.

  16. @Gerd Markmann

    Lieber Gerd,
    der „Thomas“ wird Dein Angebot sicher nicht wahrnehmen, öffentlich seine Meinung in der Barnimer Bürgerpost zu bekunden. Ich denke da fehlen ihm besonders zwei Eigenschaften: Mut und Zivilcourage.
    Stattdessen präsentiert er sich lieber als Anonymus in diesem Forum, was zwar ohne Frage legitim ist, aber für mein Verständnis nicht von einem gefestigten Charakter zeugt.

  17. @Dr. Valentin
    Ich weiß leider immer noch nicht, wovon Sie Ihre Äußerungen ableiten.
    Was ich kritisiere, ist doch nicht, dass HartzIV-Empfänger zu viel Geld kriegen. Was ich vermisse in den Diskussionen hier im Forum ist doch die Betrachtung, dass HartzIV-Empfänger bei weitem nicht die Mehrheit der Bevölkerung darstellen; dass die Interessen derjenigen, die in die Sozialkassen einzahlen (und das ist trotzdem die Mehrheit), nicht ausreichend berücksichtigt werden; dass der Leistungswille durch die Umverteilung zertreten wird (Arbeit bringt teilweise weniger Einkommen als HartzIV); dass die wirtschaftliche Situation unserer Region herunter geredet wird und viel zu negativ dargestellt wird; dass insgesamt eine miese Stimmung verbreitet wird anstatt endlich auch die positiven Entwicklungen hervorzuheben und die Region auch aus wirtschaftlicher Sicht lebenswert wird. Fragen Sie übrigens mal einen ortsfremden Studenten der FH, was er von der Wirtschaftslage und von örtlichen Unternehmen weiß – Sie werden das Grausen kriegen.

    @Herr Markmann
    Lesen Sie nur mal die Reaktionen auf Kommentare, die von der vorherrschenden Meinung hier im Forum abweichen. Da sind schnell mal ein paar persönlich verletzende Anfeindungen dabei, z.B. Herr Peukert wird davon ein Lied singen können.

    @Dr. Steiner
    Ich muss leider auf Diskretion bestehen, ohne es weiter erläutern zu wollen.
    Ansonsten möchte ich Ihr politisches Engagement durchaus loben. Bitte machen Sie weiter so. Vertreten Sie Ihre Meinung und gern auch die Meinung Ihrer Wähler. Ich zähle mich zwar nicht dazu, aber ich stimme Ihnen in vielen Belangen zu. Nur das, was in Ihrem Wahlflyer steht, zumindest die wirtschaftlichen Aspekte, sind für mich nur hohle, Stimmen heischende Phrasen, die wirtschaftlich nicht fundiert sind.

  18. @Thomas: Hier muss eine Verwechslung vorliegen. Hier auf dem Barnim-Blog gab es NOCH NIE eine Diskussion über Hartz IV oder Hartz IV-Empfänger. Es gab überhaupt nur zwei Beiträge, in denen der Terminus „Hartz IV“ vorkam:

    1. Kritik am Mobilitätsticket am 29.07.2008 (1 Kommentar bis heute)
    2. Ein-Euro-Jobs: ver.di-Bezirk Uckermark-Barnim kritisiert Stadt Eberswalde am 23.07.2008 (0 Kommentare bis heute)

    Beide Beiträge sind sachlich-informativ und haben meines Erachtens nichts mit der „Verbreitung mieser Stimmung“ zu tun.

    @Michael Peukert: Falls es hier auf dem Barnim-Blog irgendeinen für Sie verletzenden Kommentar gab, lassen Sie es mich bitte per Mail oder telefonisch wissen. Ich werde diesen Kommentar sofort löschen, so wie es unseren Regeln entspricht (oberhalb des Kommentarfeldes nachzulesen).

