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Ich trage einen „Dutzendnamen“ – Für alle Michaels und Nicoles dieser Welt

Es hätte diese Beweises nicht wirklich bedurft, aber…willkommen unbarmherzige Realität.
Das kleine Missverständnis eines Kommentatoren im Zuge der „Schokoriegel-Linkspartei-Diskussion“ hat es wieder einmal gezeigt.: Ich trage einen „Dutzendnamen.“
Nicht das ich es nicht geahnt hätte, denn ein Schlüsselerlebnis jagte das nächste.
Egal wann und wie das Herz bei einem „Stefan-Aufruf“ höherschlug, sei es beim Kinderarzt oder der Preisverleihung einer Kreis-Mathematik-Olympiade, stets waren es Andere, die vor mir die Spritze ins Gesäß bekamen (eher angenehm) oder den Sachpreis abräumten (eher schade).

Das Ausmaß der Katastrophe ist mir jedoch erst seit heute bewusst.. Auf www.beliebte-vornamen.de wurde mir zweifelsfrei bescheinigt dass es der Rufname „Stephan/Stefan“ erstmals 1960 in die Top-Ten der „Deutschen-Vornamens-Charts“ schaffte und dort sage und schreibe 25 Jahre lang verharrte.
Schlimmer traf es im letzten Jahrhundert nur die „Michaels“, die satte 33 Jahre (1949-1982) für die Phantasielosigkeit ihrer Eltern Zeugnis ablegen mussten.

Dabei kann ich meinen Erzeugern keinen wirklichen Vorwurf machen, denn noch 2 Tage nach meiner Geburt (es gibt da handschriftliche Beweise) hieß ich Tim. Es ist einer Intervention meiner Großmutter zu „verdanken“ das ich vor diesem „neumodischen Blödsinn“ bewahrt wurde.
Viel gebracht hätte es übrigens nicht. Tim rangiert seit 1999 unter den „ersten 10“ und hält sich dort bis heute..

Vielleicht wäre es an der Zeit den „Club der Trivialnamensgeschädigten zu gründen“.
LeidensgefährtInnen, bittet meldet Euch!

Ich trage einen
Ich trage einen
Ich trage einen

Veröffentlicht von

Stefan ist von Beruf Sozialarbeiter und arbeitet mit chronisch kranken Menschen. Der 2-fache Familienvater ist Autor verschiedener Websites und gelegentlich auch noch als Sänger aktiv. Als leidenschaftlicher Naturschützer wurde er unlängst in die Panketaler Gemeindevertretung gewählt. Weitere politische Schwerpunkte sind die Ortsentwicklung, sowie soziale Themen.

2 Kommentare » Schreiben Sie einen Kommentar

  1. Guten Morgen,
    die leidvolle Geschichte mit den Vornamen kann ich gut nachvollziehen. Schlimmstenfalls drehen sich 7 von 10 Menschen um, wenn der Ausruf „Micha“ ertönt. Wenigstens wurde man früher im Wartesaal des Arztes zuerst beim Nachnamen genannt, also da hatte man schon gelernt. Aber Stefan, mit Tim hätts schlimmer kommen können. Zumindest wenn man noch Haustiere hat, die Struppi heißen…

    In Mitleid verbunden
    Michael Grünberg

  2. Ihr könnt einem so richtig leid tun. Wenn ich mal Zeit habe…