Kahlschlag in Ahrensfelde
Geschrieben von Karl-Heinz Wenzlaff in Umwelt, Tags: Ahrensfelde, Bernau, Maerkische Oderzeitung, 1.263 mal gelesen
Diesen Bäumen in der Ahrensfelder Goethestraße ist nicht mehr zu helfen. Wir hatten hier auf dem Barnimblog ja bereits mehrfach über die diesjährige konzertierte Abholzaktion der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Barnim und der Gemeindevertretung Ahrensfelde berichtet. Inzwischen wurden in der Goethestrasse klare Tatsachen geschaffen.
Die betroffenen Anwohner der Goethestraße wurden über die Fällungsmaßnahmen nicht informiert. In der Januarausgabe des Amtsblattes der Gemeinde Ahrensfelde wurde lediglich der Beschluss über die abgeschlossenen Planungen für den Straßenausbau veröffentlicht. Die Bürger wurden vor einer Woche geradezu überrumpelt. Die Bäume waren nicht markiert und auch die ausführende Firma hatte die Baumfällaktion nicht angekündigt.
Das Fällen von Bäumen in der Fichte-, Freiligrath- und Jahnstraße konnte heute zunächst durch einen Eilantrag von Einwohnern beim Verwaltungsgericht gestoppt werden, wie die Märkische Oderzeitung am morgigen Dienstag berichten wird. Wie es in der Sache weitergehen wird ist jedoch derzeit völlig offen.
In zwei Wochen, am 15. März, ist glücklicherweise die Kettensägensaison für diesen Winter vorüber.
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Vorhin habe ich von einer Anwohnerin die Hiobsbotschaft erhalten, dass wohl leider nicht mehr viel zu retten sei.
Denn nicht nur in der Fichte-, sondern auch in der Freiligrathstraße soll die Kettensäge gewütet haben. Dort sollen Zweige und Äste rings um die kahlen Stämme liegen gelassen worden sein. Ganz nach dem Motto: Hauptsache intensiv die Zeit nutzen, um die Kronen der Bäume zu beseitigen. Die “fleißigen Handwerker” haben wohl im Akkord ganze Arbeit geleistet. :-(
Ein Hinweis in dieser Sache: Heute (Donnerstag) berichtet die Tageszeitung “Neues Deutschland” über den Ahrensfelder Fall im Artikel:
Ahrensfelder gegen Kahlschlag
137 Bäume sollen fallen, damit vier Wohnstraßen asphaltiert werden können
Von Veiko Kunkis
Link: http://www.neues-deutschland.de/artikel/125145.html
Ein Kahlschlagbild ist auch drin.
Mit der Goethestraße sind es sogar über 160 Bäume. Und der Asternweg ist nach aktuellen Infos nun auch von Bäumen befreit worden – dies alles ohne die Bürger einzuweihen bzw. einzubinden.
Es scheint in Ahrensfelde immer schlimmere Ausmaße anzunehmen. Einfach skrupellos! :-(
Heute widmet sich die MOZ erneut dem Fall Ahrensfelde:
http://www.moz.de/index.php/Moz/Article/category/Eberswalde/id/221907
Auch wenn vor Ort so gut wie gar nichts mehr zu retten ist (herzlichen Dank, Frau Opfermann!), werden die Proteste unter den Anwohnern in Ahrensfelde immer lauter und Gemeindeverwaltung sowie Bürgermeister gehen zunehmend in Deckung.
[...] wach und sehen, welches Desaster ihr Bürgermeister Wilfried Gehrke (CDU) durch die Fällung von 140 Bäumen in Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Barnim angerichtet hat. Der [...]