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Keine Heizpilze für Raucher vor Gaststätten!

Eines muss man unserer Wandlitzer Bundestagsabgeordneten Petra Bierwirth (SPD) lassen:
Sie versteht es immer wieder, polarisierende Themen aufzugreifen. Als Al-Gore-Sympathisantin und scharfe Kritikerin der Palmölproduktion auf Borneo agiert sie weltweit, als Befürworterin der Vorratsdatenspeicherung und der Sondermüllverbrennungsanlage der Firma Steil kennen wir sie im Barnim.

Heute hat Petra Bierwirth ein weiteres wichtiges Umweltthema angepackt. Sie fordert einen Verzicht auf Heizpilze, die Wirte vor ihren Lokalen aufstellen, um rauchende Gäste nicht in der Kälte stehen zu lassen. „Verzichtet auf die Dinger.“ Wer trotz des weitgehenden Rauchverbotes in der Gastronomie unbedingt rauchen wolle, müsse nicht auch noch einen Wärmestrahler vor die Tür gestellt bekommen. „Jeder Gastwirt sollte im Hinterkopf den Kohlendioxid-Ausstoß und die Kosten von Heizpilzen haben“ wird Bierwirth in der Saarbrücker Zeitung und in der Lausitzer Rundschau zitiert.

Wo sie Recht hat, hat sie Recht.

Lesenswerter Nachtrag: „Erhitzte Diskussion um Heizpilze“ in der WAZ vom 4.1.2008

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14 Kommentare » Schreiben Sie einen Kommentar

  1. bierwirth und die bierwirte :-)
    da fällt mir irgendwie nichts mhr ein.

  2. Was ist denn nun daran schon wieder verkehrt? Sind Heizpilze für Nikotinabhängige weniger schädlich als für Nichtabhängige?
    Zitat aus dem Tagesspiegel:

    „[…]Die „Heizpilze“ genannten Propangasbrenner sind Giftpilze fürs Klima, weil sie pro Stunde bis zu 3,5 Kilogramm Kohlendioxid (CO2) in die Luft blasen. Das entspricht etwa der Ökobilanz von 25 Kilometer Autofahrt und summiert sich nach einer Berechnung der Grünen pro Jahr allein in Berlin auf etwa 20 000 Tonnen CO2, das mitsamt der flüchtigen Wärme in die Luft geblasen wird[…]“
    (www.tagesspiegel.de/berlin/Landespolitik;art124,2403868)

    Der Artikel verweist u.a. auf 3000 – 5000 „Heizpilze“ in Berlin, Tendenz steigend.

  3. @Hartmut: Nichts ist daran verkehrt. Ich sage es doch: Hier liegt Frau Bierwirth mal richtig mit ihrer Forderung nach Abschaffung dieser Klimaverpester. Das passt aber nicht zu ihrer sonstigen Haltung, zum Beispiel ihrer Unterstützung der geplanten Fällung von 700 Ahornbäumen an der K6005, ihrer Befürwortung der Dreckschleuder der Firma Steil in Eberswalde oder der Mundtotmachung von Umweltschützern in ihrer eigenen Partei SPD.

    Kann ja sein, dass Petra Bierwirth für 2008 gute Vorsätze gefasst hat und ihre Einstellung zum Positiven wandeln möchte. Ich gebe die Hoffnung nicht auf. Anderseits: Je näher Wahlen rücken, desto mehr reden Politiker mit „Volkes Stimme“. Deshalb bleibe ich skeptisch bei erwiesenen Opportunisten und Opportunistinnen.

  4. wann wird endlich das grillen im eigenen garten als klimakiller hochgepuscht – ich finde jeder, der sich über heizpilze vor lokalen oder sonstwo aufregt, sollte aus gewissensgründen nie mehr in ein flugzeug steigen und vielleicht für 29,99 Euro von A nach B fliegen, um dort ein paar schöne tage zu verbringen

  5. Schorsch: da bin ich ganz dafür! Das mit den Billigfliegern ist wirklich ökologischer Unsinn. Wenn man dann dafür auch noch die Umgebung des Flughafens Finow opfern will…
    Weiterer ökologischer Unsinn sind auch übrigens diese elenden Laubblaser, die manche Garten-„Freunde“ anstelle von Harken benutzen. Grills? Muss man mal drüber nachdenken.
    Wir können ja im Moment noch locker so tun, als gehe uns das alles nichts an und als sei ein Heizpilz hier und ein SUV dort gar kein Thema. Mal schauen, welche heute schon lebende Generation dann zwangsweise zu Jacke und Harke greifen muss, weil wir die fossilen Brennstoffe noch wie blöd rauhauen und der Sprit dann – oops! – plötzlich alle ist. Wohl dem, der schon älter ist!

