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Kino ist Kino ist Kino?

im-tanzsalon.jpgDas Wort Kino ist sicherlich für viele Menschen ein Inbegriff gemeinschaftlicher Unterhaltung. Die großen und kleinen Machwerke mehr oder weniger talentierter Filmemacher auf einer großen Leinwand zu erleben, ist etwas Besonderes. Und besonders ist auch die Gesellschaft anderer Zuschauer, mit denen man danach im besten Fall eine ernsthafte emotionale Erfahrung teilt.

In den kommerziellen Kinos der heutigen Zeit vermisst man diese Atmosphäre in der Regel. Das Programm ist oft ausnahmslos Mainstream, die Ausstattung völlig zweckorientiert und lieblos. Es geht, leider deutliche sichtbar, ums Geldverdienen. Aber ist Kino = Kino?

Den kommerziellen Kinos gegenüber stehen, zumindest in den größeren Städten, eine abnehmende Zahl von so genannten Programmkinos, deren finanzielle Lage sehr oft mehr als schlecht ist. Selten findet man ein solches „Engagement“-Kino im brandenburgischen Flachland. Die wenigen Ausnahmen mussten teils enorme Hürden für den Fortbestand des Angebotes bewältigen, wie zum Beispiel das Schukurama in Beeskow.

Obwohl unsere Barnimer Kreisstadt ja bekanntermaßen zu den größten brandenburgischen Städten zählt, findet man auch im hiesigen kommerziellen Kino kaum anspruchsvolles Filmprogramm. Das ist wirtschaftlich sicherlich zu erklären. Zufriedenstellend ist das für den Film- und Kultur-affinen Barnimer wohl nicht.

Und so haben mehrere Mitstreiter und ich schon vor 4 Jahren die Initiative ergriffen und begonnen, Off-Kino zu machen. An wechselnden Orten zeigen wir mehr oder weniger regelmäßig ein breites Spektrum an Filmproduktionen. In diesem Jahr sind wir vorerst im Tanzsalon Zippel in der Eberswalder Puschkinstraße 16 untergekommen. Dort findet der nächste FilmKunstAbend am Samstag, den 19.04. ab 20 Uhr statt. Wir zeigen den äußerst feinfühligen (und in der Uckermark spielenden) Film „Jagdhunde“ von Anne-Kristin Reyels. Neue Besucher sind uns im sehr stilvollen Ambiente des Tanzsalons herzlich willkommen.

Aus unserer Initiative sind unter anderem das Großprojekt Internationales Filmfest Eberswalde und mehrere Einzelprojekte wie „Kontraste – Die Verschiebung der Wahrnehmung“ oder auch „Bahnhof=Lichthof“ entstanden. Die bisherige Publikumsresonanz auf unsere Veranstaltungen ist ein deutliches Zeichen, dass für viele Filminteressierte Kino also nicht gleich Kino ist und das der „bewußte“ Besucher eben doch anspruchsvoll unterhalten werden möchte.

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