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Bürger gegen Schnellstraße zwischen Eberswalde und Freienwalde

Die Bürgerinitiative “Keine Schnellstraße zwischen Eberswalde und Freienwalde“ setzt ihre Aktionen gegen die geplanten Baumaßnahmen an der B 167 und B 158 in den nächsten Wochen fort.

In einer heutigen Presseinformation erklärt die Bürgerinitiative:

Die im laufenden Raumordnungsverfahren vorgeschlagenen Trassenvarianten bringen keine Entlastung für die Region, dafür an vielen Stellen neue Verkehrsbelastungen für die Bürger mit Lärm und Feinstaub sowie erhebliche Beeinträchtigungen der zahlreichen Schutzgebiete und des naturnahen Tourismus. Die Politiker werden aufgefordert, das Straßenbauprojekt einzustellen und die Mittel für den Ausbau der vorhandenen Straßen, etwa für kleinräumige Ortsumgehungen zu verwenden.

Vordrucke für die Unterschriftensammlung gibt es in der Geschäftsstelle des NABU (Schicklerstraße 5, Eberswalde), der Poststelle der FH-Eberswalde (Friedrich-Ebert-Straße 28), sowie als Download unter www.wassermuehle-hohenfinow.de/bi. Weitere Informationen finden sich unter www.umgehung.gyf.at.

Das nächste Treffen der Initiative findet am Donnerstag , den 15.11.2007 um 19.00 Uhr in der Geschäftsstelle der Barnimer Grünen (Brautstraße 34 , Eberswalde) statt. Interessenten können sich unter Telefon 03334-657340 an Sabine Bonk vom NABU-Barnim wenden.

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Veröffentlicht von

Stefan ist von Beruf Sozialarbeiter und arbeitet mit chronisch kranken Menschen. Der 2-fache Familienvater ist Autor verschiedener Websites und gelegentlich auch noch als Sänger aktiv. Als leidenschaftlicher Naturschützer wurde er unlängst in die Panketaler Gemeindevertretung gewählt. Weitere politische Schwerpunkte sind die Ortsentwicklung, sowie soziale Themen.

24 Kommentare » Schreiben Sie einen Kommentar

  1. Ich bin ja dafür, wieder Kutsche und Pferd anzuschaffen. Dann reichen auch ungefestigte Waldwege. Mal ehrlich, da erhalten Dörfer die Chance, gut ausgebaute Straßen zu bekommen, Ihre Ortskerne vom Verkehr frei zu bekommen und dann diese Total-Blockade. Und die Ur-Angst, mit den neuen Straßen würde die Verbindung nach Polen besser und die Autos wären noch schneller geklaut (WIRKLICH so gerhört). Ich meine, mit genügend Lärmschutzmaßnahmen dürfte eine Belastung doch wirklich erträglich zu gestalten sein. Zumal die B 167 doch gerade heute doch durch die Orte (Sommerfelde, Tornow, …) rollt!

  2. @Michael Peukert: Hier sollen Straßen gebaut werden, die keiner braucht. Bei der zunehmenden Entvölkerung der Berlin fernen Gebiete des Barnim dient doch solch ein überdimensionierter Straßenneubau lediglich kurzfristig den Auftragsbüchern der Baukonzerne. Danach fällt er dauerhaft den öffentlichen Kassen und damit uns Steuerzahlern zur Last. Bei den aktuellen demografischen Prognosen ist Instandhaltung der vorhandenen Infrastruktur und Rückbau mit Augenmaß die einzige vernünftige Alternative. Man sollte nicht Fortschritt mit „Bauen um jeden Preis“ verwechseln.

  3. Glauben wir wirklich, dass WIR das einschätzen können? Die meisten Gegner werden doch schlichtweg von Ihren Ängsten getrieben. Und dies ist kein guter Ratgeber.

    Und Rückbau und damit die Kapitualtion vor dem Niedergang der Region kann doch nicht die Lösung sein! Aufschwung benötigt eine gute Infrarstruktur und nicht umgekehrt. Ansonsten machen wir den Laden hier dicht und gut is.

    Die Dimensionierung der Straße kann doch aber noch verändert werden. Darum halte ich es für falsch, den Bau komplett abzulehnen.

    Und nochmal zu den bösen Baukonzernen. Da arbeiten doch Menschen oder? Bekommen die kein Gehalt für ihren Lebensunterhalt. Und alte Straßen müssen auch unterhalten werden. Kostenmäßig nominal sogar mehr.

