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Marktplatz=Parkplatz, SUUUUPER!?

Der Bernauer Wirtschaftsausschuss feiert! Auf Grund von Bauarbeiten in der Innenstadt wurde der Marktplatz kürzlich für kostenloses Parken freigegeben. Selbstverständlich hat das nur gaaanz, ganz tolle Auswirkungen. Die „Parke für umsonst“ wirkt außerordentlich belebend und macht, so ganz nebenbei, „alle Bernauer zu Brüdern“.

Bürgermeister Hubert Handke jedenfalls äußerte sich gegenüber der MOZ begeistert:

Die Kraftfahrer hätten sich für die kostenlose zweistündige Parkmöglichkeit entschieden. Dadurch habe sich ein „größeres Wir-Gefühl“ entwickelt. Die Nähe von Markthändlern und Geschäften sei größer. Und auch der Markt-Parkplatz und die Geschäfte würden als dicht beieinanderliegend wahrgenommen. Vorteilhaft sei auch die zügige Ausfahrt vom Marktplatz über die Brauerstraße.


Dem Vorsitzenden des Stadtentwicklungsausschusses, Markus Schaefer, geht das „Fähnchenschwenken und Jubilieren“ allerdings ein bisschen zu weit. Er sagt:

Vorher war der Marktplatz leer und wurde von einigen als ungemütlich empfunden. Heute ist er voll und wird von mir als ungemütlich empfunden. Der Tag ist fern, wo Blech beginnt zu leben. Hingegen ist es so: an jedem Tag tötet Blech Leben. Darüber sollten jene, die über „Leben auf dem Marktplatz“ frohlocken, einmal nachdenken. Ein freier Platz ist nicht gleichzeitig tot. Ein Auto lenken bedeutet nicht gleichzeitig Freiheit. Unsere Gewohnheiten sind es, die uns fangen und gefangen halten. Frei wird der Blick, wenn er von Weite getragen wird.

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Veröffentlicht von

Stefan ist von Beruf Sozialarbeiter und arbeitet mit chronisch kranken Menschen. Der 2-fache Familienvater ist Autor verschiedener Websites und gelegentlich auch noch als Sänger aktiv. Als leidenschaftlicher Naturschützer wurde er unlängst in die Panketaler Gemeindevertretung gewählt. Weitere politische Schwerpunkte sind die Ortsentwicklung, sowie soziale Themen.

17 Kommentare » Schreiben Sie einen Kommentar

  1. Hätte das hier nicht als „Satire“ gekennzeichnet werden müssen, damit man das nicht aus Versehen ernst nimmt? Vielleicht könnten die blog-Betreiber noch die Kategorie „Heimatschwank“ aufnehmen?
    Und schneit’s da jetzt auch schon?

  2. @Hartmut:
    Das Foto ist leider nicht vom Orignalschauplatz, sollte aber die generelle „Gemütlichkeit von Parkplätzen“ verdeutlichen.
    Was die „Satirezuordnung angeht“,: ich fürchte Herrn Handke ist es sehr ernst mit seiner Äußerung.

  3. Über Hubert H. gehen mir langsam aber sicher die Kommentare aus…

  4. Ich habe bisher immer nur gelesen, dass das Parken auf dem Markt eine Notlösung für die Anwohner der Breiten Straße in der Bauphase sei. Soll das jetzt etwa ein Dauerzustand werden? Bei einem solch kleinen Stadtzentrum, wie es Bernau hat, sollte man überlegen, ob es überhaupt nötig ist, dass man ins Zenrum hineinfährt.

    Ich habe in ähnlichen Stadtzentren im In- und Ausland auch schon Lösungen gesehen, wo der komplette Raum innerhalb der mittelalterlichen Stadtmauern durch Schranken gesperrt war, die nur von den Anwohnern mittels Anwohnerparkausweis oder durch Einwurf von Münzen betätigt werden konnten. Das wäre meines Erachtens auch die passende Lösung für Bernau.

    Es gibt ausreichend Parkplätze in unmittelbarer Innenstadtnähe. Wenn ich etwas in der Innenstadt zu tun habe und mit dem Auto unterwegs bin, parke ich am Krankenhaus, an der Bahnhofspassage oder in der Eberswalder Straße. Man findet immer leicht einen Parkplatz und die paar Meter kann man auch zu Fuß laufen, wenn man nicht gerade gehbehindert ist.

