web analytics

Christ sein in der Politik

Auch in diesem Jahr wird die Kirchengemeinde St.Marien-Bernau die Tradition der Vortragsreihen im Rahmen der evangelischen Erwachsenenbildung forsetzen.

Thema diesmal: „Christ sein in der Politik“.

Hierzu Pfarrerin Kostanze Werstat:

Geht Christ sein und Politik überhaupt zusammen? Ist mit der Bergpredigt keine Politik zu machen oder ist diese Predigt Jesu gerade von hoher politischer Prägnanz? Wir haben für fünf Abende jeweils einen Bundestagsabgeordneten bzw. eine Bundestagsabgeordnete der im Bundestag vertretenen Parteien einladen, die ihre politische Arbeit bewusst aus einer christlichen Motivation heraus gestalten und aus ihrer Sicht darstellen können, was es für sie bedeutet, als Christ politische Verantwortung im Bundestag zu tragen. So hoffen wir einen Eindruck davon zu erhalten, aus welcher Motivation und mit welchem Engagement heraus Abgeordnete ihre politische Arbeit leisten, welchen Konflikten sie dabei begegnen und wie sich ihre christliche Motivation in ihren politischen Entscheidungen niederschlägt. Nach dem jeweiligen Einführungsreferat wird zum Fragen und Diskutieren eingeladen.


Folgende Termine sind jeweils um 19.30 Uhr in der Galerie, Bürgermeisterstr. geplant:
1. Abend: Donnerstag, 27.9.2007
DIE LINKE
Referent: Bodo Ramelow
Stellvertretender Vorsitzender und Religionsbauftragter der Fraktion
Mitglied des Parteivorstandes DIE LINKE
2. Abend: Donnerstag, 11.10.2007
CDU / CSU
Referent: steht noch nicht fest
3. Abend: Donnerstag, 25.10.2007
FDP
Referent: Hans-Michael Goldmann
Mitglied des Bundestages und
Sprecher für Kirchenpolitik der FDP

4. Abend: Donnerstag, 8.11.2007
SPD
Referent: Steffen Reiche
Mitglied des Bundestages
Pfarrer im Wartestand
5. Abend: Donnerstag, 22.11.2007
Bündnis 90/Die Grünen
Referentin: Cornelia Behm
Mitglied des Bundestages

Alle Interessierten sind zu dieser Vortragsreihe herzlich eingeladen.
Der Eintritt beträgt jeweils 1,- Euro.

Christ sein in der Politik auf Facebook teilen
Christ sein in der Politik auf Twitter teilen
Christ sein in der Politik auf Google Plus teilen

Ähnliche Artikel:

Veröffentlicht von

Stefan ist von Beruf Sozialarbeiter und arbeitet mit chronisch kranken Menschen. Der 2-fache Familienvater ist Autor verschiedener Websites und gelegentlich auch noch als Sänger aktiv. Als leidenschaftlicher Naturschützer wurde er unlängst in die Panketaler Gemeindevertretung gewählt. Weitere politische Schwerpunkte sind die Ortsentwicklung, sowie soziale Themen.

7 Kommentare » Schreiben Sie einen Kommentar

  1. Zwei zugespitzte Fragen dazu- und ausdrücklich hier an dieser Stelle, da ich keine Kirchen und ergo auch keine Diskussionen dort besuche:

    1. Trägt im Bundestag überhaupt jemand Verantwortung?
    2. Religion ist absolute Privatsache, was hat sie also überhaupt hier im Barnimblog zu suchen?
    Es reicht doch wohl, wenn in der MOZ auf fast jeder Seite eine kirchliche Großtat bejubelt wird und am gestrigen Sonntag in rbb-aktuell 2 von 3 Meldungen Kirchenmeldungen waren.Allerdings war ich bisher immer der Ansicht, meine GEZ-Gebühren und das Abo nicht nur für Kirchenmeldungen zu zahlen.Dafür haben diese Institutionen eigene Medien und wer die lesen oder ansehen will, kann das tun. Ich will es nicht!
    Nach den Äußerungen von Kardinal Meißner sollte sich die Kirche in Deutschland nicht mehr an die Öffentlichkeit trauen. Das gilt auch für die Evangelen, denn Huber betreibt seit 17 Jahren eine nur notdürftig getarnte Reconquista im Osten Deutschlands und schreckt ebenfalls vor Hetzreden nicht zurück. Ich möchte mit niemanden über Gott diskutieren, ich bin aber der Ansicht, dass er in gar keinem Fall in irgendeiner Kirche, Pagode, Moschee, Synagoge oder einem anderen von Menschen errichteten Tempel zu finden ist.Und wenn jemand an irgendeinen Gott glaubt, soll er es still für sich tun. In den letzten 2000 Jahren wurde genug Unheil im Namen Gottes/Jahves/Allahs usw. angerichtet.Und wie wir alles wissen, muss der liebe Gott auch heute noch als Alibi für die größten Schandtaten der Menschen, vor allem ihrer Oberen, herhalten.

