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Illegale Müllentsorgung im Barnim

gemueseabfaelle.jpgHier im Barnim bedient sich der Grüne Punkt Gelber Säcke. Im Barnim werden die Gelben Säcke alle 14 Tage vor der Haustür abgeholt – bequemer geht es nicht. Trotzdem gibt es überall im Barnim Zeitgenossen, die das nicht abwarten können, sondern die Gelben Säcke, gefüllt mit jeder Art Hausmüll, an den Sammelplätzen für Altglas und Altpapier ablagern. Garten- und Gemüseabfälle sowie in Verwesung befindliche Essenreste, Knochen und Fleisch von Grillfesten sind ein lecker Häppchen für Ratten und Fliegen.

Was gehört in den Gelben Sack? In der Wikipedia steht:

Es gibt eigentlich nur eine einfache Regel, die beachtet werden muss: In den Gelben Sack oder die Gelbe Tonne gehören ausschließlich Verkaufsverpackungen aus Kunststoff, Metall oder Verbundmaterialien mit dem Grünen Punkt des Dualen Systems (DS). Andere Gegenstände aus dem gleichen Material bspw. eine Kunststoff-Zahnbürste, Videokassetten, CDs, DVDs oder Einwegrasierer gehören nicht hinein. Mit zwei Ausnahmen: Glas gehört in den Altglascontainer, die Altglassammlung existierte auch schon vor der Einführung der Verpackungsverordnung, und Verpackungen aus Pappe (wie Cornflakespackungen) oder Papier gehören zum Altpapier.

Wer ist zuständig für diese zum Himmel stinkenden Zustände? Die Gesellschaft für Abfallwirtschaft Barnim mbH (GAB), ein Eigenbetrieb des Landkreises Barnim, organisiert zwar die Müllabfuhr und verteilt die gelben Säcke, scheint aber die Sammelplätze des Dualen Systems für exterritoriales Gebiet zu halten. Oder sind die Unternehmen in der Pflicht, die an dem gesammelten Altpapier und Altglass gut verdienen? Oder etwa das Duale System selbst, das seit 2005 den amerikanischen Investoren Kohlberg Kravis Roberts & Co gehört (wie Auto Teile Unger, Wincor Nixdorf, ProSieben und Sat1)?

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Altenhofer Straße / Ecke Mühlenstraße in Finow, Foto: Dr. Andreas Steiner, 23.8.2007

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9 Kommentare » Schreiben Sie einen Kommentar

  1. Ein freundliches N’aahmmd aus der MOL-Umgebung. Diese Unart grassiert nicht nur im Barnim. In Hönow und Umgebung scheint diese „Krankheit auch weit verbreitet. Als Besonderheit kommt noch hinzu, dass viele Leute die gelben Säcke schon etliche Tage vor der Abholung vor ihrer eigenen Haustüre lagern. Und wenn „das hungrige Vieh“ mal nachts etwas genauer stöbert und dann noch ein wenig Wind aufkommt -das perfekte Mittel um mal zu schauen, wss in der Nachbarschaft vor Wochen so auf den Tisch gekommen ist.
    Eine weitere Sauerei sehe ich regelmäßig an Feldwegen, selbst an wenig frequentierten Landstraßen, die ich mit Laufschuhen oder Rad passiere: massnhaft überquellende stinkende blaue Säcke.

    Ich glaube, so was wäre auch mal einen Beitrag in Hönow wert.

  2. Bei mir war nun die Geduld zu Ende und deshalb bin ich froh, dass sich der Barnim-Blog dieser Problematik sofort angenommen hat.
    Ich würde mich freuen, wenn in den nächsten Tagen auch die Märkische Oderzeitung darüber berichten wird. Zudem bin ich gespannt auf die Reaktion des Eberswalder Bürgermeisters Friedhelm Boginski, dem ich heute in dieser Angelegenheit eine E-Mail geschickt habe.

  3. Auch bei uns in Finowfurt liegt der Dreck herum. Ganz besonders „verdient“ machen sich die Fachmärkte (Real, Roller, Praktiker) sowie die Besucher des McDonald. Deren leicht zu identifizierende Spur ist bis in die Schorfheide zu verfolgen.
    Ich habe vor einiger Zeit mal das Ordnungsamt der Gemeinde gefragt, als ich in einem Haufen Dreck sogar die Adresse des ehemaligen Besitzers fand. „Da kann man gar nichts machen“, hieß es . Und als ich mal den Fahrer eines schwarzen BMW fragte, wieso er seine leere McDonalds-Tüte ca. 5 Meter von einem Mülleimer auf den Boden fallen ließ, gab’s den Stinkefinger. Das Ordnungsamt der Gemeinde teilte mir daraufhin wiederum mit, auch da könne man nichts machen, denn der Bereich um die Fachmärkte sei Privatland! Den Besitzer des Autos und den Fahrer kannte man aber sogar! Wenn das so ist, könnten wir eigentlich alle unseren Müll dorthin bringen und so uns die Müllgebühren sparen. Übrigens gab es irgendwo in Deutschland mal eine Greenpeace-Müllsammel-Aktion „Bringt McDonalds ihren Müll zurück“…
    Das Problem ist aber eines, das man nicht mit ein paar Müllpolizisten in den Griff bekommt. Es hat was mit Bildung zu tun, bzw. deren Mangel. Es hat auch was mit Zivilcourage zu tun, bzw. deren Mangel. Wenn es der Mehrheit egal ist, wieviel Dreck wo herum liegt, wenn es die Erwachsenen den Kindern vormachen, wie soll sich da etwas ändern?

  4. @hartmut: Deckt sich mit meinen Erfahrungen mit dem Bernauer Ordnungsamt bzw. der Unteren Naturschutzbehörde und dem famosen Landrat Ihrke. Die Vermüllung auch unseres Naturschutzgebietes „Faule Wiesen“ hier in Schönow geht rasant voran. Niemanden kümmert’s. Das Ministerium in Potsdam schreibt freundliche Briefe an alle, aber keiner ist zuständig. Seit Wochen fliegen wieder faules Obst, Rasenschnitt, Bauschutt in das NSG. Ein Teich ist schon fast zugeschüttet. Die Verantwortlichen kriegt man nicht bzw.wenn man doch mal einen erwischt, wird derjenige frech. Und die Ämter schalten auf stur…

  5. Mit den Zuständigkeiten ist es so eine Sache. Scheinbar wird da intern auch noch gewichtet. Wie sind sonst solche wilden Müllhalden zu erklären? Je weiter man an den Rand der Gemeinde kommt, desdo weniger interessiert es die Behörden. In Eberswalde gibt es weitere Beispiele, z.B. den Binnenhafen auf der Seite des TGE und einige Waldwege in der näheren Umgebung.
    Einige private Waldbesitzer sind auch immer ganz „begeistert“, wenn aus dem eigenen Wald wieder ein Sammelsurium an Müll angefangen bei der Plastiktüte bis zum Kühlschrank zu entfernen ist.
    Der Witz an der Sache ist, dass genau diese Waldbesitzer von Behörden (Polizei, Ordnungsamt) bei der Aufarbeitung des Waldes dann kontrolliert werden. Dafür scheint man dann doch zuständig zu sein. ;-)
    Übrigens sind die Supermärkte zwar Privatgelände, aber meist kameraüberwachtes Privatgelände. Wenn also Elektroschrott, Farbeimer oder Sperrmüll im Papiercontainer landen, wird doch mancher sicher zum Filmstar, oder?

  6. Pingback: Finower Dreckecke durch illegale Abfallentsorgung - BAR-blog | Wir bloggen den Barnim