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Friendly Fire: Palmölproduzenten laden Petra Bierwirth aus

Während wir im adventlichen Barnim heute abend bei Kerzenlicht den Klimawandel bedauern, kümmert sich unsere Barnimer Bundestagsabgeodnete Petra Bierwirth (SPD) auf Borneo um bitterböse Palmölproduzenten. Petra Bierwirth, deren Namen im Barnim für die geplante Errichtung einer Sondermüllverbrennungsanlage in Eberswalde, die versuchte Abholzung der geschützten Allee Rüdnitz-Danewitz und die Ausweitung der Maismonokulturen zur Bioenergiegewinnung steht, wurde von den britischen Betreibern einer Palmölplantage trotz Einladung vor die Tür gesetzt, wie einer Pressemeldung des Deutschen Bundestages vom Freitag zu entnehmen ist:

Palmöl-Plantage in Indonesien lädt Umweltausschuss-Delegation aus

Eine Delegation des Umweltausschusses des Deutschen Bundestages hält sich derzeit auf der indonesischen Insel Borneo auf. Parallel zur UN-Klimakonferenz auf Bali wollen die Abgeordneten sich über die Gefährdung des Regenwaldes und die sich daraus ergebenden Gefahren für den Klimaschutz informieren. Wie die Delegationsleiterin und Ausschussvorsitzende Petra Bierwirth mitteilte, sei dabei ein wichtiger Punkt der in Europa geforderte nachhaltige Anbau von Bioenergie.

Geplant sei nach ihren Angaben auf Borneo unter anderem der Besuch einer Palmöl-Plantage eines britischen Unternehmens gewesen, an dem auch Pressevertreter teilnehmen sollten. Dieser Besuch sei dann kurzfristig wegen der Pressebegleitung der Abgeordneten vom Unternehmen abgesagt worden.

Die Delegation des Deutschen Bundestages zeigte sich parteiübergreifend enttäuscht, dass sich die Palmöl-Produzenten offenbar eventuellen kritischen Nachfragen nicht stellen wollten. Gerade während der UN-Klimakonferenz sei dies ein bemerkenswertes Signal, gerade von einem Unternehmen aus der EU.

Palmölproduktion steht seit langem in der Kritik, weil bei der Anlage der Plantagen große Flächen tropischen Regenwaldes unwiederbringlich vernichtet werden. Darüberhinaus wird die von der Biomassemafia häufig vorgebrachte günstigere CO2-Bilanz im Vergleich zu Dieselöl von Kritikern bezweifelt.

Dass die britischen Palmölproduzenten auf Borneo gerade Petra Bierwirth nicht treffen wollten, empört die Delegationsmitglieder zu Recht. Die Briten müssen offenbar Freund und Feind verwechselt haben. Im Irakkrieg nannten es die Briten „Friendly Fire“, wenn ihre Stellungen von den eigenen Verbündeten beschossen wurden. So oder so ähnlich muss man (und frau) sich auf Borneo gefühlt haben.

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2 Kommentare » Schreiben Sie einen Kommentar

  1. Im Gegensatz zu Malaysia, wo bereits ein Grossteil des Landes von Palmoelplantagen ueberzogen ist, betrifft dies in Indonesien erst einen relativ kleinen prozentualen Anteil der Gesamtflaeche des Landes. Die Momentan zur Palmolproduktion freigegebene Flaeche in der Groesse Belgiens ist winzig wenn man bedenkt das die 17000 Inseln eine Ost-West ausdehnung von mehr als 5000 Km haben. Doch genau darin liegt die potenzielle Bedrohung fuer die meist auslaendischen Plantagenbesitzer. Es steht Ihnen damit noch ein schier unendliches Potenzial an Regenwaldflaeche zur Vernichtung/Umwandlung in Palmoelplantagen zur Verfuegung. Entsprechend gross sind die potenziellen Verluste, sollte die Indonesische Regierung auf internationalen Druck hin Ihre Unterstuetzung zurueck ziehen. Die Herren Plantagenbesitzer in Indonesien scheuen die Presse deshalb wie der Teufel das Weihwasser und haben meines Erachtens nie ernsthaft in Erwaegung gezogen mit deutschen Politikern zusammen zu treffen, denn „diese Deutschen mit ihrem Oekofimmel sind doch alle gleich gagga“

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