  2. Guten Abend Herr Dr. Valentin,

    wenn Sie jegliche Form von Religion tendenziell „zum Kotzen“ finden ist das vielleicht schade für Sie, andererseits aber eine Sache die sowohl Gott (ich kenne ihn eher gelassen) als auch ich mit einem Schulterzucken quittieren.
    Was ich zu schreiben gedenke, bzw. ob das berechtigt ist geht Sie allerdings nicht wirklich viel an. Ich zitiere an dieser Stelle gerne mal Karl-Heinz der in „Über das Barnim-Blog“ treffend bemerkt:
    „Beim Barnim-Blog gibt es kein Redaktionsdiktat. Unsere Autoren sind mündige Bürger, die den Barnim mit eigenen Augen sehen.“

    Als Christ, der sich seit einigen Jahren durch „die Untiefen der Kommunalpolitik“ wühlt finde ich die angekündigte Veranstaltung absolut spannend und werde bestimmt an einigen Abenden dabei sein.
    Ob ich die Referenten als aufrichtig empfinde oder (beim Bierchen danach) insgeheim als Heuchler entlarven möchte warte ich aber erstmal ab.

    Ihr abschließender Kommentar zur “ gefühlten Kollektivschuld“ aller gläubigenMenschen ist mir ehrlich gesagt zu oberflächlich oder…äh…doof.. .als das ich ihn ernsthaft kommentieren möchte.

    Kommentieren sie dennoch fleißig weiter und lasse sie sich von Andersdenkenden (um Gottes Willen) nicht ihre Meinung verbieten. .

    Mit zahllosen Segenswünschen

    Stefan Stahlbaum

  3. @Stefan Stahlbaum: Natürlich schreibe auch ich Ihnen nicht vor, an wen oder was Sie glauben sollen. Es bleibt Ihnen natürlich auch freigestellt, mich oder meine Kommentare doof zu finden oder sich selbst als im Besitz der allumfassenden Weisheit zu empfinden und dieses entsprechend überheblich rüber zu bringen – es ändert allerdings nichts daran, dass wir das 21. Jahrhundert schreiben und langsam vom Glauben zum Wissen kommen sollten. Ich finde, die letzten 20 Jahrhunderte Götzendienst haben der Menschheit nicht wirklich Fortschritt im Denken gebracht und haben auch nicht wesentlich zu moralischerem Verhalten geführt.Falls Sie eine Kollektivschuld fühlen, tut es mir leid. Das war nicht beabsichtigt, wahrscheinlich ebensowenig, wie Ihr scharfer Ton.

  4. In den vergangenen Monaten gab es im Barnim eine Vielzahl von Möglichkeiten, sich von Seiten der christlichen Kirchen eindeutig zu positionieren. Da ich selbst das komplette (evangelische) Programm durchhabe und auch heute noch Kirchenmitglied bin enttäuscht mich die Tatsache, dass dieses nicht geschah. Zu keinem der bekannten Themen (Müllverbrennung, Biogas/-diesel, etc. etc.) hatten die „Kirchenbeamten“ eine belastbare Position.
    Mancher wird sich jetzt über die Bezeichnung „Kirchenbeamter“ ärgern. Allerdings bitte ich hier einmal darum, dem jeweiligen „Hirten“ mal die Frage zu stellen, ob er oder sie noch nach BAT oder schon nach TVöD bezahlt wird.

    Bis auf einen einmalig und zudem offensichtlich widerwillig überlassenen Gemeinderaum für eine Versammlung zur Müllverbrennung ist hier kaum etwas passiert. Stattdessen werden Spendenaktionen für neue Kirchendächer oder -glocken bejubelt.

    Ein Kirchenmann beklagte vor einiger Zeit, dass ja schon kurz nach der Wende die Kirchen wieder leer waren. Aber warum nur???
    Vielleicht weil die Kirchen sich in der Öffentlichkeit nicht wirklich durch fortschrittliche Stellungnahmen hervortun und selbst auf konkrete Fragen und Bitten genauso, wie bei den weltlichen Kollegen, nichts oder nur nebulöses Geschwafel kommt.

    Und mancher hatte anfänglich sogar überlegt einen Kirchenmann zum Sprecher einer Bürgerbewegung zu machen. Um Himmels Willen!!!

