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Gefällte Bäume in Ahrensfelde

Ahrensfelde GoethestraßeLangsam werden die Ahrensfelder wach und sehen, welches Desaster ihr Bürgermeister Wilfried Gehrke (CDU) durch die Fällung von 140 Bäumen in Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Barnim angerichtet hat. Der Konflikt um die Bäume, die einem überdimensionierten Straßenbau weichen müssen, schwelt schon seit dem Herbst des Vorjahres. Wie anderenorts im Barnim schliefen viele Anwohner, bis die Sägen vor der Tür kreischten.

Die mit der Fällung beauftragten Biomassehöfe und Kaminholzlieferanten haben ihre Guerilla-Taktik inzwischen so verfeinert, dass sie erst einmal sämtliche Kronen absägen und den Torso stehen lassen. Den holen sie dann später in aller Ruhe ab. Markierungsarbeiten finden in der Regel nicht mehr statt, denn das könnte die Aufmerksamkeit verantwortungsvoller Anwohner erregen. Die Behörden wissen, dass längst nicht alle Anwohner auf eine neue Strasse versessen sind, sondern lieber ihren Lebensabend unter großen Bäumen und ohne anteilige Strassenbaulasten verbringen möchten.

Einige Anwohner machten Ihrem Unmut am Dienstag auf der Sitzung des Umweltausschusses A5 des Landkreises Barnim in Eberswalde Luft, wie Hans Still heute in der Märkischen Oderzeitung (Ausgabe Eberswalde) berichtet:

Der Grund ihrer Wut: Die Fällung von allein 49 Bäumen in der Goethestraße. Von „Fällkommandos“ sprach Rudi Ryll, von „Kettensägenmassaker“ Susanne Emonds. Vitale Bäume seien ohne ersichtlichen Grund gefällt worden, weil die Straße ausgebaut und offensichtlich auf Breite gebracht werden soll.

Alle Beiträge zum Kahlschlag von Ahrensfelde finden Sie hier.

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3 Kommentare » Schreiben Sie einen Kommentar

  1. Man beachte den heutigen MOZ-Artikel.
    Ach so, ein Informationsproblem nennt Ahrensfelder Bürgermeister Wilfried Gehrke das nun, wenn den Anwohnern in Nacht-und Nebelaktionen ihre Alleebäume genommen werden. Ich nenne das Bürgerver*rschung.
    Übrigens ist die Pressemeldung nicht ganz richtig: Die GRÜNE LIGa hat den Widerspruch weder eingelegt noch zurückgezogen, sondern ich, weil er ins Leere lief, die Gemeinde Ahrensfelde trotz Widerspruch weiter gefällt hat und mir als Privatperson von der Unteren Naturschutzbehörde die Kosten des Verfahrens aufgedrückt worden wären.

  2. Pingback: Falsche Ersatzpflanzungen: Bürgerinitiative „Straßenausbau Ahrensfelde“ wehrt sich