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Musikzelt Bernau- „Beschwingte Nächte im Blumenviertel“

dr-motte-in-bernau.jpgBernau ist offenbar doch „grooviger“ als ich bislang glaubte. Hier tobt das Leben, hier wackelt der Barnim, kurz: „eine angehende Weltstadt die niemals schläft.“
Erstaunlicher Weise gibt es aber tatsächlich Einige, die sich nicht so richtig darüber freuen können.
Die Stadtverwaltung kann das Schlafbedürfnis ihrer Untertanen allerdings noch immer nicht so richtig nachvollziehen und verschanzt sich hartnäckig hinter einer, vom Betreiber des Musikzeltes eingereichten Lärmprognose

In der Nacht vom 17. zum 18.11.2007 hat ein Anwohner des Orchideensteg, gegen 3:30 Uhr vom „Rhythmus der Nacht“ geweckt und „inspiriert“, mal nachgemessen und berichtet Folgendes:
„Die Messungen haben ergeben, dass es eine Lärmbelastung im Stundenmittelwert
von 41,2 dba und 41,5 dba ergab. Damit wurde gesetzliche Vorgabe von max. 40
dba überschritten. Es wurden in den Messreihen Höchstwerte von 44,8 und 60,0 dba (um 5:10 Uhr)erzielt.“

Die Stadt Bernau verteidigt den „Flatrate-Party-Tempel“ u.a. damit, „dass das Musikzelt das einzige Angebot dieser Art für Jugendliche der Region ist.
Bei dieser Fläche handelt es sich, wie schon erwähnt, um eine Gewerbegebiet.
Wo sonst als in einem Gewerbegebiet, also einem Gebiet ohne unmittelbares
Wohnumfeld, sollte eine solche Möglichkeit für Jugendliche geschaffen
werden.“

Zu den fortgesetzten Lärmbeschwerden heißt es:
Hinweise auf Rechtsverletzungen liegen (…)nicht vor. Vielmehr hatte der Betreiber
eine dafür zugelassenes Büro beauftragt, die Einhaltung der gesetzlichen
Lärmschutzgrenzen auch durch zusätzliche technische Maßnahmen abzusichern,
was im September auch erfolgte.

Die Betroffenen habe sich jetzt an Landrat Bodo Ihrke gewandt und darum gebeten den Hinweisen auf Grenzwertüberschreitungen mittels Messungen nachzugehen und gegebenen Falls Auflagen zu erteilen.
Ob „Kettensägen-Bodo“ für Lärmschutz der richtige Ansprechpartner ist? Wir werden sehen.

Fortsetzung folgt.

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10 Kommentare » Schreiben Sie einen Kommentar

  1. Vielleicht könnte ja die Kettensäge hier sinnvoller als beim Baumschnitt eingesetzt werden. Bei der nächsten Achim Mentzel Freakshow im Musikzelt ist Orchesterbegleitung mit Motorsäge und Abrissbirne angesagt. Der Tuning-Club und die Speedracer dürfen Einlagen geben. Ohrenschützer nicht vergessen!

  2. Bitte damit warten, bis ich in den Urlaub gefahren bin !

  3. Pingback: Readers Edition » Placeblog-Rundschau: Die Wochenendtipps

  4. ich weiss nicht genau womit das wirklich alles zusammenhängt, aber es geht glaub ich darum, dass es sich auf der einen seite, der bürgermeister nicht mit den wählern verscherzen will und das musikzelt keine korrekte baugenehmigung hat. ich könnte mich nochmal genauer informieren, wenn das gewünscht ist.

    peace

    p.s.: würde gerne einen button auf meinem blog zum barnim-blog einfügen. gibt’s sowas?

  5. Hallo Jubai, super Idee! Habe den Code auf der Seite „Über das Bar-blog“ deponiert. Der Code ist für einen 88er-Button. Ist nicht ganz so wuchtig wie der 120er und passt besser in Deine Sidebar. Du bist hoffentlich nicht der Letzte, der uns auf diese Weise unterstützt. Danke!

  6. @Jubai: Das mit dem kümmern um den Bürgermeister und die Baugenehmigung würde ich gerne aufgreifen! Meine E-Mail ist beim Barnim-Blog erfragbar, Weitergabe ist über Stefan Stahlbaum freigegeben. Wir sind schon eine stattliche Anzahl Hörgeschundener und nehmen noch gerne Aufnahmeanträge in den Club und Hilfe entgegen…

  7. Neben Herrn Ihrke hatten wir auch Frau Enkelmann kontaktiert, und zwar über ihre Homepage-Mailfunktion. Und siehe da, entgegen einiger Unkenrufe habe ich gestern eine Antwort erhalten, worin sie mitteilte, dass der Hauptausschuss sich mit dem Thema befasste und eine Aufforderung an die Stadtverwaltung erging, den Pachtvertrag nur mit Auflage weiterer Lärmschutzmassnahmen zu verlängern. Hierfür erstmal ein Dankeschön!
    Auch wenn ich für den Schallschutz in einem Zelt technisch große Probleme sehe, ist es zumindest ein Schritt in die richtige Richtung. Wir werden weitersehen…

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