web analytics

Mobilitätsticket für Brandenburg kommt am 1. September

Der Aufsichtsrat des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB) hat in seiner Sitzung am 22.05.08 die Einführung eines Mobilitätstickets in Brandenburg beschlossen. Es wird ab dem 1. September 2008 nutzbar sein und gilt dann zunächst für zwei Jahre bis zum 31. August 2010. Damit gewährt das Land Brandenburg den sozial Bedürftigen (rund 250.000 potenzielle Anspruchsberechtigte) zur Unterstützung ihrer Mobilität einen Ausgleich von 2,3 Mio EUR pro Jahr. Anspruch auf das Mobilitätsticket haben Empfänger von

  • Arbeitslosengeld II bzw. Sozialgeld (Sozialgesetzbuch II)
  • Leistungen der Sozialhilfe einschließlich der Grundsicherung im Alter (Sozialgesetzbuch XII)
  • Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz
  • Mitglieder von Bedarfsgemeinschaften

Die Berechtigung wird auf einer so genannten VBB-Kundenkarte bescheinigt.

Im Ergebnis einer Beratung der gesetzlichen Vertreter und Unterstützer „Für ein Volksbegehren Sozialticket Brandenburg“ am 23.05.08 gab es vor dem Hintergrund des Beschlusses zur Einführung eines Mobilitätstickets in Brandenburg unter den Beteiligten Übereinstimmung, das zur Zeit noch laufende Volksbegehren zurückzunehmen.

Der ver.di-Landesbezirksvorstand Berlin-Brandenburg hat in seiner Sitzung am 14. Juli einstimmig die Rücknahme des Volksbegehrens „Sozialticket für Brandenburg“ mit Hinweis auf die Pressemitteilung 102 „Kritik am brandenburgischen Mobilitätsticket – ver.di fordert Mobilität für Alle“ beschlossen.

Hier der Wortlaut der Presseinformation Nr. 140 – Brandenburger Mobilitätsticket vom 11. Juli 2008:

——————————————————————————–
ver.di fordert Öffentlichkeitsoffensive für das Brandenburger Mobilitätsticket

Der Aufsichtsrat des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg hat am 22. Mai 2008 die Einführung eines Mobilitätstickets beschlossen. Dieses soll zum 1. September 2008 in allen Regionen des Landes Brandenburg nutzbar sein. Deshalb fordert ver.di, dass in allen Landkreisen und kreisfreien Städten in Abstimmung mit dem Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg Initiativen unternommen werden, insbesondere der verantwortlichen Sozial- und Verkehrsträger, um den zukünftigen Anspruchsberechtigten verständlich und öffentlichkeitswirksam zu erklären, wie das diesbezügliche Antrags- und Ausgabeverfahren geplant ist. Gleichzeitig ist zu überlegen, wie man den Anspruchsberechtigten außerhalb der kreisfreien Städte die preisgünstigsten Varianten des leider nur als Monatsticket nutzbaren Mobilitätstickets aufzeigen könnte.

ver.di fordert nach wie vor, nach flexiblen Lösungen zu suchen, die es ermöglichen, im Rahmen der beabsichtigten Einführung des Mobilitätstickets auch Einzelfahrscheine sowie Tages- und Wochenkarten anzubieten. Dies auch mit Blick auf die steigenden Kosten für die Grundversorgung im täglichen Bedarf.

Wir empfehlen unseren Mitgliedern im ver.di-Landesbezirk, gemeinsam mit den Unterstützern der Volksinitiative „Für ein Sozialticket in Brandenburg“, zum Start des Verkaufs des Mobilitätstickets zum 1. August 2008 geeignete Formen zu finden, um dieses Anliegen medial in die breite Öffentlichkeit zu transportieren.

——————————————————————————–

In einer Information der VBB Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg GmbH vom 01. Juli 2008 zum Mobilitätsticket Brandenburg werden folgende Fragen beantwortet.

– Welche Vorteile bietet das Mobilitätsticket?
– Wo gilt das Mobilitätsticket?
– Wer erhält das Mobilitätsticket?
– Wo bekommt man die Kundenkarte?
– Wo bekommt man den Wertabschnitt?
– Welche Zusatzleistungen bietet das Mobilitätsticket?
– Was kostet das Mobilitätsticket Brandenburg konkret?

