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Prenzlau statt Biesenthal – Zusammenlegung von Asylbewerberunterkünften wird diskutiert

Die Zukunft des Biesenthaler Asylbewerberheimes wird bereits seit längerer Zeit intensiv diskutiert. Nun gibt es einen relativ neuen und recht überraschenden Vorschlag.Nach Informationen des Berliner „Tagesspiegels“ „erwägen die Landkreise Uckermark und Barnim ihre Unterkünfte für Asylbewerber zusammenzulegen.
Als Standort des „Kooperationsprojektes“ ist die Stadt Prenzlau vorgesehen.
Hierzu heißt es:

„Die beiden Heime in Uckermark und Barnim werden von demselben Betreiber unterhalten, wie die Sozialdezernentin Ulonska erklärt. Dieser hatte sich mit der Idee einer Fusion beider Einrichtungen an die Kreisverwaltung von Barnim in Eberswalde gewandt. Das Haus in Biesenthal mit seinen noch 108 Bewohnern habe einerseits den Nachteil, dass es sehr weit abgelegen sei. Die Bewohner der Unterkunft hätten es schwer, ihre Besorgungen und Ämtergänge zu erledigen. Und von Integration könne dort auch keine Rede sein. Zudem müsse der Betreiber die Biesenthaler Immobilie von einem anderen Eigentümer pachten, sagt Ulonska. Das Haus in Prenzlau hingegen, das wegen der rückläufigen Zahlen genügend Platz habe, um die Heimbewohner aus Barnim aufnehmen zu können, gehöre dem Betreiber selbst.
Der Vorschlag aus den beiden nordöstlichen Landkreisen könnte womöglich zum Modell für ganz Brandenburg werden, heißt es im Sozialministerium. Denn jeder märkische Landkreis habe ähnliche Entwicklungen zu verzeichnen, wie Claudia Szczes, Sprecherin im Sozialministerium sagt. Wenn die Zahl an Asylsuchenden weiter zurückgehe, könnte dies dazu führen, „dass es in anderen Landesteilen auch zu solchen Wünschen kommt“. Gegenwärtig prüfe das für Ausländerrecht zuständige Innenministerium, ob es aus juristischer Sicht zulässig wäre, die Asylbewerberheime zusammenzulegen, sagt Szczes.

Dabei gehe es unter anderem um die Residenzerweiterung, also die Vergrößerung des den Asylbewerbern erlaubten Aufenthaltsbereiches von nur einem Landkreis auf beide, wie Barnims Sozialdezernentin Ulonska sagt. Fraglich sei zudem – sollte es zu einer Fusion kommen –, wer demnächst wofür zuständig ist. „Wir wollen nicht alle Verantwortung einfach auf die Uckermark abwälzen“, sagt Ulonska.“

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