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Jens Koeppen (CDU) schwenkt gegen Sondermüllverbrennungsanlage ein

logo-mva.jpgDie Nachricht aus der heutigen Ausgabe der MOZ hat mich fast vom Hocker gerissen: Plötzlich und unerwartet bietet der CDU-Bundesabgeordnete Koeppen den Gegnern der Steil-Sondermüllverbrennungsanlage seine Unterstützung an. Zudem möchte er als Mitglied im Bundesumweltausschuss bei Bedarf entsprechende Kontakte knüpfen, um etwaige Klagen gegen das Vorhaben inhaltlich zu unterstützen.

Na sowas! Befinden wir uns etwa schon im Kommunalwahlkampf?

Die Wandlungsfähigkeit mancher Politiker-Charaktäre ist erstaunlich. Denn bislang haben wir von Jens Koeppen zur geplanten Sondermüllverbrennung in Eberswalde nur nebulöse Töne vernommen. Er schwieg zwar nicht, lehnte sich aber auch nie aus dem Fenster. Dass Koeppen allerdings nichts Konkretes vom geplanten Mülltourismus gewusst haben möchte, ist wenig glaubwürdig. Denn das haben doch schon die Spatzen von den Finower und Lichterfelder Dächern gepfiffen!

Zu seiner Verteidigung muss ich dennoch anfügen, dass Koeppen sich nie zu plump-dumpfen und wenig fachlich fundierten Äußerungen bezüglich der unter technischen Minimalanforderungen geplanten Anlage hinreißen ließ.

Wird meine Genossin Petra Bierwirth (SPD), die Vorsitzende des Umweltausschusses des Deutschen Bundestages, nun auch zur Vernunft kommen? Zudem richte ich meine Frage an den SPD-Wahlkreisabgeordneten Markus Meckel – der in der breiten Öffentlichkeit bislang noch keine Positionen zur Sondermüllverbrennung vertreten hat – ob er den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort im Kampf gegen die Steil-Anlage endlich tatkräftig helfen wird?

Als Bürgerinitiative für eine gesunde Umwelt – Schorfheide e.V. (BI-S) wären wir natürlich über jede weitere „semiprominente“ Unterstützung hocherfreut!

Also dann mal ran, Petra und Markus!

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Veröffentlicht von

Dr. Andreas Steiner, Diplom-Geograph und Waldökologe, lebt seit 1999 im Barnim. Als Fachgutachter ist er bei einem Projektträger des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie in Berlin beschäftigt, der innovative Forschungs- und Entwicklungsprojekte von klein- und mittelständischen Unternehmen im Bereich Technologie betreut. Seit mehr als 10 Jahren engagiert sich der Querdenker und -tuer ehrenamtlich in der Umwelt- und Sozialpolitik.
Im Rahmen der Brandenburger Kommunalwahlen 2008 wurde er als Parteiloser für Bündnis 90/Die Grünen in die Eberswalder Stadtverordnetenversammlung gewählt. Ende 2011 musste er aufgrund eines Wohnsitzwechsels dieses Mandat niederlegen. Derzeit gehört er der Gemeindevertretung Schorfheide an und ist Vorsitzender der Fraktion Freie Wähler/Bürgergemeinschaft Kommunalabgaben (BKB).
Steiner hat Mitgliedschaften der GRÜNEn LIGA Brandenburg und der NaturFreunde Oberbarnim-Oderland. Seine Hobbys sind Wandern, Radfahren, Schwimmen, Saunieren, Kochen – und natürlich der ehrenamtliche Journalismus, insbesondere wenn es um die Behandlung kritischer und brisanter Themen geht.
Folgenden Leitspruch eines großen deutschen Gewerkschafters hat er sich zum Lebensmotto gemacht: „Nicht Ruhe, nicht Unterwürfigkeit gegenüber der Obrigkeit ist die erste Bürgerpflicht, sondern Kritik und ständige demokratische Wachsamkeit“ (Otto Brenner, 1968).

4 Kommentare » Schreiben Sie einen Kommentar

  1. Der Hinweis zum Wahlkampf scheint mir in die richtige Richtung zu gehen. Ein anderer Grund, weshalb sich das MdB Koeppen so mutig hinter den fahrenden Zug werfen sollte, erschließt sich mir nicht.
    Da die Gegner der Anlage allerdings derart tief in der Materie stecken, bedarf es wohl nicht der selbstlosen Hilfe eines mit Unwissenheit zum Thema Mülltourismus geschlagenen MdB.
    Scheinbar sind just nach der Erteilung der Genehmigung durch das LUA die Immunsysteme der Bierwirths und Koeppens nicht mehr so resistent gegen konkrete Fakten und Zahlen, wie sie es noch vor wenigen Wochen waren.

    Im Wahlkampf muss man den Wählern schließlich etwas bieten.

  2. Koeppen? MdB Koeppen? War der schon mal hier? Den kenn ich gar nicht. Nur weil einer die Wahlkreise so komisch zusammengelegt hat…

  3. Pingback: Koeppen will bleiben – Ein Gewinn für die Region Barnim/Uckermark?