  4. Richtig, und aus zusätzlichen neuen Straßen werden dann zusätzliche alte Straßen, die auch unterhalten werden müssen. Auf dem Bau sagt man: „Wir bauen auf und reißen nieder – so ham wa Arbeit immer wieder“. Bauen zum Selbstzweck? Ich sehe das anders. Gerade bei solchen Infrastrukturprojekten zeigt sich, ob die Menschheit als Krebsgeschwür dieser Erde oder als ihre Bewahrerin enden möchte.

  5. Richtig, alte dann zusätzliche Straßen müssen auch unterhalten werden. Aber vielleicht weniger, da dann weniger genutzt. Aber per Saldo sicher mehr. Den Spruch mit dem Aufbauen und Niederreißen gab es doch schon in der DDR in anderer Version oder? Die Menschen sind das Krebsgeschwür der Erde, da wäre ich mir fast sicher.

  6. Also, ich bin einigermaßen gut mit dem südwestdeutschen prosperierenden Raum vertraut. Einen engen Zusammenhang zwischen Straßenbau und dem Gedeihen einer Region zu ziehen, ist einfach zu simpel.

  7. ..ist nur einer, von vielen relevanten Standortvorteilen. Sie hier alle aufzuzäheln, wäre wohl kaum sinnvoll und zweckmäßig. Dennoch bleibt es EIN Standortvorteil…

  8. @Michael Peukert
    Bitte setzen Sie sich erst einmal mit dem Sachverhalt des Vorhabens tiefgreifend und objektiv auseinander, dann kommen Sie höchstwahrscheinlich zu anderen Schlüssen und wir können weiter diskutieren.
    Einige Anregungen finden Sie HIER.

  9. …übrigens können die Unterschriftenlisten gegen die B167neu auf der Homepage der Wassermühle Hohenfinow aufgerufen und runtergeladen werden.

  10. Entlastung einerseits, Belastungen andererseits! Aber das war/ ist doch zu erwarten. Für mich haben aber die Entlastungen in den Orten Vorrang. Wenn das erste Kind in Tornow/ Sommerfelde von einem LKW überfahren wird, dann ist das Geschrei groß. Hätte man mal eine Umgehung befürwortet. Dann fangen Sie mal mit der Rohrdommel an!

  11. Und im Übrigen liebe ich ja Nein-Sager. Auf der Internetseite der BI wird ja nicht mal eine Alternative vorgeschlagen. Oder aber habe ich die übersehen. Bei diesem „Ohne Absatz“-Geschreibe ja auch kein Wunder. „Dagegen“ und das ein leben lang!

  12. Herr Peukert,
    ich habe nichts anderes geschrieben, als dass Sie sich allumfassend informieren sollten. Dazu gehört u.a auch die Homepage der BI. Und jetzt ist mir wirklich meine Zeit zu schade, unter diesen Voraussetzungen noch weiter mit Ihnen darüber zu streiten.

  13. ´ne Diskussion ist ja auch nicht gewollt, da ist die Zeit zu schade oder? Entweder man ist gegen die Straße oder der Idiot! Habe die Seite durchgesehen! Entlastungen und neuen Belastungen! Aber lieber 0,5 (!) Biotope retten, als den verkehr aus den Orten zu verlagern. Das mit den überfahrenen Kindern war keine Polemik, sondern ernst. Ist halt eine Frage der Prioritäten! Ihre liegen wohl wo anders. Aber leider haben Sie ja keine Zeit mehr, um sie an mich zu verschwenden! Wohl lieber einen Baum besetzen!

  14. @Michael Peukert
    Wenn Sie den Ausgangsartikel aufmerksam lesen werden sie feststellen, dass die BI einen Ausbau der regional vorhandenen Straßen fordert (z.B. kleinräumige Ortsumgehungen).
    Ob die Aktiven bereits eigene Baukonzepte in der Schublade haben weiß ich nicht, es sollte allerdings auch nicht die vorrangige Aufgabe der direkt Betroffenen sein, neben einigen Anregungen auch noch die Arbeit professioneller Planungsbüros zu übernehmen.

    Da ich selbst bereits mehrere Straßenbauprojekte kritisch mitbegleitet habe kann ich Ihnen versichern, dass die Initiativler in der Regel fachlich fundierte und durchgeplante Projekte präsentieren.
    Das erfordert Engagement,Zeit und mitunter auch jede Menge Geld (das in diesem Fall dann mal nicht so locker aus dem „Steuersäckel“ fließt).

