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Breitband für Brandenburg – wie sieht es im Barnim aus?

Die Brandenburger Industrie- und Handelskammern (Potsdam, Cottbus und Ostbrandenburg) haben der Breitband-Unterversorgung im ländlichen Raum den Kampf angesagt und die Aktion „Brandenburg braucht Breitband!“ aufgelegt. Die Initiative sieht sich als regionale Ergänzung der Breitbandinitiative des Bundes, deren Ziel es ist, bis 2010 50 % der privaten Haushalte mit einem Breitbandzugang fürs Internet zu versorgen.

Breitband in Brandenburg

Die Brandenburger Initiatoren schreiben:

Wir wollen durch die Plattform mehr Transparenz über Ihre Bedarfssituation, einen Anstoß für weitere Projekte sowie einen fairen und bedarfsgerechten Wettbewerb um die Versorgungsgebiete geben. Wenn Sie sich auch einen schnelleren Internetzugang wünschen, so beteiligen Sie sich einfach mit Ihrer Bedarfsmeldung und lassen es Ihre Nachbarn wissen.

Was ich hiermit getan habe. Wie sieht es nun im Barnim mit Breitbandversorgung aus?

Aus meiner Sicht extrem katastrophal. 10 Kilometer von der Berliner Stadtgrenze entfernt gibt es noch nicht einmal das langsamste DSL. Ich war Mitte 2007 gezwungen, mein Unternehmen von Rüdnitz nach Bernau zu verlegen – in den Städten funktioniert DSL glücklicherweise einigermaßen.

„Wolfserwartungsland“ nennt man Brandenburg bekanntlich aus anderen Gründen. Der Vergleich trifft aber durchaus auch beim Thema DSL zu. In Bezug auf die Breitbandversorgung ist es in großen Teilen des Landes schon jetzt ähnlich wie in Sibirien, nur dass hier noch weniger Wölfe heulen.

Welche Erfahrungen haben Sie zuletzt mit DSL im Barnim gemacht?

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3 Kommentare » Schreiben Sie einen Kommentar

  1. Hey,
    ja, es gibt DSL, aber selbst in Wandlitz bei Bernau nur in einigen Straßen, die regelrecht näher an Berlin sind als die Ortsmitte. Wer wie wir das Pech hat, genau die entscheidenden drei Querstraßen weiter zu arbeiten, hat eben nur langsamstes ISDN mit für die heutige Zeit jämmerlichem Tempo. Offensichtlich ist das dort verlegte Glasfaserkabel der letzte Aufschrei der Telekom, denn Umrüstung wieder auf normale Leitungen lohnt sich offensichtlich nicht. Die paar zu erwartenden Nutzer laufen möglicherweise auch noch zur Konkurrenz über und dann ist der große Gewinn beiden Gebühren viuel zu klein.
    Naja, wie üblich eben, man wird an die Methoden der Bahn erinnert, Fläche ausdünnen, große Vorzeigestrecken hätscheln.
    Andreas

  2. @Andreas
    Bis vor 3 Monaten dachte ich wie Du. Ich wohne und arbeite in Tempelfelde (liegt etwa zwischen bernau und eberswalde) Unser Dorf ist im Gegensatz zu Wandlitz so unbekannt, dass selbst wenige Orte weiter die Leute den Namen oft noch nie gehoert haben. Auch bei uns wurden Mitte der 90er Jahre Glasfaserkabel verlegt, was dem Anschluss von DSL bisher offensichtlich im Wege stand. Als Grund wurden die hohen Kosten fuer die Vermittlungstechnik fuer DSL uebers Glasfasernetz angegeben. Bis Mitte letzten Jahres hiess es bei der TK noch „Der Ausbau ist auf unbestimmte Zeit nicht geplant“. Verschiedene Initiativen unsererseits blieben unbeantwortet. Um die TK dazu zu bewegen sich mal realistisch mit dem Thema auseinanderzusetzen beantagte ich einen DSL-Anschluss und gab vor alle Kosten uebernehmen zu wollen, „egal wie hoch“. Wie erwartet passierte trotzdem nichts. Im November 2007 kam dann die ueberraschende Wende: Ich wurde 11.11.(!) von einem Wettbewerber der TK angerufen, der mir sagte das bei uns jetzt DSL verfuegbar sei. Ich hielt das ganze fuer einen Marketingschaerz. Als sich in den Tagen danach die halbe Branche mit aehnlichen Angeboten meldete, keimte so etwas wie Hoffnung auf. Ich beauftragt zunaechst eine Unternehmen mit einem deutlich guenstigeren Angebot als die Telekom. Als ich nach 3 Wochen und x Anmahnungen noch immer keine Auftragsbestaetigung erhalten hatte (zwischenzeitlich wollte mich das Callcenter des betreffenden Unternehmens 3 weitere Male Anwerben) probierte ich es dann doch direkt bei der Telekom… und siehe da… seit 3 Wochen ist der Anschluss hergestellt und funktioniert problemlos!!!
    Allerdings ist die Kapazitaet auf 2000Mbit beschraenkt, was der Technologie von DSL uebers Glasfasernetz wiederspricht(eigentlich superschnelles V-DSL) Ich vermute deshalb, das eine Ubertragungsstation mit Richtfunkverbindung nach Bernau oder aehnliches eingerichtet wurde.
    In Bezug auf weitere DSL Anschluesse im Barnim, auch in Bereichen wo Glasfaserkabel liegen kommt „Unverhofft“ hoffentlich noch oft.

  3. Hallo,

    in Biesenthal ist DSL grundsätzlich verfügbar. In der Bahnhofstrasse (Nähe Bahnhof) haben wir DSL-2000 von 1&1 (via Telekom), was real auch knapp erreicht wird. Anscheinend ist inzwischen auch mehr als 2Mb/s möglich? Hat jemand Erfahrung?

    Kann jemand etwas über die UMTS-verfügbarkeit sagen?

    Schönen Abend
    W.