  5. Sehr geehrte Herren,

    ich muss schon sagen, dass die Emotionen, die in Ihren jeweiligen Artikeln zum Ausdruck kommen, Ihre Meinung deutlich widerspiegeln. Dafür danke ich Ihnen. Sicher kann man zugespitze Fragen aufwerfen und zur Diskussion freigeben, ich denke jedoch, dass jemand, der keine Kirchen besucht, seine Informationen mehr „aus dem Bauch“ oder aus den Medien zieht. Zur Informationspolitik der Kirchen zählt nämlich auch, sich der Öffentlichkeit transparent und damit auch attraktiver zu machen. Nicht zuletzt deshalb, um die Mitgliederstruktur aus dem demographischen Blickwinkel zu verbessern. Natürlich spielt auch die finanzielle Seite eine Rolle. Sich der Medien zu bedienen ist absolut legitim. Das macht die Kirche genauso wie der Fußballverein. Ich bin der Meinung, dass Ihre Unmutsäußerung zum Thema Kirche sicher ihre Bewandtnis hat, ich teile sie nicht. Sich nun aber die Füße auf dem Weg zur Kirche wund zu laufen, um als guter Christ zu gelten wird auch mir nicht im Traum einfallen. Daher finde ich Kirche als Privatsache zu deklarieren auch nicht ganz falsch. Sich aber nur auf die negativen Wirkungen einer Religion auf Menschen zu beschränken, halte ich für sehr einäugig. Daher kann ich die Reaktion von Stefan Stahlbaum auch grundsätzlich nachvollziehen. Vielleicht brauchen Sie, Herr Dr. Valentin, ja auch mal jemanden, der Ihnen Halt gibt. Für viele Mitmenschen ist das der Glaube….woran auch immer.

    Michael Grünberg

  6. Unabhängig von jeder einzelnen Einstellung zur Kirche gibt es natürlich auch die nackten Zahlen. Ebenso wie es im weltlichen Bereich die Politikverdrossenheit gibt scheint es dieses Problem in vergleichbarer Weise im kirchlichen Bereich zu geben. Lassen wir also mal das jeweils gute oder miese Bauchgefühl zur Kirche weg und schauen uns die konkreten Zahlen an:

    Evangelische Kirche (1991 – 2003): -2.750.000 Mitglieder
    (http://www.ekd.de/aktuell_presse/news_2003_07_10_statistik.html)

    Katholische Kirche (1998 – 1999): -137.000 Mitglieder

    Was bleibt, ist einfach mal beim nächsten Weihnachtsgottesdienst einen Rundumblick zu machen und sich den von der Kirche noch erreichten Personenkreis anzuschauen. Wenigstens da sollte die Kirche doch eigentlich übervoll sein, oder? Es ist nicht einfach neue Matrosen auf`s Schiff zu holen wenn gerade ein Großteil der Besatzung abheuert.
    Übrigens hat die Kirche schon einige Gemeinsamkeiten mit dem Fussball (z.B. Regelwerk, Anhängerschaft, bewährtes (älteres) Führungspersonal, etc.). Allerdings zeigen die angesprochenen Zahlen einen deutlichen Unterschied bei der Tendenz der Mitgliederzahlen.
    Übrigens ist es neben vielen permanenten riesigen sozialen Leistungen der Kirchen Fakt, dass es im Namen bzw. unter dem Dach der Kirchen große „Verfehlungen“ und sogar Verbrechen gab bzw. gibt. Und gerade deshalb fand der Papst jüngst in Österreich ja auch eine etwas überschaubare Menge von Gläubigen bei seinem Besuch vor.
    Kirchenaustritte sind Reaktionen, und ganz gewiß nicht ausschließlich aus Geiz (Kirchensteuer). Eine grundlegende Modernisierung der Kirchen tut dringend not, und dass nicht nur bei der Wahl des Papamobils. Wissenschaftliche weltliche Ausbildung und kirchliche Erziehung beißen sich nunmal. Hier in Zeiten von AIDS, Überbevölkerung, Gleichberechtigung und Hungersnöten sinnvolle Übergänge zwischen kirchlichen und weltlichen Ansätzen zu schaffen wäre dringend nötig. Gefragt sind Antworten, nicht monoton dahingeleierte Phrasen, die schon vor Jahrhunderten in gleicher Weise kommuniziert wurden.
    Da ich aber selten eines Rentners gewahr werde der Rammstein hört, wird der Papst z. B. wohl weiter Kondome und Schwangerschaftsverhütung als Teufelszeug abtun. Eine Ökumene zwischen den Kirchen wird ja auch immer wieder von den Kirchenoberen torpediert.

  7. Ich teile die Meinung von Stefan Reckin ohne Abstriche. Dem ist nichts hinzuzufügen!!!