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eKommune 2007 – Bernau auf Platz 2, Panketal fällt zurück

quadrat2007.pngQuantität ist eben nicht gleich Qualität. Das musste heute die Gemeinde Panketal erfahren. Denn obwohl die Barnimer die mit Abstand meisten Wertungen im Landeswettbewerb der eKommunen unter 20000 Einwohnern sammelten, fielen sie in der Notenauswertung deutlich zurück und schafften es nicht einmal ins Spitzentrio.
Dabei hatte sich Bürgermeister Rainer Fornell wirklich bemüht „seine Website“ nach vorne zu peitschen und fleißig E-Mails an Gott und die Welt verschickt.

Technisch ist die Seite auch wirklich gut gemacht, aktuell und enthält zahlreiche, nützliche Downloads. Inhaltlich allerdings erinnern „des Bürgermeisters beste Seiten“ ein wenig an Tageszeitungen der ehemaligen DDR. Ein „stolzer Erfolg“ jagt den Nächsten. Um den positiven Gesamteindruck nicht zu trüben wurde die Meinung „des gemeinen Bürgers“ im Februar diesen Jahres vorsichtshalber ausgesperrt.

In Wusterhausen/Dosse ist die Angst vor Kritik offenbar nicht ganz so groß. Dabei schrecken die Prignitzer User im gemeindeeigenen Gästebuch noch nicht einmal vor anonymer Kritik (in der kleinen, perfekten Welt des Rainer F. undenkbar) zurück. Nun, der „Mut“ hat sich gelohnt – Wusterhausen wurde zum Sieger gekürt und kann neben dem Geldpreis in Höhe von 3.000,- € zukünftig mit dem prestigeträchtigen Titel „eKommune 2007“ werben. Auf den Plätzen landeten die Stadt Beelitz und das Amt Lebus.

Im Online-Vergleich der „Brandenburger Großstädte“ hat Bernau in der Endabrechnung mächtig aufgeholt und musste sich lediglich der Stadt Rathenow geschlagen geben. Einige Besucher der Bernauer Präsenz wird der Spitzenplatz ein wenig verwundern, wirkt doch das „grundsolide Angebot“ immer ein wenig angestaubt. Dennoch herzliche Glückwünsche in die Hussitenstadt!

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5 Kommentare » Schreiben Sie einen Kommentar

  1. Stefan, du lässt in Deiner Bewertung das grundlegende Manko des „Jörg-Schönbohm-Awards“ anklingen: Während in der Ausschreibung viel von Barrierefreiheit und guter Nutzbarkeit die Rede ist, schafft es die Jury noch nicht einmal, auf die Seiten der Preisträger zu verlinken! Auch die Seite der ausschreibende Behörde ist das Gegenteil von benutzerfreundlich und barrierefrei, und so sind es viele Preisträgerseiten. Über Schönheit oder Design lässt sich immer streiten, das ist hier nicht mein Thema. Aber „Newsletter“ und „Foren“ sind eben die verräterischen Worte des Webs der neunziger Jahre. Kommunikative Elemente? Fehlanzeige. Hat man in den Brandenburger Kommunen durchgängig 10 Jahre Internetentwicklung verschlafen? Ich habe beispielsweise keine einzige Seite gefunden, die ihren Lesern RSS-Feeds (das sind diese kleinen orangen Kästchen hier rechts aussen :-) zur schnellen Recherche anbietet. Glauben die Macher wirklich, dass sich die Leser wie zu Zeiten des Web 1.0 durch ihre Seiten hindurchsurfen?

    Im übrigen wird mir vieles klar, wenn ich mir die Sponsoren des eKommune-Wettbewerbs ansehe. Der Marktführer der Neunziger hat hier schon Akzente gesetzt. Staub in den Amtsstuben und auf den Computern.

  2. @ Karl-Heinz:
    Die Verantwortlichen der „eKommune“ scheint das Barnim-Blog zu lesen. Die Verlinkung zu den Gewinnerseiten steht inzwischen

  3. @Stefan: Dass die Jury hier mitliest glaube ich erst, wenn man mich nächstes Jahr in die Jury beruft ;-)

  4. Das „grundsolide Angebot“ in Bernau ist leider nicht nur angestaubt, sondern was aktuelle Termine betrifft eher von Vorgestern. Wenn noch am 03.12. zu Versammlungsterminen der Stadtverordneten und der Ortsbeiräte freundlich zum 29.11. bzw. sogar zum 9./10.10.eingeladen wird, kann man kaum von aktueller Information sprechen. Wir wollen mal nicht hoffen, dass solche Termine absichtlich erst so spät eingetragen werden, damit keiner auf die Idee kommt, die Bürgersprechstunde zu nutzen…

  5. Die Seite http://www.barnim.de hätte übrigens gleich zweimal gewinnen können, da es die gesamte Struktur der Kreisverwaltung mit unterschiedlichen Farben und Inhalten vorsichtshalber gleich doppelt gibt. An die zweite (ausführlichere und scheinbar aktuellere) Ausgabe kommt man nur über „Bürgerinformation“ im oberen Menu ran. Mir erschliesst sich leider nicht ganz, warum es da von zwei Seiten hingeht, vielleicht ja um die Verwaltung besser in die Zange nehmen zu können. Erklärungen sind gerne willkommen, falls mein kommunales Verständnis hier einfach nur versagt hat.