Starenpärchen nistet in Laterne
Geschrieben von Dr. Andreas Steiner in Umwelt, Tags: Eberswalde, Finow, 632 mal gelesen
Tiere suchen sich manchmal ungewöhnliche Brutplätze aus. Dabei ist die Anpassungsfähigkeit so genannter städtischer Kulturfolger immer wieder erstaunlich.
So wie in diesem Fall: Hier hat sich ein Starenpärchen in einer nicht mehr funktionstüchtigen Laterne auf dem Gelände des ehemaligen Leuchtenbaus an der Schönholzer Straße im Eberswalder Stadtteil Finow häuslich eingerichtet.
Der Nistplatz scheint gegenüber Beutegreifern wie eine Festung zu sein.
Raubsäuger werden es, wenn überhaupt, nur mit erheblicher Mühe schaffen, am glatten Laternenmast aus Beton und Stahl hochzuklettern. Aber auch für Greifvögel und Krähen wird es nicht möglich sein, auf der Lampe sitzend kopfüber in die Öffnung zu spähen, um sich die Jungvögel zu holen.
Nachdem ich den ungewöhnlichen Nistplatz entdeckt hatte, fragte ich den Eberswalder Hobbyfotografen Thomas Kirschstein, ob er diese Kuriosität mit seiner guten Fotoausrüstung festhalten würde.
Ich hätte nicht gedacht, dass Tierfotografie solch ein schwieriges Metier ist:
Unzählige Versuche waren nötig, bis ein paar gescheite Fotos dabei herum kamen.
Das Bild war übrigens das Leserfoto der Märkischen Oderzeitung/Barnim Echo vom 28.05.08.
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In der Autowaschanlage bei T.-oil in Schwanebeck nistet ein Schwalbenpärchen. Die beiden füttern fleißig. Anscheinend haben sie noch ein anderes Schlupfloch als das große Tor zur Waschanlage, denn eigentlich müsste die Waschanlage doch am Sonntag zu sein? Oder der Tankstellenpächter hat die junge Familie bemerkt und läßt das Tor immer offen…
@Dr. Valentin
Dann wäre ja der Tankstellenpächter sehr vorbildhaft, super!
Jetzt wollte ich schon schreiben, dass der Vogel ja nichtmal so dumm ist, und Nachts wenigstens ein warmes Nest hat, aber da ja die Lampe kaputt ist, ist da wohl nicht viel mit extra Wärme. Aber trotzdem nicht schlecht, wie sich die Vögel anpassen, und unsere Technick nutzen :D
Ingo
@Sonnenschutz Ingo
Die “Natur” sitzt am längeren Hebel und findet immer einen evolutionären Weg.
Der Mensch hat die freie Wahl: Entweder er passt sich der “Natur” an – oder er wird angepasst.