  5. @ Karl-heinz:
    Eigentlich ist die Aussage des MOZ-Artikels recht unmissverständlich. Demnach soll der Wochenmarkt vom Marktplatz weichen und auf dem Provisorium an der Bürgermeisterstraße verbleiben. Der von der „Innenstadtinitiative“ geforderte Brunnen wird gestrichen. Dafür wird der Marktplatz dauerhaft zum Parklplatz der für jeweils 2 Stunden kostenlos genutzt werden kann.
    Um es noch einmal genüsslich herauszustreichen, die Herren Hellmund und Handke berufen sich auf folgende wesentliche Vorteile
    1. Ein Parkplatz wirkt gemütlicher.
    2. Der Parkplatz bringt „erfrischendes Leben in die Stadt“.
    3. Das „Wir-Gefühl“ wird gestärkt.

    Fassungslos fasse ich es nochmals zusammen (vielleicht begreife ich es ja in einigen Jahren). Die Hussitenstadt Bernau beabsichtig einen Teil ihres historischen Stadtkerns ohne Not zum Parkplatz zu verschlimmmmbessern. Sicherlich wird dafür die prekäre Luftverschmutzung im Stadtbereich (hier liegt Bernau im Spitzenfeld aller Städte des Bundesgebiets)wesentlich entschärft.

    Die nächste innovative Idee kommt bestimmt. Warum nicht den Stadtpark als kostenlose Müllkippe freigeben. Hier hat man ohnehin zuviel Platz zum sinnlosen Müßiggang und wird dadurch bestimmt irgendwann einsam.
    Da ist es doch viel schöner mit Gleichgesinnten über die Nutzlosigkeit von Freiflächen zu sinnieren und nebenbei ein paar Euros zu sparen.

  6. Ich glaube immer noch an einen vorgezogenen Aprilscherz. Ich mußte mich schon über den merkwürdigen Vorschlag der Einbahnstraßenumkehr wundern. Einbahnstraßen führen immer zu längeren Wegen und dadurch zu künstlich erzeugtem Verkehr. Sie gehören überall dort abgeschafft, wo zwei Fahrzeuge aneinander vorbeipassen. Und dann müßte im zweiten Schritt aller unnötiger Verkehr aus der Innenstadt ferngehalten werden. Wie schon gesagt – die paar Meter kann jeder laufen. In Bernau würde es als organisatorische Maßnahme vollkommen ausreichen, fünf Schranken an den fünf Zufahrten in den Altstadtkern aufzustellen, wie bei einem großen Parkplatz. Jede Einfahrt kostet 5 oder auch 10 Euro, außer für diejenigen, die einen eigenen oder einen gemieteten Parkplatz in der Stadt nachweisen. Das wäre ein vernünftiger Weg für ein menschengerechtes Bernau.

  7. @ Karl-Heinz…nette Idee, nur ist Bernau nicht London oder Riga. Es fehlen die Touristen die zum „schlaendern“ in die Innenstadt kommen oder auch Studenten die ab Mittags openair Cafes und Ristorantes bevoelkern…Die Besucher des Zentrums unserer maerkischen Metropole geben Handke und Co leider dadurch recht, dass sie ausbleiben, sobald sie mit Ihrer motorisierten „Gehhilfe“ nicht bis dierekt in die Fussgaengerzone vordringen koennen.
    Befragt doch mal die Geschaeftsinhaber im Zentrum ob sie die Vorschlaege des Buergermeisters auch fuer einen Aprilscherz halten…Ich habe keinerlei Zweifel wie solches ausgehen wuerde.
    Nicht, dass ich fuer den Parkplatz auf dem Marktplatz waere, aber allein das Aufstellen eines Brunnens vor dem Rathaus wird nicht das gewuenschte Leben in die Bude bringen.
    Aus meiner Sicht muessen frische Ideen UND ein vernuenftiges citynahes Parkraumkonzept her.
    Ueber Schranken an den City-Zugaengen wuerden sich einzig die Mieter in der Bahnhofspassage freuen.

  8. @matthias: Wir scheinen gern in den gleichen Städten beruflich und/oder zum Vergnügen unterwegs zu sein. Aber es gibt auch positive Beispiele in Deutschland: Arnstadt, Görlitz, Rothenburg o.d.T., Weimar.

    Nun gut, das ändert nichts daran, dass wir Barnimer eine besonders fußlahme Truppe geworden sind. Ich wohne etwa 150 Meter Fußweg von einem Drogeriemarkt entfernt. Mit dem Auto fährt man, auch wegen der Einbahnstraßen, etwa 500 Meter weit, also hin und zurück ein runder Kilometer. Regelmäßig treffe ich in diesem Laden Nachbarn, die mit dem Auto dort hinfahren, z.B. um sich eine Tube Zahnpasta zu holen. Benzin und Diesel sind leider auch noch viel zu billig.

