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Dagmar Enkelmann wird Baumpatin – und hätte doch Alleenpatin werden können

Dagmar Enkelmann und Gudrun KalbusDie Barnimer Bundestagsabgeordnete Dagmar Enkelmann (Die Linke) bekommt am 15. Mai vom Bund der Baumpaten e.V. die Patenschaft über eine Ahornblättrige Platane auf dem Hannes-Meyer-Campus in Bernau übertragen.

Frau Dr. Enkelmann befindet sich mit dieser Baumpatenschaft in illustrer Runde: Baumpaten des Vereines sind unter anderem bereits die Firmen Peek & Cloppenburg KG, die Sony Europe GmbH, Fliegerkosmonaut Sigmund Jähn, die Brandenburgischen Ministerpräsidenten Matthias Platzeck (SPD) und Manfred Stolpe (SPD) und Innenminister Jörg Schönbohm (CDU) . Auch ein Bundeswehr-Bataillon in Storkow, die Klenk Holz AG in Oberroth, das Sägewerk ROBETA Holz GbR in Milmersdorf und das Sägewerk Bohm in Hardenbeck sind stolze Baumpaten in Brandenburg.

Das Barnim-Blog gratuliert Dagmar Enkelmann zu ihrer Baum-Patenschaft!

Was sind Baumpatenschaften? Der Verein schreibt dazu:

Baumpatenschaften stellen sich das Ziel, zu einem guten Mensch-Baum-Verhältnis beizutragen und die Bürger insbesondere aufzurufen, Initiativen zum Schutz und zur Erhaltung alter Bäume zu ergreifen, aber auch junge Bäume neu zu pflanzen.
Alte Bäume haben einen hohen ästhetischen Wert und stellen ein Symbol für Beständigkeit, Standhaftigkeit und Stärke dar. Sie waren vor uns, sind mit uns und werden noch nach uns sein. Jeder dieser Baumriesen ist als Einzelschöpfung unersetzlich. Menschen finden in ihrer Nähe immer wieder innere Ruhe und Entspannung und bestaunen jedes Mal aufs Neue die jahrhundertealte Erhabenheit. Viele der Baumveteranen sind durch immer schwieriger werdende Umweltbedingungen gefährdet, brauchen Schutz und Pflege. Damit sie uns möglichst lange erhalten bleiben, müssen wir ihnen helfen. Durch die Übernahme von Baumpatenschaften […] besteht die besondere Möglichkeit, vom Baumschutz nicht nur zu reden, sondern einen ganz persönlichen Beitrag dafür zu leisten.

Ich hätte mir gewünscht, dass Dagmar Enkelmann vor zwei Jahren eine Alleenpatenschaft für unsere (ahornblättrige) Ahornallee Rüdnitz – Danewitz – L29 übernommen hätte. Damals war sie leider nicht einmal bereit, sich an unserer Unterschriftenaktion gegen die geplante Rodung von über 700 Bäumen einer geschützten Allee zu beteiligen. Glücklicherweise konnte die Allee seinerzeit durch den engagierten Einsatz vieler Bürger vor den Kettensägen der Rodungsfraktion bewahrt werden.

Foto: Dr. Dagmar Enkelmann und Gudrun Kalbus (l.) nach der Enthüllung der Tafel über die Baumpatenschaft

P.S. In Panketal gibt es derzeit ebenfalls Aufsehen um Baumpaten, wie bei den Niederbarnimern Grünen unter dem Titel „Falsche Vorbilder? – Baumpatenschaften in Panketal kommen nicht in Gang“ nachzulesen ist. Hier spielen Bürgermeister Rainer Fornell (CDU)(SPD), die Landtagsabgeordnete Britta Stark (SPD) und „der einsame Pate“ aus der Ganghofer Straße ein lustig‘ Stückchen im beginnenden Kommunalwahlkampf.

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10 Kommentare » Schreiben Sie einen Kommentar

  1. Tja,

    manche haben es eben nötig sich kurz vor den Wahlen noch schnell ein grünes Mäntelchen anzuziehen. Das nun aber ausgerechnet Britta Stark, als „politische Mutter“ der desatrösen Brandenburger Baumschutzsatzung auf ihrer Homepage „meinen Freund, den Baum“ beschwört aktiviert in mir verschiedener Körperfunktionen an denen ich die Öffentlickeit aber aus naheliegenden Gründen nicht teilhaben lassen will.
    Auf dem Foto zum Artikel ( http://www.britta-stark.de/index.php?nr=7113&menu=1) hat man dann auch noch Gelegenheit die ehemalige Möchtegern-Rechnungshof-Präsidentin zusammen mit Bürgermeister Fornell (in der Rolle ebenfalls eine glatte Fehlbesetzung) beim Gießen zu beobachten.

    Barnimer und Panketaler, lasst Euch nicht verarschen!

    Beste Grüße

    Stefan Stahlbaum

  2. Baumpatenschaften sind eine vorbildliche Sache und zunächst einmal grundsätzlich zu begrüßen!
    Wenn sich aber Britta Stark, die „Patin“ der unsäglichen Brandenburger Baumschutzverordnung (der unzählige Bäume zum Opfer fielen), jetzt als Baumpatin hervortur, halte ich dies sowohl für eine schamlose Heuchlerei als auch für plumpen Populismus im Wahljahr 2008.