Im Landkreis Barnim müssen sich die Anspruchsberechtigten für die Beantragung eines solchen Mobilitätstickets in die Geschäftstellen des Job-Centers Barnim (in Eberswalde und Bernau) oder des Grundsicherungs- bzw. Sozialamtes der Kreisverwaltung Barnim begeben.

Ab 01.08.08 sollen dann die Tickets auf Monatsbasis in den Verkaufsbüros der jeweiligen Busgesellschaft oder in den Agenturen der DB AG erhältlich sein.

Insgesamt wird der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg in den nächsten Tagen eine große Informationsoffensive starten und Flyer zum Mobilitätsticket in den Geschäftsstellen und Verkaufsbüros der Sozial- und Verkehrsträger in den jeweiligen Landkreisen und kreisfreien Städten auslegen. Die preiswerteste Variante, z.B. für Bernau und Eberswalde, ist leider erst in der Preiskategorie 20,30 EUR als Monatskarte erwerbbar.
Die vom VBB herausgegebenen Informationen zum Mobilitätsticket können auf der Homepage des ver.di-Landesbezirkes Berlin-Brandenburg als PDF-Dateien runtergeladen werden:
– Info-Flyer
– Plakat

Weitere Infos gibt es auf dieser Internetseite und auf der Homepage des Arbeitslosenverbandes.

Carsten Zinn – ehrenamtlicher gesetzlicher Vertreter in der Volksinitiative/Volksbegehren „Für ein Sozialticket in Brandenburg“ für den ver.di-Landesbezirk Berlin-Brandenburg

Dr. Andreas Steiner – Mitglied des ver.di-Bezirksvorstandes Uckermark-Barnim, ehrenamtlicher gesetzlicher Vertreter in der Volksinitiative/Volksbegehren „Für ein Sozialticket in Brandenburg“ für die GRÜNE LIGA Brandenburg

Mobilitätsticket für Brandenburg kommt am 1. September auf Facebook teilen
Mobilitätsticket für Brandenburg kommt am 1. September auf Twitter teilen
Mobilitätsticket für Brandenburg kommt am 1. September auf Google Plus teilen

Ähnliche Artikel:

Veröffentlicht von

Dr. Andreas Steiner, Diplom-Geograph und Waldökologe, lebt seit 1999 im Barnim. Als Fachgutachter ist er bei einem Projektträger des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie in Berlin beschäftigt, der innovative Forschungs- und Entwicklungsprojekte von klein- und mittelständischen Unternehmen im Bereich Technologie betreut. Seit mehr als 10 Jahren engagiert sich der Querdenker und -tuer ehrenamtlich in der Umwelt- und Sozialpolitik. Im Rahmen der Brandenburger Kommunalwahlen 2008 wurde er als Parteiloser für Bündnis 90/Die Grünen in die Eberswalder Stadtverordnetenversammlung gewählt. Ende 2011 musste er aufgrund eines Wohnsitzwechsels dieses Mandat niederlegen. Derzeit gehört er der Gemeindevertretung Schorfheide an und ist Vorsitzender der Fraktion Freie Wähler/Bürgergemeinschaft Kommunalabgaben (BKB). Steiner hat Mitgliedschaften der GRÜNEn LIGA Brandenburg und der NaturFreunde Oberbarnim-Oderland. Seine Hobbys sind Wandern, Radfahren, Schwimmen, Saunieren, Kochen – und natürlich der ehrenamtliche Journalismus, insbesondere wenn es um die Behandlung kritischer und brisanter Themen geht. Folgenden Leitspruch eines großen deutschen Gewerkschafters hat er sich zum Lebensmotto gemacht: „Nicht Ruhe, nicht Unterwürfigkeit gegenüber der Obrigkeit ist die erste Bürgerpflicht, sondern Kritik und ständige demokratische Wachsamkeit“ (Otto Brenner, 1968).

Kommentare sind geschlossen.