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Albert-Einstein-Oberschule in Eberswalde wird abgerissen: Abschiedsfeier

Während der Landkreis Barnim für die Erweiterung der Eberswalder Schulstandorte in Westend und in Mitte mehrere Millionen Euro investiert, fallen die Investitionen für die Albert-Einstein-Schule eher bescheiden aus. Hier hat die Stadt Eberswalde 75.000 Euro in den Haushalt eingestellt – um das Schulgebäude noch im Jahr 2008 abzureißen. Am 16. Juli 2008 schließt die Albert-Einstein-Oberschule endgültig ihre Pforten. Zuletzt fungierte der Schulstandort noch als Außenstelle der Oberschule Westend, in der auch noch die frühere Oberschule Mitte aufging.

Aus der geplanten „Schul-Abschieds-Feier“ wird somit eine „Schul-Abriß-Feier“, bei der nicht nur auf die 23jährige Geschichte der Schule zurückgeblickt wird, sondern vor allem auch an den Kampf gegen die Schulschließung erinnert wird, der in dem 11tägigen Schülerstreik im Mai 2006 seinen Höhepunkt hatte. Die Schul-Abschieds-Feier beginnt am Mittwoch, den 16. Juli 2008, um 18 Uhr vor der Albert-Einstein-Oberschule im Brandenburgischen Viertel in Eberswalde, Kyritzer Straße.

Anschließend wird an die Geschichte der Schule erinnert. 1985 als dritte Schule im damaligen Max-Reimann-Viertel eingeweiht, erhielt die 14. Polytechnischen Oberschule 1986 den Namen von Ernst Thälmann. 1991 wurde die zehnklassige Oberschule in die 14. Gesamtschule umgewandelt. 1994 wurde sie Ganztagsschule, 1996 erhielt sie den Namen Albert Einsteins und von 1998 bis 2006 konnten die Schülerinnen und Schüler hier auch ihr Abitur ablegen.

Mit dem Beschluß über die Abgabe der weiterführenden Schulen durch die Stadt Eberswalde an den Landkreis im Dezember 2005 fiel zugleich die Vorentscheidung über das Ende der Albert-Einstein-Oberschule. Die Schülerinnen und Schüler, die Eltern und viele Mitstreiter im Brandenburgischen Viertel und darüber hinaus kämpften für den Erhalt der Schule. Ihnen allen soll mit der Abschiedsfeier am 16. Juli noch einmal für ihr Engagement gedankt werden.

Ein Höhepunkt wird die Übergabe eines Kunstprojektes der Einstein-Schüler sein. Außerdem wird die Foto-CD des Schülerprojekts „Hier leben wir“ gezeigt. Das „Offene Mikrofon“ steht allen zur Verfügung, die ihren Abschied von der Schule in Worte kleiden wollen. Für die musikalische Umrahmung sorgt u.a. die Band Jolsea aus Birkenwerder und Tobias Emmerich mit seinem „Frosch-Lied“, das im Mai 2006 zur inoffiziellen Streikhymne wurde.

Alle ehemaligen Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer und Eltern sowie all jene, die im Kampf um den Erhalt der Albert-Einstein-Oberschule an deren Seite standen, sind am 16. Juli, um 18 Uhr, herzlich eingeladen. Veranstalter ist die evangelische Kirchengemeinde Finow, deren Kooperationsvertrag mit der Albert-Einstein-Oberschule an diesem Abend offiziell beendet wird.

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