    Im Übrigen würde es mich freuen, wenn die semiprominenten Herrschaften aus der Region mal Baumpatenschaften nicht nur für junge Bäume, sondern gerade für alte stattliche Exemplare übernehmen würden. Damit meine ich für deren Pflege und Erhalt. Denn gerade alte Bäume haben einen hohen ökologischen, ästhetischen und damit auch touristischen Wert.
    In den letzten Jahren sind so viele Dorflinden der Kettensäge zum Opfer gefallen. Hier müsste endlich was getan werden, damit dieser rasanten Entwicklung entgegengesteuert wird.

  3. @ Karl-Heinz

    Berichtigung:
    Panketals Bürgermeister Fornell ist (was unter Berücksichtigung seines politischen Handelns allerdings nicht so einfach zu erkennen ist)ebenfalls Mitglied der SPD

    Gruß

    Stefan

  4. @Stefan: Danke, hab ich oben korrigiert.
    @Andreas: Bin völlig Deiner Meinung, Baumpatenschaften sind zu begrüßen, wenn es nicht bei dem symbolischen Akt bleibt. Wenn jeder Biesenthaler, Ahrensfelder oder Schönower die großen alten Bäume vor seiner Haustür verteidigen würde, wäre alles im Lot.

  5. Ehrliche Baumpatenschaften – die man/frau erwerben, aber nicht zugewiesen oder übertragen bekommt, gibts auch bei: http://www.baldwald.de. Es sind echte Baumpatenschaften für neue Wälder… mit Urkunde und jährlichem (!) Waldbrief, ab einmalig 25,- Das Projekt Baldwald ist Teil der UNEP Kampagne: Plant for the Planet

  6. Ich muss mich an dieser Stelle berichtigen.
    Wie ich einem Foto entnehmen konnte, hat Frau Dr. Dagmar Enkelmann tatsächlich für eine alte stattliche Platane die Baumpatenschaft übernommen. Das ist vorbildhaft und muss an dieser Stelle lobend herausgestellt werden! Dieses Bild schicke ich Dir gleich zu, Karl-Heinz. Vielleicht könntest Du es irgendwie im Barnimblog verwursten?

    Vielleicht sehen sich jetzt einige kommunale Vertreter, insbesondere die Ortsbürgermeister und Ortsvorsteher, angespornt, für ihre alten Dorflinden ähnliche Baumpatenschaften zu übernehmen, anstatt diese Bäume der Kettensäge zuzuführen? Wie dies zum Beispiel mit den drei gesunden Linden in Tuchen geschehen ist, wo die schiefe Feldsteinmauer bis dato immer noch nicht restauriert wurde. Da hat der Bürgermeister Roland Gottschalk auch keinen Finger gerührt, als man seitens des Landkreises herging, einen schönen Teil des Dorfes Tuchen zu verschandeln.

  7. Bürgermeister Fornell (SPD) hat seine „Baumpatenschaft-Kampagne“ nach Monaten der Erfolgloigkeit nochmals forciert.

    Nachdem Panketals Bürger dem Kettensägen-Verwaltungschef die Gefolgschaft lange verweigerten haben sich nun plötzlich (abgesehen von Fornell selbst)8 Bürger
    freiwillig verpflichtet.

    Ich zählte u.a 3 SPD- Ortsverbands-Mitglieder und eine Tiefbau-Firma (dann ist da noch ein Gemeindevertreter der urspünglich mal Bäume schützen wollte, dann aber davon Abstand nahm um die Harmonie in der örtlichen „AG-Straßenbau“ nicht zu gefährden)
    Tja… so is Wahlkampf… Wann wir schreiten Seit an Seit!

    Beste Grüße

    Stefan

  8. Im Zusammenhang dazu fiel mir grade auf, das Uwe Voss (neuerdings Panketaler Spitzenkandidat für die Kreistagswahl)und Britta Stark (MdL, zu ihr fehlen mir schlicht die Worte)nur jeweils einen Baum „bepatenschaften“.
    Na Holla… Wenn schon Ablaßhandel dann bitte richtig!

  9. Ein Baum vom Regelmechaniker Voss, sehr witzig.

    Baumpatenschaften als Freibrief für die Fällungen gesunder alter Bäume. Solche, die man durch entsprechende Gutachten als krank und damit wertlos ausweisen und dann ganz legitim fällen lassen kann. Denn alte Bäume machen doch nur Dreck (das viele Laub!) und müssen ab und zu Pflegeschnitte erhalten, die ja etwas kosten.

    Okay, der Wahlkampf gegen diese Sozial- und Umweltheuchler ist eröffnet

  10. Nun ja, ich bin dafür die Dinge zu benennen. Den Bäumen ist es aber natürlich egal wer sie gießt. Daher ist es , wie Du auch bekräftigt hast, wirklich gut und richtig eine Baumpatenschaften zu übernehmen oder aber die Bäume einfach zu gießen.Das geht sicher auch ohne „offiziellen Segen.