    Mit spätsommerlichen Grüßen aus Bernau,
    Karl-Heinz Wenzlaff

  19. @Thomas und Karl-Heinz:
    Ich würde es vielleicht nicht persönlich verletzende Reaktionen auf meine Kommentare nennen. Obwohl vieles schon ziemlich an der Grenze ist, Äußerungen ins Lächerliche gezogen werden. Beispielsweise wenn von Dr. Valentin meine Erwähnung meiner Berufsausbildung (Bankkaufmann) immer wieder zitiert wird, dies aber mit ironischem Unterton. Fakt war nun mal, dass mit betriebswirtschaftliche Zusammenhänge aus meiner täglichen Berufspraxis heraus bestens bekannt sind. Aber bekomme ich auf meine Außerungen ebenso fundierte Gegenrede??? NEIN! Halt nur Spott, mehr nicht. Ist mir echt zu müßig, Textstellen zu benennen, wer die Diskussion zum Flugplatz verfolgt hat, weiß was ich meine! Und warum hier ein Herr P. von vom Doc. mit Bezug auf den Ausbau der Telekomstraße als Landebahn für 85-Tonner gebracht wird, versteht ich nicht. Wieder so´n Beispiel der hier für ein bißchen Lächerlichkeit sorgen soll. Aber mittlerweile find ich das schon fast amüsant. Immerhin diskreditiert sich Dr. Valentin doch permanent selber, keinen, aber auch keinen blaßen Schimmer von wirtschaftlichen Zusammenhängen zu haben. Insofern freue ich micht über jeden weiteren Beitrag. Obwohl ich es andererseits schon fast für pathologisch halte. Vieleicht schreibt hier ja doch noch jemand was zur Telekomstraße???

  20. Im Übrigen möchte ich zu dem „Vorwurf“, ich würde als begrüßen, was Dreck und Lärm begünstigt nur sagen, dass ich für „Fahrradstraße“ gevotet habe und dazu auch stehe!

  21. @Dr. Valentin: Es ist angebracht, seine Aussagen häufiger mit Emoticons zu illustrieren, wenn sie missverständlich sein könnten ;-)

    @Michael: Das mit dem Voting klingt doch versöhnlich. Ich habe ebenfalls für die Fahrradstraße gestimmt, weil das zwischen Ladeburg und Lobetal hervorragend funktioniert. Der Ausbau ist bei weitem nicht so teuer wie eine Kreisstraße im 5,25-Meter-Profil. Radfahrer dürfen nebeneinander fahren und haben generell Vorrang. Und für die öffentlichen Haushalte fällt auch noch etwas ab, wenn fleißig gelasert wird :-)

  22. @Michael Peukert: Dass Sie Bankkaufmann sind, höre ich heute zum ersten Mal.Insofern können Sie oder Ihren Beruf diskreditierende Aussagen nicht von mir sein.Da irren Sie sich kräftig. Dass ich keinen blassen Schimmer von wirtschaftlichen Zusammenhängen haben soll? Nun gut,Ihre Meinung. Aber Ihr „Schimmer“ ist zumindest ziemlich einseitig und ich führe seit immerhin 5 Jahren eine kleine, aber feine Handelsvertretung. Und dass Sie keine Ironie verstehen -immerhin haben Sie nicht nur mich hier bis fast zum Umfallen mit dem Flughafen genervt – nun ja. Karl-Heiz W. hat recht, ich werde demnächst meine Beiträge mit emoticons versehen oder besser noch: Ihre Beiträge ignorieren. Über den Rest Ihrer Äußerung (pathologisch usw.) decke ich lieber den Mantel des Schweigens…

  23. @Dr. Valentin: Stimmt, habe ich wohl mit Hartmut verwechselt. Insofern sorry hierfür! Und diese spezielle Kritik umgeleitet auf Hartmut. :-) In der Sache ändert dies aber wenig! Und ´ne Gewerbeanmeldung hat noch keinen zum Betriebswirt gemacht soweit ich weiß! Wie wärs denn mal mit Fakten, dann müssten Sie sich auch nicht hinter Ironie verstecken! Zum Beispiel mit ´ner Meinung zur Telekomstraße, wie es doch das Thema hier ist.