    Einer der wichtigsten Faktoren ist aus meiner Erfahrung die Zeit, denn die meisten „Verhinderer“ stehen in Lohn und Brot und haben dann auch noch Familien. Zudem haben Brandenburgs Gesetze dem bürgerliche Einsatz hohe Hürden gesetzt. Wollen sie z.B mit einer Gruppe Gleichgesinnter ein Bürgerbegehren initiieren finden sie sich in den kommenden Wochen tagtäglich auf ihren heimischen Straßen wieder um Horden erschöpfter Einkäufer von dem sinnvollen Kern ihres Handelns zu überzeugen.
    Das ist, mit Verlaub , einen Hauch umständlicher als im Rahmen einer Gemeindevertreter-, Stadtverordnetenversammlungs- oder Kreistagssitzung mal lässig seinem Arm zu heben und (in oft völliger Unkenntnis der Antragsvorlage) nach dem Votum des Parteifreundes zu schielen.

    Was schließlich ihre Auslassungen zu der „Alle-Umweltschützer-wollen-die-Welt-zurück-in-die-Steinzeit-beamen-Theorie“ angeht verspüre ich ein dezentes Würgen im Hals (was schade wäre, weil ich grade heute extrem gut gegessen habe).

    Und übrigens…
    Das „Alles was Arbeitsplätze und Lohnerwerb fördert ist vor Gott gerecht“ war schon bei Horst Köhler doof (und der hat mitunter durchaus „lichte Minuten“).

    Eine letzte Bermerkung zum Thema Infrastruktur ( und was sie bewirken soll).
    Da kommt es meines Erachtens immer darauf an wo die Region hinwill. Eine Land ein Kreis , eine Region die sich, ausgehend von ihren „landestypischen Vorrausetzungen“, z.B. dem Tourismus verschrieben hat, sollte sich zumindest gut überlegen, ob denn eine Schnellstraße durch touristisch gut erschlossene Naturschutzgebiete wirklich nötig ist.

    Mit ehrlich gemeinten Grüßen für eine gute Nacht

    Stefan Stahlbaum

  15. @Michael
    Eher nicht.
    Aus mythologischer Sicht sind Trolle (laut Wikipedia) „schadenbringende Geisterwesen in Riesen- oder Zwergen-Gestalt.“
    Aber, immerhin(…)
    „Ähnlich wie in Schweden ist auch in Dänemark der Troll eine im Souveniersektor, im Kinderbuch und im Vorgarten beliebte Figur.“
    Hut ab!

  16. Und im Übrigen sehe ich mich auch nicht als Troll. Habe nur eine absolut gegensätzliche Auffassung zum Sachverhalt, die sicherlich auch provoziert. Aber das ist ja wohl u.a. auch Sinn eines Blogs. Außer man will nur gleich lautende Meinungen wohlwollend betrachten!? Und ich bin schon der Ansicht, dass man nicht nur NEIN sagen kann, sondern auch wie es ANDERS geht. Und das finde ich eben nicht auf der Homepage der BI. Einfach NEIN , ist mit jedenfalls zu billig. Zum Thema Tourismus. Ist ja ein großes Ziel, aber momentan ist die Region nunmal Lichtjahre davon entfernt, hiervon leben zu können!

  17. Pingback: Kompromisslose Bremser? – Märkische Allgemeine berichtet zum Streit um die B 167 « BAR-blog | Wir bloggen den Barnim

  18. In Bad Freienwalde wurde seit Jahren über eine vernünftige!!! und echte Ortsumgehung nachgedacht. Da gab es auch Vorschläge. Nun wird uns die bereits über 10 Jahre alte Variante und bereits damals als völlig unsinnig eingestufte Variante erneut vorgeschlagen. Jahrelang wurde daran gearbeitet, aus Sicht des naturschutzes, des Menschen, der Forst und vielen anderen eine optimale Lösung zu finden. Und man fand sie. Diese liegt nun in den Schubladen. Wir haben den Eindruck, man will keine Umgehung für uns, sondern eine Transitstrasse für LKW. Der Binnenverkehr auf den alten Strasse bleibt. Das kann doch nicht die Lösung sein. Auc für Eberswalde gibt es seit langem Überlegungen. Aber anstatt die Städte zu unterstützen, legt uns das Palnungsbüro wieder die alte, unverständliche Planung vor. Nachzulesen unter http://brandenburg.nabu.de/imperia/md/content/brandenburg2/17.pdf

    Berg Frei

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