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10.000 Euro Verhinderungsprämie ausgelobt

In der Online-Ausgabe der Märkischen Oderzeitung war bereits am vergangenen Donnerstag zu lesen, dass ein anonymer Unternehmer aus dem Barnim für die Verhinderung der Steil-Sondermüllverbrennung in Eberswalde 10.000 Euro ausgelobt hat. Die MOZ zitiert Toralf Köhn, Chef eines Holzfachmarktes in Klosterfelde, als Kontaktperson des anonymen Auslobers:

„Wir werden eine Zeitungsanzeige schalten und an Berliner Universitäten und an Hochschulen sowie in der Fachhochschule in Eberswalde Aushänge anbringen. Die Belohnung von 10 000 Euro ist hoffentlich für einige pfiffige oder rechtlich bewanderte Studenten ein Anreiz, Möglichkeiten zu recherchieren, das Projekt noch zu Fall zu bringen. Unser Ziel ist es nicht, ein paar Zugeständnisse, einen Filter mehr oder so etwas zu erreichen. Wir wollen nicht, dass diese Sondermüllbude gebaut wird“

Unter den Gegnern der Sondermüllverbrennungsanlage wird jetzt überlegt, wie diese Summe weiter aufgestockt werden kann. Würde jeder Einwender zum Beispiel nur 1 oder 2 Euro für diesen Zweck bereithalten und sich weitere Unternehmer engagieren, so könnte ein junger (angehender) Jurist davon sicher die eine oder andere Rechnung bezahlen. Außerdem wären diese bezahlten Recherchen bei Erfolg ein sehr gut bezahltes Praktikum und ein Glanzpunkt in der persönlichen Vita.

Dass sich weitere Unternehmen engagieren könnten, ist nicht unwahrscheinlich, denn es gibt durchaus Unternehmen, deren Existenz und die von zig Arbeitsplätzen durch die Sondermüllverbrennungsanlage gefährdet wären.

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4 Kommentare » Schreiben Sie einen Kommentar

  1. Hallo Stefan, ich lese gerade eine Nachricht der Pressestelle der Stadt Eberswalde:

    Bekanntmachung zur Thermischen Verwertungsanlage

    Seit … 10.1.2008 bis 23.1.2008, liegt im Rathaus der Stadt Eberswalde,
    Raum 106, die Bekanntmachung des Landesumweltamtes Brandenburg aus zur
    „Genehmigung für eine Anlage zur thermischen Verwertung von Abfällen mit
    vorgeschalteten Einrichtungen zur Abfallaufbereitung in 16227 Eberswalde“.

    Die Unterlagen sind zu folgenden Zeiten einsehbar:
    Mo 9-12Uhr, Di 9-12 und 13-18Uhr, Mi 9-12, Do 9-12 und 13-18Uhr sowie Fr
    9-12Uhr.

    Pressestelle der Stadt Eberswalde

    (Ende)

    Auch in Finowfurt besteht wohl die Möglichkeit der Einsichtnahme bis zum 23. Januar. Ich las heute im „Blitz“ etwas von „auf den Fluren des Bauamtes.“

  2. Die MOZ hatte über die Auslegung des Genehmigungsbescheides bereits am 02.01.08 berichtet!

    Es wäre gut, wenn jeder, der seine Unterschrift gegen die Anlage gegeben hat – es waren ja bekanntermaßen 14267 – einen Euro auf die ausgelobten 10.000€ rauflegen würde, somit wäre dann die Summe mehr als verdoppelt.
    Und wenn man das dann auf die etwa 40.000 Waldstädter und die angrenzenden Gemeinden in der unmittelbaren Nähe der geplanten Anlage weiterdenken würde, dann könnte etwas passieren.

  3. @Stefan Reckin
    Ich hoffe in der Tat, dass sich der eine oder andere Anwohner auch noch dazu bereit erklären wird, diesen bisherigen Betrag von 10.000 EUR aufzustocken.
    Für Leute, die sich diesbezüglich engagieren wollen, müsste dies noch organisatorisch geregelt werden.
    Ich jedenfalls möchte mit gutem Beispiel vorangehen und erkläre an dieser Stelle, dass ich zunächst 20 EUR dazu geben werde.

  4. Pingback: Plakat-Aktionen gegen Sondermüllverbrennungsanlage Theo Steil in Eberswalde - BAR-blog | Wir bloggen den Barnim