  9. Karl-Heinz,
    das Problem in dieser Region liegt nicht in den Füßen…
    Wenn ich samstagsmorgens die Typen – meist so über 50 – in ihren schlabberigen, klebrigen Jogginghosen aus ihrem schwarzen BMW X5 vor dem Bäckerladen aussteigen sehe, von wo sie dann die Brötchen zum Frühstück in ihre 500m entfernte Wohnung holen… schlimmer noch: der Mann bleibt in seinem mit laufenden Motor geparkten BMW sitzen, und die Frau muss aussteigen… ach ja, und die Bildzeitung kauft man noch – da ist alles so schön einfach mit Bildern erklärt!
    Und Montags hocken sie dann im Wartezimmer: “Herr Doktor, ich hab’ ja so ‘ne Rückenschmerzen…”
    Wie gesagt, das mit den Füßen könnte man ja noch hinkriegen…

  10. Lieber Herr Weiss, was Sie hier gerade tun, nennt man „Spammen“ und das ist ganz schlechte Netzkultur. Wenn Sie möchten, dass man Ihr Blog wahrnimmt, dann schreiben Sie bitte auf Ihrem Blog über andere und verlinken Sie auf diese. Aber spammen Sie nicht durch die Gegend. So landen Sie typischerweise weltweit auf den Blacklisten der Spamfilter.

  11. Ich finde, dass Herr Weiss hier keineswegs den Tatbestand des Spamming erfüllt. Für was macht er denn illegal Reklame? Was will er verkaufen??
    Im Gegenteil, es ist schön zu sehen, dass sich anderswo auch Menschen mit denselben Problemen beschäftigen wie wir und sich nicht ganz wehrlos von nervigen Mitmenschen an der Nase herumführen lassen.
    Karl-Heinz: bewegst du dich nicht mit deinem harten Kommentar knapp an der Grenze von Zensur?

  12. Mmmhhh.

    mal wieder recht weit vom Thema weg aber ..nun gut!
    Wenn man sich ein bißchen damit beschäftigt, stellt man relativ schnell fest , dass das Bloggen strengen Regeln unterstellt ist, die von Vielen offensichtlich höher bewertet werden als die 10 Gebote.
    Die „Spam-Hysterie“ ist nur ein , meines Erachtens, überflüssiger „Auswurf“ der unumstößlichen Blog-Gesetze.
    Natürlich hatte Herr Weiß (schöne Grüße in seine Heimatregion) mit seinem Kommentar lediglich den Anspruch sein Blog ins Gespräch zu bringen.
    Aber, kann und will ich ihm das übel nehmen?

  13. @Karl-Heinz
    Ach so, noch was,

    offensichtlich ist die Bewertung und Definition von „Spam“ sehr subjektiv und individuell .
    Was das Barnim-Blog angeht fand ich die klare Werbebotachaft des Bestattungsunternehmers zu meinem „Bio-Urnen-Beitrag“ wesentlich unverschämter als das „fishing for compliments“ von Herrn Weiss.
    Generell nervt mich an Blogs derzeit am meisten, dass die (meines Empfindes) erfolreichsten und „höchstkommentiertesten“ Beiträge sich überwiegend nicht mit Geschichten , sondern mit den , offenbar unvermeidlichen „Blogger-Eitelkeiten“ beschäftigen.
    Meine (wie gesagt, empfundene) Hitliste:

    1. Wie wehre ich mich vor Spam und Content-Raub?
    2. Welche technischen Spielereien begeistern mich zu Zeit?
    3. Wer (hoffentlich ein Prominenter, *Hechel!*) hat mich unlängst verklagt?

    Schön zu bemerken, dass unsere Leser uns auch ohne dieses offensichtliche „Ego-Beiwerk“ (von dem auch ich allerdings nicht völlig frei bin) mögen.

  14. Hartmut, Du weißt, dass es hier auf dem Blog keine Zensur gibt. Wir behalten uns allerdings vor, Kommentare zu löschen (siehe Text oberhalb des Kommentarfeldes). Zum Spam gehört auch, wenn jemand nur aus einen Grund seine URL setzt, nämlich um einen Link zu hinterlassen. Herr Weiss hatte nicht die Absicht, irgend etwas zu der Diskussion hier beizutragen, er wollte nur spammen. Ich lasse solche Beispiele schlechter Netiquette manchmal demonstrativ stehen, so wie auch den Urnenverkäufer.

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