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5. Internationales Filmfest Eberswalde: Fast 400 Einsendungen

Bis zum 1. Juli wurden beinahe 400 Filme aus 38 Ländern im Organisationsbüro des Filmfestes Eberswalde empfangen. Damit hat sich die Zahl der Einsendungen zum Vorjahr erneut erhöht. Die schwierige Aufgabe für die Programmkommission besteht nun darin, alle Filme zu sichten und daraus die Teilnehmer für den internationalen Wettbewerb in den Kategorien Dokumentarfilm, Kurzfilm und Animationsfilm auszuwählen. Das ist jedes Jahr eine sehr aufwendige Arbeit und darum haben sich die Veranstalter vom Verein SEHquenz e.V. für kommunale Filmarbeit dafür Verstärkung geholt.

Unter den 8 Mitgliedern des Programmbeirates sind neben Akteuren aus der Medienbranche auch reine Filmenthusiasten, die ihre Kompetenzen als Zuschauer einbringen möchten. Darin sieht Sascha Leeske, Mitorganisator und ebenfalls Beiratsmitglied, eine der Stärken des Festivals: „Mit der Erweiterung der Kommission möchten wir auch die Qualität des Wettbewerbsprogramms weiter steigern. Wenn das Filmfest Eberswalde für Publikum und Filmemacher gleichermaßen anziehend ist, haben wir unser Ziel erreicht.“

Ein Indiz für die wachsende Anerkennung des Filmfestes auch bei den Fachleuten mag sein, dass der mittlerweile international anerkannte deutsche Regisseur Andreas Dresen („Wolke 9“, „Sommer vorm Balkon“) die Schirmherrschaft für die fünfte Festivalauflage übernommen hat. „Die Organisatoren des seit 2004 stattfindenden Filmfestes haben von vornherein auf eine professionelle Umsetzung ihrer Veranstaltungsidee gesetzt. Die Zuschauer sollten anspruchsvoll unterhalten werden. Gleichzeitig wurde nach immer neuen Wegen gesucht, ein möglichst vielfältiges Publikum anzusprechen und damit den Wert des gemeinschaftlichen Filmerlebnisses als solches zu verbreiten. Ihre Ideen zur Weiterentwicklung und Etablierung des Festivals gekoppelt mit dem leidenschaftlichen Engagement der Beteiligten haben mich überzeugt.“ Andreas Dresen wird am Eröffnungsabend des Filmfestes anwesend sein. Eine kleine Retrospektive wird Einblick in sein Frühwerk geben.

Das Filmfest Eberswalde, das unter dem Motto „Import/Export“ steht, findet vom 4. bis zum 11. Oktober statt. In dieser Zeit gibt es allerdings nicht nur den internationalen Wettbewerb zu erleben. Zum Themenabend „Slam Poetry“ gibt es neben Filmwerken auch eine Live-Performance des anerkannten Wort-Künstlers Bas Böttcher, die man sich keinesfalls entgehen lassen sollte. Des weiteren wird es die fünfte Auflage des Nachwuchsfilmwettbewerbs um den Preis PIGGY geben. Weitere Sonderprogramme, die Preisverleihungen und die abschließende Party runden das Programm ab.

Erstmalig gibt es in diesem Jahr auch spezielle Veranstaltungen für Schulen im Rahmen des Filmfestes. Diese werden in den schulfreundlichen Vormittagsstunden angeboten und Themen wie gesellschaftliche Integration und den weltweiten Klimawandel medienpädagogisch aufarbeiten. Schüler, Lehrer und Schulleiter, die mit ihren Klassen daran teilnehmen möchten, können sich schon jetzt bei den Organisatoren über die Angebote informieren.

Bevor zum Ende des Festivals die Preise vergeben werden können, müssen die Preisträger erst von der Jury ermittelt werden. Diese setzt sich in diesem Jahr erstmals aus 5 Mitgliedern zusammen:
Eberhard Görner, Dramaturg und Drehbuchautor (u.a. „Der neunte Tag“ von Volker Schlöndorff) lebt in Bad Freienwalde und ist auch Mitglied der Jury des Deutschen Filmpreises; Inka Thuneke, Geschäftsführerin der Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg; Sarah Philips, Kunst-Projekt-Managerin und Leiterin des Biorama-Projekts; Markus Simon, Filmproduzent; Thomas Gonschior, Filmproduzent, Regisseur, Preisträger Das e“ 2006.

Die Auswahl der besten Filme wird in diesem Jahr schwer fallen, da sich auch viele gestandene Filmemacher mit ihren Werken um die Preise bewerben. Auf die Gewinner warten am Ende Preisgelder in Höhe von fast 7.000 Euro. Vivien Zippel, die Festivalleiterin, sieht eine gute Zukunft für das Filmfest Eberswalde: „Wir möchten uns mit diesem 5. Filmfest Eberswalde endgültig fest in der Kulturlandschaft der Region und in der Filmfestivalszene etablieren und freuen uns, dass unsere teils langjährigen Partner uns dabei so stark unterstützen. Die mehr als 1.000 Zuschauer des vergangenen Jahres konnten sich schon ein Bild davon machen, wie ein Filmfestival die Innenstadt beleben kann. Darauf bauen wir auf und haben noch viele Ideen, die nur auf ihre Umsetzung warten“.

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