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Rauchfrei 2008 – Barnimer Gastwirte reagieren gelassen

rauchen.jpgAm 01.01.2008 entfaltet das Nichtraucherschutzgesetz seine volle Wirkung. Dann wird das „Quarzen“ auch in Barnimer Restaurants und Kneipen nur noch in abgeschlossenen Nebenräumen erlaubt sein. In Behörden, Gerichten, Kindertagesstätten, Schulen und Hochschulen, Krankenhäusern, Reha-Kliniken sowie Pflegeheimen, Hotels, Museen, Theatern, Kinos und Discotheken hat es sich entgültig „ausgequalmt“.

Der Bucher-Bote hat einige Gastronomen und Kneipiers am Nordberliner Rand befragt. Im Ergebnis reagieren die Gastwirte überwiegend gelassen und sind großteilig erstaunlich gut auf die neuen Regelungen vorbereitet. Dabei fällt auf, dass die Besitzern von „reinen Kneipen“ wesentlich größere Angst vor Umsatzeinbußen haben als Restaurantbetreiber.

Leo Rink junior, von „Leos Restauration“ in Panketal gibt sich fatalistisch.

„Wenn es spruchreif wird müssen wir uns halt fügen. Seperate Bereiche für Nichtraucher und Raucher wird es bei uns nicht geben, da diese- soviel ich weiß- durch einen Flur getrennt sein müssen. Dies ist bei uns gar nicht möglich, also werden wir Nichtrauchergaststätte. .Intelligenter fände ich es, wenn sich das Rauchverbot auf die Mittagszeit beschränken und man ansonsten Toleranz walten ließe.“

Regelrecht optimistisch gibt sich seine „Kollegin“ Dagmar Druse vom „Restaurant Alte Schmiede“ und lobt die Disziplin und Rücksicht ihrer Gäste.
„Beim Sonntagsbrunch raucht schon jetzt kaum noch jemand, bei unseren Jazz-Abenden überhaupt keiner mehr“.
Aktiver Widerstand regt sich dagegen kurz hinter der Berliner Stadtgrenze. Hier hofft Peter Dietrich, von der „kleinen Panke“ in Berlin-Buch auf den Erfolg des Volksbegehrens gegen das Nichtraucherschutzgesetz, „das zahlreiche meiner Gäste bereits unterschreiben haben“.

Nach den bisher bekannten Eckpunkten werden Brandenburgs Raucher zumindest eine „feste Bastion“ der Nikotinfreiheit behalten. Haftanstalten sollen vom Nichtraucherschutz weitgehend ausgenommen werden.

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2 Kommentare » Schreiben Sie einen Kommentar

  1. Wir hatten im Spätsommer das ausgesprochen Vergnügen, im bereits rauchfreien Niedersachsen (Hannover) eine Lokaltour zu machen – und siehe da, wir waren keineswegs allein, sondern mit durch die klare Kneipenluft geschärftem Blick durften wir Zeuge eines regen Andrangs werden. Familien mit Kindern, sonst eher die Ausnahme in den uns bekannten Lokalitäten, bevölkerten mittags Restaurants und Cafes, in denen sonst einsam-verhärmte Qualmerzeuger die Plätze mit ihrer 2-Stunden-Tasse Kaffee mit Zeitung blockierten. Ein gesellschaftliches und kulinarisches Erlebnis der neuen Art. Wir freuen uns auf den rauchfreien Genuss und werden sicher deutlich öfter in Bernau Lokale besuchen!

  2. Ich kann es auch kaum noch abwarten. In so vielen Ländern der Welt hat man das Rauchen in Restaurants schon seit vielen Jahren abgeschafft, und es geht dort keineswegs weniger lebendig zu. Wirte werden sehen, dass Nichtraucher mehr Geld für Speisen und Getränke ausgeben, denn sie müssen ja nicht ständig die teuren Zigaretten bezahlen.