  24. @Michael Peukert:Ich habe auf dem Fachgebiet Betriebswirtschaft promoviert. Das nur nebenbei und nicht, um anzugeben. Und nur weil ich dröhnende Flugzeuge über meinem Kopf nicht mag, bin ich noch lange nicht unfähig. Fundierte Fakten gegen den Flughafen wurden von vielen hier im Blog vorgetragen – ohne dass sie wesentlich in die Meinungsbildung eingeflossen sind. Da hilft Frotzelei vielleicht doch etwas mehr;-)? Ich schlage Ihnen vor, dass wir das Kriegsbeil begraben. Sie werden mich nicht überzeugen und ich Sie wahrscheinlich auch nicht.Ich sehne jedenfalls den Tag herbei, wenn die Flugzeuge aus und für Tegel nicht mehr über meinen Sonntags-Kaffeetisch dröhnen. Und hoffentlich werden diese Dinger nicht von denen aus Finow abgelöst! Übrigens: Die Telekomstraße sollte eine Fahrradstraße werden.
    Bis demnächst Ihr. F. Valentin

  25. Mittlerweile überschneiden sich hier mehrere Diskussionsstränge.

    Zum Ausgangsthema („Telekomstraße“) möchte ich anmerken, daß in dem entsprechenden Bürgerpost-Beitrag „Nicht finanzierbar“ keine Meinung zu dieser Straße geäußert wurde, sondern lediglich über den (damals) aktuellen Stand informiert wurde.

    Ich persönlich votiere (wie schon andere hier) für die „Fahrradstraße“ – allerdings im Gegensatz zum Vorschlag in der hiesigen Umfrage durchaus mit weniger Restriktion. M.E. wäre eine Beschränkung der Höchstgeschwindigkeit für Autos auf 50 oder 60 km/h ausreichend und realitätsnäher.

    @Thomas und Andreas,
    für den Wunsch nach Anonymität gibt es sicherlich etliche Gründe, die andere nicht unbedingt verstehen müssen, aber dennoch akzeptieren sollten. Mit einem Mangel an Mut und Zivilcourage muß das nicht unbedingt etwas zu tun haben. Wir leben in einer historisch gesehen durchaus freien Gesellschaft – die aber dennoch genügend Zwänge aufweist, daß so mancher von dieser formalen Freiheit keinen Gebrauch machen kann, ohne persönliche Nachteile befürchten zu müssen.
    In der „Barnimer Bürgerpost“ können daher Autoren auch unter Pseudonym (oder Kürzel) schreiben. Allerdings müssen diese Autoren der Redaktion unter ihrem Klarnamen bekannt sein.

    @Thomas
    Sie schrieben: „Lesen Sie nur mal die Reaktionen auf Kommentare, die von der vorherrschenden Meinung hier im Forum abweichen. Da sind schnell mal ein paar persönlich verletzende Anfeindungen dabei…“

    Polemik ist bei Diskussionen das Salz in der Suppe. Wenn dabei Grenzen des persönlichen Anstands überschritten werden, sollte das thematisiert werden. Allerdings muß man, wenn man austeilt, auch einstecken können. Generell sollten sich m.E. Reaktionen weniger auf das Salz als vielmehr auf die Suppe beziehen.
    Abgesehen davon haben Kommentare hier im Bar-Blog nun wirklich nichts mit der „Barnimer Bürgerpost“ zu tun. Das sind zwei verschiedene und von einander unabhängige Medien. Was gegenseitige Unterstützung durchaus nicht ausschließt.

    Zum Thema Hartz IV:
    Thomas bringt hier m.E. einiges durcheinander. Leistungen nach Hartz IV sind (soweit ich weiß) das sog. ALG II sowie die Leistungen für Unterkunft und Heizung. Bei beidem handelt es sich NICHT um Leistungen aus der Sozialversicherung sondern um Leistungen aus Steuermitteln.

    Insoweit ist der von Thomas ausgemachte Gegensatz zwischen Hartz-IV-Empfängern und denen, die in die Sozialkassen einzahlen, nicht gegeben.

    Problematischer ist das von Thomas an anderer Stelle angesprochene Mißverhältnis zwischen realen Niedriglöhnen und den Hartz IV-Leistungen.

    Leistungen nach Hartz IV entsprechen dem amtlich festgelegten Existenzminimum. Betroffenenvertreter halten dieses Fixum für viel zu niedrig. Aber das will ich jetzt nicht diskutieren.

