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Vor einem Jahr – Damals auf dem Barnim-Blog

logo-mva.jpgVor genau einem Jahr, grade 2 Tage nach der Geburt des Barnim-Blog, berichtete Karl-Heinz erstmalig zu haarsträubenden Plänen, einer Sondermüllverbrennungsanlage in der „Gesundheits- und Tourismusregion Eberswalde“.
Eine gute, aber wenig lustige Geschichte über jede Menge Dreck, ein „Schrottunternehmen“ und bestenfalls halbwissende Politiker.

Zwischen gestern und heute liegen inzwischen zig-tausend Protestunterschriften, Einwendungen und das klare Bekenntnis „Nicht hier, Nicht so und Nicht mit uns“.
In den kommenden Tagen wird das Landesumweltamt seine Entscheidung im laufenden Genehmigungsverfahren veröffentlichen. Bislang weist leider Einiges darauf hin, dass die Behörde das umstrittene Projekt „durchwinkt“.
Übrigens, am Tag des Ehrenamtes hat die Gemeinde Schorfheide den 66-jährigen Eberhard Thiele für sein mehr als 1000-stündiges Engagement gegen die geplante „Dreckschleuder“ ausgezeichnet.
Der Lichterfelder nahm den Preis im Namen der Bürgerinitiative entgegen und versprach, in seinem Kampf nicht nachzulassen.

Das Barnim-Blog gratuliert.

Logo: www.mva-eberswalde.de


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6 Kommentare » Schreiben Sie einen Kommentar

  1. Ich habe etliche Jahre in den USA gewohnt und dort Vergleichbares erlebt. Dort waren es die von Problemen wie Armut und Arbeitslosigkeit besonders betroffenen Indianerreservate, in denen man gegen vielerlei Versprechungen beispielsweise Atommüll-Endlager ansiedelte.
    Nun gibt es in unserer Region, dem Barnim, auch Befürworter aller möglicher Dreck-Inititiativen, die unter dem Vorwand, Arbeitsplätze zu schaffen, „Endlager“ für alle möglichen und unmöglichen Dinge im Barnim ansiedeln möchten.
    So gehört z.B. Herr Schoknecht, Bürgermeister von Schorfheide (Finowfurt etc.), zu den glühenden Verfechtern einer Verlärmung unserer Region durch einen Mega-Vergnügunsgpark à la Disneyworld und einen Flughafen für Billig-Airlines mit Flugbetrieb rund um die Uhr. So soll die Dreck-Verbrennunganlage in Eberswalde nach einer Feigenblatt-Bürgerbeteiligung trotzdem kommen. So kann man hier Bäume abholzen und die Natur vergewaltigen. Alles natürlich mit anderswo erwirtschafteten Fördermitteln!
    Wann endlich werden wir Barnim-Indianer unseren Protest gegen solche Aktionen in Wählerstimmen umsetzen? Und wo sind die, die unsere Stimmen haben möchten?

  2. Und ich gratuliere dem Barnim-Blog ganz herzlich zum Geburtstag. Ein Jahr aktuelle Information mit vielen interessanten, teilweise brisanten Themen, mitunter kontroverse Diskussionen- alles was ein Blog zum Leben braucht!

    Macht weiter so, „sachlich, kritisch und optimistisch – wie immer“, würde ein Altvorderer jetzt wohl sagen.

  3. @hartmut: nur eine Frage zum Verständnis: Was ist mit Feigenblatt-Bürgerbeteiligung gemeint ?

  4. Das ist, wenn den Bürgern der Eindruck vermittelt wird, ihre Stimme würde irgendwie eine Rolle spielen, und wenn dann die lokalen Politik- und Wirtschaftsinteressen sich darüber hinwegsetzen. Wenn sich also 14ooo Bürger gegen eine Müllverbrennungsanlage aussprechen und die dann doch durchgesetzt wird.

  5. Danke für die Erläuterung.
    Da will ich dann auch meinen Standpunkt zur Sondermüllverbrennungsanlage und die Haltung der Politik und Wirtschaft aus meiner Sicht darstellen.
    Ich denke, dass die Bürgerinnen und Bürger, ob nun aus Eberswalde oder der Gemeinde Schorfheide, die politischen Gegebenheiten für sich nutzen konnten, um gegen die Müllanlage zu protestieren und etwas zu bewegen. Ich gehe klar davon aus, dass das Ding unter der Ägide eines Herrn Schulz voll durchgewunken worden wäre. Insbesondere bei der entscheidenden Sitzung der STVV hatte ich das Gefühl, dass die vornehmlich wirtschaftsorientierten Stadtverordneten sich des Risikos bewusst waren, wenn sie gegen den Antrag des Bürgermeisters stimmen würden. Das wahre Gedankengut dieser gewählten Vertreter sieht ja bekanntlich anders aus…
    Der bereits angesprochene Bürgermeister Schoknecht hat sich diesbezüglich sehr schnell und in Gemeinschaft mit den Ortsbürgermeistern und der Gemeindevertreterversammlung entschieden, sich auf die Seite der Bürger -und da gehört er auch hin- zu stellen. Dass das nicht immer so ist, entnehme ich dem vorhergehenden Kommentar. Ich spreche jedoch hier nur zum Thema MVA. Viel schlimmer finde ich die Haltung der Landesregierung mit unserem Miniprä an der Spitze. Sie können Briefe schreiben bis die Finger wund sind. Ein Herr Platzeck hält es nicht für nötig, dass er vielleicht mal persönlich antwortet. Stattdessen dürfen sich maximal Kreisligataugliche Mitarbeiter ihre geistige Diarrhoe aus dem Finger saugen und uns mit tollen Versrechen, wie gut alles nach Recht und Gesetz geregelt wird vollstopfen. Übrigens, die Politik darf sich ja da nicht beteiligen (O-Ton). Na ja, hier gehts ja auch nicht um ein Bombodrom…
    In bezug auf das zuständige Landesumweltamt (LUA) lässt sich konstatieren, dass es offenbar sehr daran interessiert ist die MVA bauen zu lassen. Bin mal sehr gespannt, wie die Umgehung der Veränderungssperre begründet wird. Das kriegen die bestimmt hin. Der ausgelatschte Begriff, dass das LUA uns vor der Umwelt schützt, nicht aber vor der Gefahr für die Umwelt passt wieder einmal.
    Dennoch werden wir in unserem gemeinsamen Kampf gegen die MVA nicht nachlassen ! Dank auch an alle Mitstreiter.

    Michael Grünberg
    stv. Vorsitzender BI-S