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Über 100 große Bäume in Ahrensfelde von Fällung bedroht

Geplante Fällungen in AhrensfeldeDie Gemeinde Ahrensfelde will 106 alte Bäume in der Freiligrathstraße, in der Fichtestraße und in der Jahnstraße im Zuge von Straßenerneuerungsmaßnahmen fällen lassen. Bei den Bäumen handelt es sich überwiegend um 80-jährige Linden. Dies geht aus einem Antrag hervor, den der Ahrensfelder Bürgermeister Wilfried Gehrke (CDU) am 29. November 2007 beim Landkreis Barnim gestellt hat. Bis zum 5. Januar 2008 sollen die anerkannten Naturschutzverbände nun ihre Stellungnahmen abgeben.

Zwar ist die Pflanzung von „115 geeigneten Kleinbäumen“ in den betroffenen Straßen und fünf weiteren an der Ahrensfelder Straße vorgesehen. Jedoch dürfte diese „Ersatzmaßnahme“ auf Jahrzehnte hinaus nicht den ökologischen Verlust und den Verlust an Lebensqualität ausgleichen, den die Ahrensfelder erleiden werden.

Einen guten Überblick über die gefährdeten Bäume gewinnt man auf diesem Luftbild bei Google Maps.

Die Fällungen müssen bis Mitte März 2008 abgeschlossen sein. Es ist aber zu befürchten, dass schon im Januar Tatsachen geschaffen werden, wenn die Öffentlichkeit nicht reagiert.

Die nächste öffentliche Sitzung des Hauptausschusses mit Einwohnerfragestunde findet am Montag, den 7. Januar 2008, um 19:00 Uhr im Gemeindesaal (Dorfstr. 49, Ahrensfelde) statt. Die nächste Sitzung der kompletten Gemeindevertretersitzung ist für den 21. Januar 2008 geplant.

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3 Kommentare » Schreiben Sie einen Kommentar

  1. Ich gehe mal stark davon aus, dass die Anwohner der betreffenden Straßen in Ahrensfelde bislang über dieses Vorhaben – zumindest nicht vollständig – informiert worden sind. Insbesondere, dass für die Straßenausbauarbeiten große Bäume weichen müssen.
    An dieser Stelle möchte ich auch die MOZ bitten, sich dieser Angelegenheit anzunehmen und breite Öffentlichkeit zu schaffen.

    Als Vertreter eines der anerkannten Naturschutzverbände (GRÜNE LIGA Brandenburg) werde ich eine Stellungsnahme formulieren. Die verbleibende Zeit für eine Stellungsnahme ist mal wieder sehr knapp bemessen. Das hat mittlerweile System. So hat das Landesbüro anerkannter Naturschutzverbände erst am 10.12.07 diesen Bescheid vom Landkreis Barnim (Untere Naturschutzbehörde) erhalten.

    Wie ich der kurzen Stellungsnahme im Anschreiben der Unteren Naturschutzbehörde entnehmen konnte, werden seitens dieser „Bastion des Barnimer Naturschutzes“ gleich schon wieder Vorab-Argumente präsentiert, warum nicht baumerhaltend geplant und gebaut werden kann. Dass sich die UNB noch nicht insgeheim zu Tabula-Rasa entschieden hat (und zwar für die Vorgehensweise der Projektierer bzw. damit der Gemeinde Ahrensfelde), nehme ich ihr deshalb und auch aus meinen bisherigen gemachten Erfahrungen mit dieser Behörde, nicht ab.

  2. Pingback: Naturschutzverbände für baumerhaltenden Straßenausbau in Ahrensfelde « BAR-blog | Wir bloggen den Barnim

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