    Wenn Thomas schreibt: „… dass der Leistungswille durch die Umverteilung zertreten wird (Arbeit bringt teilweise weniger Einkommen als HartzIV)“, dann weist er auf ein wirkliches Problem hin.

    Arbeit für Löhne unter dem Existenzminimum ist m.E. nicht akzeptabel. Das widerspricht nicht nur moralischen Kategorien, sondern auch simpelster kapitalistischer Logik.
    Eingekaufte Arbeitskraft muß die Möglichkeit haben, sich zu reproduzieren. In der BRD ist das so geregelt, daß bei Löhnen unter Hartz IV-Niveau ergänzendes ALG II bezogen werden kann. Im Klartext: diese Löhne werden staatlich subventioniert.

    Insofern handelt es sich um eine Form der Wirtschaftsförderung. Allerdings um eine Form, die vor allem für diejenigen, die auf den Verkauf ihrer Arbeitskraft angewiesen sind, eher negative Wirkungen hat.
    Hier wird Druck erzeugt, neben der staatlichen Subventionierung andere persönliche Reproduktionsquellen (Unterstützung durch die Familie, durch zusätzliche Mehrarbeit durch Nebenjobs, durch persönliche Reproduktionsarbeiten bspw. mittels Lebensmittelproduktion im eigenen Garten) zu erschließen, was im Endeffekt in der einen oder anderen Form die Substanz des Betroffenen verbraucht.

    Außerdem ist so ein Anreiz geschaffen, die Löhne für alle übrigen Arbeitsverhältnisse auf das Existenzminimum (oder darunter) zu reduzieren.

    Thomas hat recht: Hartz IV ist Gift für den Leistungswillen in dieser Gesellschaft. Hartz IV ist ein Mittel, die Arbeitslöhne auf das Existenzminimum und darunter zu drücken.

    Aber Leistung muß sich lohnen. Existenzsichdernde Löhne sind da das mindeste.

    Wenn gesamtgesellschaftlich als Folge der gestiegenen Arbeitsproduktivität immer mehr Produkte mit immer weniger Arbeit hergestellt werden können, dann kann es nur eine Lösung geben, nämlich die Reduzierung der Arbeitszeit für den Einzelnen.

    Das widerspricht dem betriebswirtschaftlichen Interesse des einzelnen Unternehmers, stellt aber im volkswirtschaftlichen Rahmen die einzige Lösungsmöglichkeit für dieses Problem dar.

  26. @Dr.Valentin: Ok, angenommen! :-) Wenn wir denn Themen auch auf betriebswirtschaftlicher und nicht persönlicher Ebene diskutieren könnten!? Natürlich kann ich verstehen, wenn jemand gegen etwas ist, wenn er sich persönlich beeinträchtigt fühlt und es auch ist. Wie eben (Flug)Lärm. Das würde mir sicher nicht anders gehen, wenn ich direkt betroffen wäre! Wenn aber allein die Interessen direkt Betroffener Basis von Entscheidungen wäre, würde sich aber auch nie Veränderungen geben. Aus diesem Grunde sind Aussagen „..froh, den Lärm los zu sein..“ zwar menschlich nachvollziehbar, aber keine objektiven Argumente. Hier muss man schon globaler denken, um möglichst vielen Interessen gerecht zu werden. Was wohl die Anwohner von BBI sagen, dass demnächst aller Flugverkehr auf Ihren Standort konzentriert wird?? Schon mal daran gedacht? Oder haben die einfach Pech gehabt? Insofern bin ich mit Ihrer betriebswirtschaftlichen Einschätzung mit Sicherheit über´s Ziel hinaus geschossen (aber Polemik ist ja, wie hier gesagt wurde, das Salz in der Suppe), sorry dafür! Richtigerweise müsste ich das soweit korrigieren, dass Sie Ihre Meinung sehr von Ihren persönlichen Befindlichkeiten lassen. Aber daraus müssen wir sicher keinen Krieg inszenieren, insofern Kriegsbeil begraben! Freundliche Grüße

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