  6. Karl-Heinz: Ich meinte auch nur den Kommentar vom Ex-Raucher. Und Schorsch scheint ja auch lieber alles beim alten lassen zu wollen. Über klimaschädliche Verhaltensweisen nachzudenken… wo kämen wir da hin!
    Dass die SPD hier irgendetwas mit Umweltschutz zu tun hätte, kann ich auch nicht erkennen. Wie es damit aber bei der Bevölkerung der Region bestellt ist, sieht man an den Wahlergebnissen für die Grünen. Und an den Natruflächen um die Ortschaften herum…

  7. ich denke schon über klimaschädliches verhalten nach und dass mit dem grillverbot war übrigens nur ein witz, hartmut.
    beispiel:
    in brasilien werden die meisten fahrzeuge mit ethanol=alkohol betankt, das aus nachwachsenden rohstoffen produziert wird. die umweltschädlichen emissionen dieser fahrzeuge sind wesentlich geringer als die von herkömmlichen. hier wird dann behauptet (konzerne+politiker), die würden dafür den regenwald roden, um ständig neue anbaugebiete für zuckerrohr zu gewinnen. stimmt das, stimmt das teilweise oder ist die behauptung falsch.
    o.k. wir sind in deutschland und hier wächst zwar kein zuckerrohr, aber dafür viele andere hochgezüchtete pflanzen, knollen etc., woraus erdölprodukte – besonders benzin – ersetzt werden könnten. wir leben in einem der hochtechnisiertesten länder der welt, wo vieles möglich wäre. doch wer entscheidet darüber bzw. will keine strikte veränderung.

  8. schorsch – das mit dem Witz hab‘ ich wohl verstanden. Mein Kommentar mit dem Grillen war auch so gemeint.
    Was mich an der ganzen Umwelt- etc. Debatte nervt ist, dass es bei uns so langsam vorangeht. (Und es nützt gar nichts, wenn jetzt der nächste Schlaumeier feststellt, dass es in Rumänien etc. noch langsamer geht). Alles dreht sich hier um Dinosaurier-Technologie, die man um jeden Preis erhalten muss. Dabei sind wir in Deutschland noch relativ weit, was Umwelttechnologien angeht. Und doch meint Ms. Mörkel noch immer der Autoindustrie nach dem Mund reden zu müssen, die lieber mit ihren fetten SUV’s untergeht als rechtzeitig in neue Umwelt-Technologien zu investieren. (Und ich meine nicht irgendein blaues Zeugs, das man mal in den Diesel-Tank kippt).
    Das mit den nachwachsenden Rohstoffen ist auch so ’ne Sache. Schon heute steigen die Lebensmittelpreise, u.a. deswegen, weil nun eine Konkurrenz stattfindet: soll man die Ackerflächen für Biotreibstoffe einsetzen oder für Nahrungsmittel? Irgendwie habe ich da ein emotionales Problem, wenn wir unseren Weizen und unsere Kartoffeln in Biosprit verwandeln, um ja weiter diese lachhaft albernen Monsterautos fahren zu können. Da gibt es auch noch dieses Ding mit dem Hunger.
    Vor Jahren hat man schon ausgerechnet, dass in etwa 2 Prozent der Wüsten unserer Erde ausreichen würden, um dort per Solarenergie all die elektrische Energie zu erzeugen, die die Welt momentan baut.
    Schon hört man die Bremser jammern… „oh, was für ein Aufwand!!!“
    Da haben Generationen vor uns Kathedralen und Kontinent umspannende Eisenbahnnetze gebaut, man verbrät Milliarden für Kriege; wieso soll da nicht eine so reiche Generation wie unsere einen neuen Technologiesprung hin zur Solarwirtschaft schaffen können?
    Jede/r soll so viel Auto fahren und sein Haus heizen und kühlen (und grillen!) dürfen soviel er/sie will – solange man seine elektrische Energie auf dem eigenen Dach erzeugt bzw. die äquivalenten Beträge in Solarkraftwerke investiert.
    Klar, dass das nicht in einem Jahr zu schaffen ist.

