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1. Mai … Da war doch mal was?

maidemo.jpgBratwurst mit Senf, Erbsensuppe, Tristesse und viele dicke Regentropfen.
Das geschriebene Bild der „Märkische Allgemeinen“ malt die Maifeier im „Club 23“ (Bernau) in ziemlich düsteren Farben.
Die Botschaft: Der Kampftag der Arbeit ist ein Auslaufmodell und interessiert nur noch Rentner und Gewerkschafter.

Eine Umfrage des „Stern“ scheint das zu bestätigen.
„Bei den 18- bis 29-Jährigen konnte fast jeder zweite nicht sagen, was am 1. Mai traditionell gefeiert wird. Diese Altersgruppe hält es mehrheitlich auch für wichtiger, dann die Freizeit zu genießen als sich für die Rechte der Arbeitnehmer einzusetzen.“

Als spätgeborene DDR-Bürgerin (Jahrgang 1982) bin ich eigentlich ganz froh den damals staatlich verordneten Jubelfeiern weitgehend entronnen zu sein, konnten sich doch meine Eltern so gut wie jedes Jahr davor drücken.
Dass die (Rück)Besinnung auf die Rechte der Arbeitnehmer zu einer dezent politisierten Grillparty verkommt, finde ich dennoch enttäuschend , denn nach Lage der Dinge wäre es wichtiger denn je.
Bratwurst und Bier kann ich schließlich (wenn die Kalorien nicht wären) jeden Tag zu Hause haben.

Fotograf: Romy2004
www.pixelio.de

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1 Kommentar » Schreiben Sie einen Kommentar

  1. Nach meiner unmassgeblichen Meinung sind die Gewerkschaftsbosse so in das Herrschaftssystem integriert, dass sie alles andere repräsentieren, nur nicht die Gewerkschaftsmitglieder. Es gibt da sehr üble Beispiele, z. B. bei VW oder Mannesmann. Wo war die Gewerkschaft eigentlich, als hier im Osten alles platt gemacht wurde ? Und warum soll ich mir Reden von gestern anhören und für den Arbeitsplatz dieser Bonzen demonstrieren gehen, zumal sie keinerlei Konzepte gegen das Manchester-Kapital und die Globalisierung haben. Über die SPD und ihren in den letzten Monaten betriebenen Dummenfang auf der sozialen Schiene muss man wohl nicht weiter reden, oder ? Dann schon lieber Treffen mit Freunden bei Brause (oder Bier) und Bratwurst.