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Bodo Ihrke und die Lebensqualität im Amt Biesenthal-Barnim

tuchen-2006-2.jpgIn diesen Tagen jährt sich das Lindenmassaker an der Tuchener Fachwerkkirche zum ersten Mal. Wir erinnern uns: Jahrelang hatten Einwohner für den Erhalt dreier kerngesunder Linden gekämpft, die schließlich gefällt wurden, weil eine windschiefe Mauer umzufallen drohte. Selbst Landrat Bodo Ihrke hatte in dem Streit einst erklärt, dass eine Fällung der Linden nicht in Betracht käme.

Am Ende war die Biomasse-Lobby stärker, die Mainka GmbH aus Hennickendorf ließ die Kettensäge rattern und Biolistic aus Berlin (Slogan: „Mit Holz heizen“) verarbeitete das Tuchener Ortsbild zu Holzpellets.

Wie sagte Landrat Bodo Ihrke im Juni dieses Jahres in seinem Grußwort an die Bürger des Amtes Biesenthal-Barnim, zu dem auch Tuchen gehört?

Auch hat sich die Lebensqualität in Ihrem Amt verbessert. Die Palette reicht von erneuerten Straßen über neu entstandene Wohngebiete, Innenstadtsanierung bis hin zu attraktiven Freizeitangeboten.

„… bis zur Fällung gesunder alter Bäume!“ fügt der Tuchener Konrad Polczynski hinzu, der seinerzeit den Widerstand gegen die Fällung organisierte und von dem diese Fotos stammen:

tuchen-2006.jpg tuchen-2007.jpg
An der Fachwerkkirche Tuchen: Sommer 2006 / Sommer 2007

Was ist seit November 2006 in Tuchen geschehen?

  • Die Durchschnittsgeschwindigkeit und die Lärmbelästigung durch Raser hat zugenommen.
  • Die Mauer steht unverändert schief gegenüber der Kirche und prägt nun das Tuchener Ortsbild.
  • Eine Ersatzpflanzung für die 120jährigen Linden hat nicht stattgefunden.

Aber die Lebensqualität hat sich verbessert, wenn man Landrat Bodo Ihrke glauben darf.

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1 Kommentar » Schreiben Sie einen Kommentar

  1. Die drei stattlichen Linden, die das Dorfbild verschönert haben, sind weg. Doch die schiefe Feldsteinmauer ist von den Eigentümern immer noch nicht neu aufgebaut worden.
    War es ein „Kuhhandel“ zwischen dem Landkreis Barnim und den Eigentümern? Ganz nach dem Motto: Wir nehmen Euch die Euch lästigen Linden weg, wenn wir für die Schaden an Eurer Mauer nicht aufkommen müssen, der durch die drei Bäume im Laufe der Jahre verursacht wurde.
    Übrigens, liebe Untere Naturschutzbehörde: Wo sind die Ersatzpflanzungen für die Bäume erfolgt? Ich will doch hoffen, dass diese dem Ort Tuchen wieder zugute kommen. Dies werde ich in der Dezember-Sitzung des Umweltausschusses (A5) ansprechen. Hierzu möchte ich unseren Mitstreiter Herrn Polczynski herzlich einladen, mitzukommen.