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„Gott“ springt ab

Die Ziele waren hoch gesteckt. Spätestens im Jahr 2009 beabsichtigte der „Förderverein Conradium e.V.“ in Wandlitz „die etwas andere Grundschule“ in Betrieb zu nehmen. Durch ganzheitliche Erziehung auf Grundlage des christlichen Menschenbildes (tja, das kann vieles bedeuten) wollte man als „Gegengewicht“ heranwachsen. Eine Bastion „gegen die Beliebigkeit, die in weiten Kreisen unserer Gesellschaft um sich gegriffen hat.“

Im September 2007 hatte das Erzbischöfliche Ordinariat einen Genehmigungsantrag beim Brandenburger Bildungsministerium gestellt, das Grundstück wurde erworben, die Anmeldeformulare standen online. Als Paten steht dem Verein die „erste Garde Brandenburger Gutmenschen“ zur Seite: Petra Bierwirth, Jens Koeppen und Thomas Lunacek. Dann verkündete das Erzbistum plötzlich seinen Rückzug.

Die „hohen Herren“ hatten das Projekt gründlich durchgerechnet und offensichtlich für unwirtschaftlich befunden. Wie Bistumssprecher Stefan Förner gegenüber der Märkischen Allgemeinen erklärte, habe man “Standort und Kosten des Projekts intensiv geprüft. Danach sei für eine solche Schule in Wandlitz nicht die erforderliche Schülerzahl zu erwarten, um auf Dauer bestehen zu können.“

Nun sucht das „Conradium“ händeringend nach neuen Wegen.

Im Lukas-Evangelium heißt es: “Lasset die Kinder zu mir kommen“. In Wandlitz scheint das vorerst nicht möglich.

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4 Kommentare » Schreiben Sie einen Kommentar

  1. Warum so schadenfroh?
    Natürlich ist Herr Dydika kein Symapieträger. Aber ich denke, dass es in einem zweiten Anlauf durchaus klappen kann.
    Kommt halt auch immer auf die handelnden Personen an. Mit der Polit-Garde hat das sicher wenig zu tun.

  2. @ Hannes
    Ich habe von Herrn Dydika bislang noch nichts gesehen oder gehört und kann über seinen Symphatiewert daher wenig sagen.
    Ich wundere mich aber sehr über den plötzlichen Rückzug des Erzbistums und kann die Begründung einer mangelhaften Perspektive nicht wirklich nachvollziehen.
    Ich hatte bislang eher den Eindruck als sei die Erziehung in einer christlichen Einrichtung für viele Eltern eine Art Statussymbol (egal ob „Kirchgänger“ oder nicht). . Daher müsst grade in einer stetg wachsenden Gemeinde (einschließlich der Nachbarorte) eine große Nachfrage herrschen.
    Das die katholische Kirche in der nördlichen Landeshälfte „traditionell“ einen eher schweren Stand hat dürfte das Ganze nicht schmälern.
    Persönlich finde ich die Vermittlung christlicher Werte sehr wichtig, habe aber durchaus Probleme mit etlichen Inhalten der christlichen Moral- und Sittenlehre (das sind die Aussagen die i.d.R. nicht in der Bibel stehen sondern von sogenannten Würdenträgern aufgestellt wurden). Man sollte daher genau hinschauen welche „Werte denn wirklich vermittelt werden. Dabei sind ausgrenzende Moralvorstellungen übrigens kein ausschließliches „Privileg“ der Katholiken.

    Was die „politischen Paten“ angeht. Ich hätte mir andere ausgesucht.