  9. Hallo, echt heisse Diskussion hier. Eine Anmerkung zu Schorsch vom 04.01.2008: Die laufende Umweltpolitik ist für mich völlig verlogen und geht schon deshalb ständig schief! Zu den Biokraftstoffen sage ich nur Biodiesel, eine echte Alternative zum mineralischem Diesel! Was ist hier los? Erst für Millionen geförderte Anlagen bauen lassen und dann den Kraftstoff quasi „tod“ machen. Der liegt jetzt mehr im Tanklager als er sich verkaufen lässt. In einigen Monaten wird er ganz verschwinden. Tolle Nummer die uns wieder unzählige Millionen Fördergelder gekostet hat und zudem kontraproduktiv gegenüber dem Umweltschutz läuft. Alle gegenwärtigen anderen Alternativkraftstoffe mögen ja toll sein, allein die natürlichen Resourcen würden nie ausreichen, um eine Bedarfsdeckung zu erzielen, dass kann man nicht wegreden! Das gilt auch für Ethanol/Alkohol. Zu erst ist die Fahrzeugindustrie gefragt, die den Verbrauch deutlich senken könnte, wenn sie denn wirklich wollte! Im Übrigen, wer (Vater Staat) Millarden Einnahmen aus Bereichen hat, die der Umwelt schaden, der dürfte doch gar kein ernsthaftes Interesse an der Einschränkung dieser Bereiche haben, er würde sich doch selbst ruinieren!?! Und schon deshalb bleibt es eine verlogene Politik. Mal ein wenig nach Außen so tun als ob, Umweltpässe für Häuser-was für ein Quatsch, als ob dies wirklich was ändern würde! Auch die Kämpfe um Bäume sind nur Grabenkämpfe! Was nuzt ein erhaltener Baum, wenn zugleich an der Autobahn, so quasi unbemerkt im vorbeigehen,hunderte gefällt werden, um einen protzigen Parkplatz zu errichten (Zwischen Lanke und Wandlitz)? Fährt man die A11, so findet man reichlich Flächen, auf denen keine Bäume stehen! Wer entscheidet hier soetwas?

  10. @Rainer: Bingo. Wenn mit „laufender Umweltpolitik“ die Umweltpolitik der im Eberswalde, in Potsdam und in Berlin regierenden Parteien gemeint ist, unterschreibe ich jedes Ihrer Statements, auch die zu den Subventionen und den „Umweltpässen“. Mit einer Ausnahme: Kämpfe um Bäume sind keine Grabenkämpfe, sondern haben hier im Barnim schon etwas erreicht (siehe unser Titelbild). Bei der Planung des Parkplatzes zwischen Lanke und Wandlitz an der A11 ist tatsächlich eine ziemliche Sauerei passiert. Man hätte den Parkplatz genausogut auf freier Fläche nahe Bernau anlegen können.

  11. @Karl-Heinz: Das mit den Grabenkämpfen ist zwingend in dem benannten Zusammenhang zu sehen! Natürlich muss man um den Erhalt unserer Bäume kämpfen und im Barnim sind da tatsächlich gute Erfolge zu verzeichnen! Man muss aber auch immer bereit sein, notwendige Kompromisse zu finden. Das scheint mir manchmal auch etwas schwierig. Wo es tatsächlich Not tut und sinnvoll erscheint, bleibt es manchmal nicht aus, auch eine Allee zu fällen. Alternativen müssen vorher abgewägt werden. Leider sind solche sachlichen Diskussionen auf den entsprechenden Ebenen halt schwer. Für mich auch nicht ganz nachvollziehbar, dass man Alleebäume bei Neuanpflanzungen, teilweise eben auch wieder direkt an die Straße setzt.

  12. @Rainer
    Erst einmal sind Alleefällungen nicht gesetzeskonform. Sie verstoßen (zum Glück immer noch!) gegen § 31 BbgNatSchG. Also gibt es da auch keine Alternativen der Abwägung. Es sei denn, es würde sich um Projekte mit überaus hoher (nationaler oder internationaler) Priorität handeln, denen sie dann zum Opfer fallen würden (z.B. Bundesautobahnen, bestimmte Flughäfen). Das hat wohl der regionale Bauernchef Holger Lampe auch nicht so recht gecheckt, wie ich dem heutigen Artikel der MOZ entnehmen muss.

    Zweitens ist es naturschutzfachlich betrachtet ein Unterschied, ob Waldflächen Baumaßnahmen zum Opfer fallen oder in der freien Landschaft – diesen entsprechend viele – Alleebäume abgeholzt werden. Ich will das hier nicht im einzelnen bewerten, da kommt es auch immer auf den Waldtyp und dessen Schützwürdigkeit etc, etc. an.
    Doch eines ist zumindest klar: Alleen haben biotopvernetzende Funktionen, z.B. zwischen zwei Waldflächen, und sind deshalb als besonders wertvoll einzustufen.

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